Egal ob in einer virtuellen Maschine oder noch auf richtiger Hardware, Windows gönnt sich mit den Standardeinstellungen von Microsoft ordentlich Platz auf der Platte. Problematisch wird dies bei richtiger Hardware, denn SSDs sind noch relativ teuer, aber auch als virtuelle Maschine verfügt der Host in der Regel nicht über unbegrenzte Ressourcen.
Mit den Standardeinstellungen gibt es zwei große Dateien auf dem Laufwerk C, diese wären:
- hiberfil.sys
- pagefile.sys
Diese beiden Dateien können selbst vom Administrator nicht gelöscht werden, was auch sinnvoll erscheint, wenn man weiß, für was diese Dateien gut sind. Nachfolgend eine kleine Erklärung aus leichter Linux Perspektive und natürlich eine Möglichkeit sich dieser beiden Dateien zu entledigen.
SWAP deaktivieren/verkleinern
Beide Dateien entsprechend grob dem unter Linux bekannten Swap, sind also Auslagerungsspeicher, welcher genutzt wird, wenn entweder kein RAM mehr im System frei ist, oder der Kernel den RAM lieber für sinnvollere Dinge verwenden würde. Beide Dateien sind in der Regel so groß wie der installierte Arbeitsspeicher, bei den hier installierten 32GB also zusammen 64GB. Auf einer 1TB Festplatte spielt dies keine große Rolle, auf einer 256GB SSD schon.
Der erste Schritt sollte auf jeden Fall sein den Auslagerungsspeicher zu verkleinern, dies wäre die Datei
pagefile.sys
. Je nach Arbeitsspeicher kann man auf diesen sehr langsamen RAM Ersatz vollständig verzichten, oder
zumindest diesen auf 2-4GB begrenzen. Wird die Auslagerungsdatei regelmäßig und viel genutzt, sollte man sich
ohnehin mehr Gedanken um mehr RAM machen 😉
Um diese Einstellungen zu verändern, muss man zuerst den Eintrag System in der Systemsteuerung öffnen. Anschließend hangelt man sich durch die in Screenshots dokumentierten Dialoge:
Hibernate deaktivieren
Der nächste Schritt führt dazu, dass eine Funktion entfällt: Hibernation.
Gemeint ist damit ein Verfahren, das auch Suspend to Disk genannt wird. Das Betriebssystem speichert den aktuellen
Inhalt des RAMs in der Datei hiberfil.sys
und schaltet dann den Computer aus. Beim nächsten Einschalten wird dieses
Image geladen und alles geht an der Stelle weiter, wo zuvor unterbrochen wurde.
Einfacher als das Anpassen der SWAP Einstellungen geht das Deaktivieren der Hibernation. Hierzu muss lediglich in
einem Administrator Terminal (cmd.exe
mit rechter Maustaste als Administrator ausführen) der Befehl
powercfg -h off
eingegeben werden.
Bei virtuellen Maschinen ist die Funktion der Hibernation eh äußerst fragwürdig, denn hier kann man den Zustand der Maschine jederzeit von außen einfrieren, ganz ohne Platzverschwendung im Image der virtuellen Maschine.