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Umstieg auf systemd-networkd und systemd-timesyncd

2014-08-29 17:18 | Kategorien: arch debian linux software ubuntu opensource

Seit Version 210 enthält systemd einen Dienst systemd-networkd für die Konfiguration von Netzwerkschnittstellen, zusätzlich gibt es seit Version 213 mit systemd-timesyncd auch einen einfachen NTP Client. Durch diese beiden Dienste wird die distributionsspezifische Netzwerkkonfiguration langfristig standardisiert.

Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich auf meinen Clients, welche DHCP verwenden, auf die beiden neuen Dienste umgestiegen. Als Vorbereitung ist es ratsam dem DHCP Server die Option für den gewünschten NTP Server mit auf den Weg zu geben, so kann eine Anpassung der NTP Konfiguration auf allen Clients ausbleiben. Als Nächstes erstellen wir eine Konfigurationsdatei für unsere Netzwerkschnittstelle enp3s0 mit dem Dateinamen /etc/systemd/network/enp3s0.network:

[Match]
Name=enp3s0

[Network]
DHCP=yes

Durch diese Konfiguration erreichen wir das die oben genannte Netzwerkschnittstelle durch DHCP konfiguriert werden soll. Jetzt können die alten Dienste deaktiviert, und die neuen aktiviert werden:

netctl disable main
systemctl disable ntpd
systemctl enable systemd-networkd
systemctl enable systemd-timesyncd
Wenn es Dienste gibt, welche direkt beim Bootvorgang eine funktionierende Netzwerkverbindung benötigen, wie z.B. NFS oder CIFS Freigaben, kann noch zusätzlich der Service systemd-networkd-wait-online aktiviert werden.
systemctl enable systemd-networkd-wait-online

Nach einem Neustart des Systems läuft die Netzwerkkonfiguration über systemd, weiterführende Informationen zu den beiden neuen Diensten können den jeweiligen Manpages entnommen werden. Ich gehe davon aus das diese in den nächsten Versionen noch deutlich ausgebaut werden, z.b. um auch exotischere Anwendungsfälle abzudecken.


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