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Was die Welt nicht alles braucht!

Platz auf der SSD mit Windows sparen

2015-04-16 18:23 | Kategorien: arch debian linux opensource software ubuntu windows

Egal ob in einer virtuellen Maschine oder noch auf richtiger Hardware, Windows gönnt sich mit den Standardeinstellungen von Microsoft ordentlich Platz auf der Platte. Problematisch wird dies bei richtiger Hardware, den SSDs sind noch relativ teuer, aber auch als virtuelle Maschine verfügt der Host in der Regel nicht über unbegrenzte Ressourcen.

Mit den Standardeinstellungen gibt es zwei große Dateien auf dem Laufwerk C, diese wären:

  • hiberfil.sys
  • pagefile.sys

Diese beiden Dateien können selbst vom Administrator nicht gelöscht werden, was auch sinnvoll erscheint, wenn man weiß, für was diese Dateien gut sind. Nachfolgend eine kleine Erklärung aus leichter Linux Perspektive und natürlich eine Möglichkeit sich dieser beiden Dateien zu entledigen.

SWAP deaktivieren/verkleinern

Beide Dateien entsprechend grob dem unter Linux bekannten Swap, sind also Auslagerungsspeicher, welcher genutzt wird, wenn entweder kein RAM mehr im System frei ist, oder der Kernel, den RAM lieber für sinnvollere Dinge verwenden würde. Beide Dateien sind in der Regel so groß wie der installierte Arbeitsspeicher, bei den hier installierten 32GB also zusammen 64GB. Auf einer 1TB Festplatte spielt dies keine große Rolle, auf einer 256GB SSD schon.

Der erste Schritt sollte auf jeden Fall sein den Auslagerungsspeicher zu verkleinern, dies wäre die Datei pagefile.sys. Je nach Arbeitsspeicher kann man auf diesen sehr langsamen RAM Ersatz vollständig verzichten, oder zumindest diesen auf 2-4GB begrenzen. Wird die Auslagerungsdatei regelmäßig und viel genutzt, sollte man sich ohnehin mehr Gedanken um mehr RAM machen ;)

Um diese Einstellungen zu verändern, muss man zuerst die den Eintrag System in der Systemsteuerung öffnen. Anschließend hangelt man sich durch die in Screenshots dokumentierten Dialoge.



Hibernate deaktivieren

Der nächste Schritt führt dazu das eine Funktion entfällt: Hibernation. Gemeint ist damit ein Verfahren das auch Suspend to Disk genannt wird. Das Betriebssystem speichert den aktuellen Inhalt des RAMs in der Datei hiberfil.sys und schaltet dann den Computer aus. Beim nächsten Einschalten wird dieses Image geladen und alles geht an der Stelle weiter, wo zuvor unterbrochen wurde.

Einfacher als das Anpassen der SWAP Einstellungen geht das deaktivieren der Hibernation, hierzu muss lediglich in einem Administrator Terminal (cmd.exe mit rechter Maustaste als Administrator ausführen) der Befehl powercfg -h off eingegeben werden.

Bei virtuellen Maschinen ist die Funktion der Hibernation eh äußerst fragwürdig, denn hier kann man den Zustand der Maschine jederzeit von außen einfrieren, ganz ohne Platzverschwendung im Image der virtuellen Maschine.