[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

LVM kann jetzt endlich mergen...

geschrieben von encbladexp am 28.07.2010 11:33:00.

Auf der Ubucon 2008 habe ich ja einen Vortrag über LVM gehalten.

Das ganze hat mir viel Spaß gemacht, und ich denke auch bei den Teilnehmern kam das Thema gut an. Einziger Kritikpunkt waren die LVM-Snapshots, den diese konnte man damals zwar erstellen, aber nicht einfach mal eben zurücksichern.

Dies ist jetzt möglich da Kernel und LVM-Tools die nötigen Patches erhalten und akzeptiert haben. Man benötigt dafür aber Kernel 2.6.33 sowie LVM-Tools in Version 2.02.58 welche es leider nicht mehr in Lucid geschafft haben. Somit muss man auch auf der aktuellen LTS Version, auf dieses sinnvolle Feature verzichten.

Debian Testing hat die benötigte Version der LVM-Tools schon in den Paketquellen, allerdings ist zu hoffen das 2.6.33 es vielleicht doch noch schafft.

pyNeighborhood 0.5.1rc2

geschrieben von encbladexp am 20.07.2010 11:38:00.

Heute haben wir pyNeighborhood in der Version 0.5.1rc2 veröffentlicht. Hier der Eintrag vom Launchpad.

Für Ubuntu gibt es natürlich wieder ein PPA (Link), für Arch Linux ein AUR (Link) und für Debian kommen Pakete sobald die Final Version 0.5.1 veröffentlicht wurde.

Es werden noch freiwillige gesucht die im Launchpad die Übersetzungen für andere Sprachen wie Deutsch und Englisch fertig machen (Link) könnten.

pyNeighborhood jetzt auch im AUR aktuell

geschrieben von encbladexp am 15.07.2010 20:24:00.

Ich betreue nun seit heute das AUR Paket von pyNeighborhood. Es handelt sich dabei um die aktuellste Version aus den Quellen, d.h. diese ist wesentlich aktueller wie die PPAs die man z.b. auf Launchpad für Ubuntu bekommen würde.

Dies sollte einigen Leute das nervige manuelle installieren in Zukunft sparen. Das PPA wird wohl im laufe der nächsten Woche mal aktualisiert.

schroot für Debian/Ubuntu mit Arch

geschrieben von encbladexp am 06.07.2010 19:48:00.

Da ich ja neulich von Ubuntu auf Arch gewechselt bin, habe ich dort natürlich keine Tools um Debian Pakete für testing oder diverse PPAs zu bauen.

Dies ist natürlich ärgerlich da ich das ein oder andere Paket natürlich weiterhin für Debian und Ubuntu anbieten will, insbesondere pyNeighborhood ist ja eher für Einsteiger und damit Ubuntu Anwender gedacht.

Damit ich weiterhin diese Pakete bauen kann habe ich mich für schroot entschieden. Damit kann man einfach und effektiv verschiedene chroot Umgebungen verwalten, so das ich mit einem einzigen Befehl in einem Debian System bin.

Für die Installation der benötigen Programme habe ich yaourt verwenden:

yaourt -S debootstrap schroot

Der nächste Schritt bestand daraus ein neues Logical Volume einzurichten und darauf dann ein Debian Basissystem zu packen:

sudo lvcreate -L 5G -n sid main
sudo mkdir /mnt/sid
sudo mount /dev/mapper/main-sid /mnt/sid
sudo debootstrap --arch=amd64 sid /mnt/sid http://ftp.de.debian.org/debian
sudo umount /mnt/sid

Nun müssen nur noch 2 Sachen gemacht werden damit man schroot verwenden kann. Das wichtigste wäre die Anpassung der Datei /etc/schroot/schroot.conf, hier muss dies am Ende der Datei (alternativ auch sonstwo) einkopiert und angepasst werden:

[sid]
type=block-device
device=/dev/mapper/main-sid
root-groups=wheel
Damit kann jeder Benutzer der in der Gruppe wheel ist auch schroot voll verwenden. Natürlich sollte man bei größeren Sicherheitsanforderungen die Manpage der schroot.conf aufmerksam durchlesen! Zusätzlich sollte man noch in der Datei /etc/schroot/default/nssdatabases die Zeile mit networks kommentieren, da sonst ein Start der chroot Umgebung nicht funktioniert, dies liegt daran das Arch Standardmäßig keine /etc/networks hat welche vom Startscript kopiert werden könnte.

Nun kann man mit

schroot -c sid -p
eine Benutzershell in chroot öffnen. Dabei wird sogar das /home-Dateisystem vom Hostsystem übernommen.

Goodbye Ubuntu

geschrieben von encbladexp am 26.06.2010 10:16:00.

Seit ca. 2006 habe ich statt Debian lieber Ubuntu auf den Desktops verwendet. Haupgrund war für mich damals, das viele Pakete einfach viel zu alt sind (in Stable versteht sich), oft waren selbst die Versionen von Testing nicht aktuell genug, um meine Wünsche und Anforderungen zu erfüllen.

Anfangs hat mir Ubuntu (bin ja erst seit Dapper dabei, vorher nur ab und an mal einen Blick drauf geworfen) sehr gut gefallen. Es war aktuell genug das auch der (damals neue) nVidia Treiber mit dem X.org richtig laufen wollte, und ich so meinen neuen 22er TFT richtig nutzen konnte. Unter Debian wollte dieser einfach nicht akzeptieren das meine GeForce mehr als 1280x960 kann.

Das letzte große Release von Ubuntu das ich auf vielen Systemen verwende war bisher Hardy Heron (8.04), auch dies lief, nach kleinen Problemen am Anfang, sehr stabil und zuverlässig. Leider sind 2 Jahre auf dem Desktop für ein Ubuntu LTS fast etwas viel. So musste im Laufe der Zeit ein PPA nach dem anderen die Pakete vom System aktualisieren, was natürlich ein dist-upgrade nach 2 Jahren unmöglich machte. Compiz funktionierte nach einem Wechsel der Grafikkarte (GeForce 9500GT auf GeForce 9600GT) auch nichtmehr zuverlässig, Schuld war wohl ein Bug im nVidia Treiber der nur mit alten X.org Versionen auftaucht. Da ich mir mein System nicht totpatchen wollte gab es halt ab da kein Compiz mehr (irgendwie vermisse ich das mittlerweile überhaupt nicht mehr).

So kam Lucid, dies wurde nicht via dist-upgrade auf mein System gebracht sondern mit einem debootstrap in ein neues LV. Leider durfte ich damit (nach weniger als einer Woche) schon wieder mit PPAs beginnen, den z.B. brauche ich eine neuere v4l-dvb Version damit meine DVB-S2 Karte richtig lief. Dann war gajim noch Broken (kein Weltwunder bei dieser Version) und einige andere Sachen liefen auch nicht so wie ich es erwartet habe. Zum Schluss hat GNOME ab und an einfach vergessen Compiz oder Metacity zu starten, was sicherlich an dem Userprofil liegen mag das ich schon seit Debian Woody immer wieder von einer Installation auf die nächste kopiere.

Nun war mir klar das eine Distribution mit Rolling Releases das einzige wäre das meinen Wunsch nach neuen Programmversionen und schnelleren Bugfixes stillen kann.

Hier gibt es, meiner Meinung nach, nur 4 Möglichkeiten:

  • LFS
  • Gentoo
  • Arch
  • Debian Sid
Sowohl bei LFS als auf bei Gentoo steckt mir einfach zu viel Arbeit dahinter, daher viel meine Wahl (nach einem doch recht kurzen Test) auf Arch. Debian Sid läuft außer Konkurenz, wird bei mir aber in einer VM als Testsystem bleiben müssen.

Natürlich werde ich noch weiterhin auf Ubuntuusers.de und anderen Plattformen Hilfe für Ubuntu Leisten, dennoch werde ich es in Zukunft nichtmehr auf neuen Systemen verwenden. Auf Servern wird in Zukunft wieder Debian Stable zum Einsatz kommen, auf den Clients in Zukunft Arch. Und nur bei Leuten die weniger IT KnowHow haben wird nach wie vor Ubuntu verwendung finden.

Lucid auf einem Asus EEE EB1012

geschrieben von encbladexp am 11.06.2010 13:36:00.

Mittlerweile fragen immer mehr meiner Kunden nach "Mini-PCs", also diesen EEE Boxen von Asus & Co.

Da auch immer mehr Kunden nach einem zweiten Betriebssystem fragen installiere ich hier gerne Ubuntu. Bisher war das Hardy Heron (außer die Hardware wollte damit nicht laufen), doch jetzt kommt Lucid Lynx auf die Kisten. Die Installation läuft sehr unspektakulär von sich, (ich verwende Alternate als Installationquelle da ich schon seit Jahren fast jedes System via PXE Installiere) und auch ein Dualboot mit dem vorinstallierten Windows 7 macht (wie zu erwarten) keine Probleme.

Das einzige was nachinstalliert werden muss, ist der nVidia Treiber, damit man auch die Grafikkarte und den HDMI Ausgang richtig verwenden kann.

Das System war übrigens in weiß, ob es auch auf einer schwarzen EEE Box funktioniert konnte ich mangels Hardware leider nicht testen ;-)

Was mir an Android noch fehlt...

geschrieben von encbladexp am 09.06.2010 10:58:00.

Es gibt leider nach wie vor einige Sachen die mir an Android fehlen, die ich noch nicht machen kann weil ich es nicht rooten möchte:

  • Google - Es wäre wirklich schön wenn man Calendar, Contacts & Co auch mit Diensten jenseits von Google syncen könnte.
  • OpenVPN - Damit ich auch in mein VPN reinkomme.
  • Zertifikats Manager - Damit ich auch das CACert Root Certificate importieren kann.
  • AdBlock - Damit mir die Werbung auch unterwegs nicht auf die nerven geht.
  • IPSec - Die Konfiguration von IPSec ist aktuell leider noch nicht so flexibel wie ich es vom PC gewohnt bin.
  • Contacts - Es wäre toll wenn man Einstellen kann ob nach Vorname oder Nachname sortiert werden soll.

Ich hoffe das zumindest mal ein Zertifikatsmanager in Android kommt, den aktuell ist es schon leicht nervig das man so extrem rumfummeln muss damit man CACert richtig verwenden kann.

Habt ihr auch Sachen die euch an Android momentan am meisten stören?

I Buzz

geschrieben von encbladexp am 19.05.2010 16:07:00.

Ich habe in der letzten Zeit mal den ein oder anderen Micro-Blogging Dienst ausprobiert (z.b. Twitter oder auch Identi.ca). Am besten hat mir hier der Dienst von Google (Buzz) gefallen.

Ich verwende diesen Dienst um Informationen (Links, Bilder, Videos) zu verlinken, für die mir ein Eintrag in diesem Blog einfach zu schade ist. Auch möchte bestimmt nicht jeder Wissen was ich gerade so für ein Video lustig finde.

Als Ausgleich versuche ich aber in Zukunft in diesem Blog mehr Inhalte zu bringen die auch der Community etwas mehr helfen (Testberichte, Anleitungen, usw...). Damit habe ich einen schönen Mittelweg und jeder kann sich die Informationen die er möchte abonnieren.

Unter http://www.google.com/profiles/encbladexp#buzz ist mein Buzz Profil verfügbar. In der Regel werden dort nur Links gepostet, ab und an ist aber auch mal was privates dabei.

Mein Plan für Lucid

geschrieben von encbladexp am 20.04.2010 17:30:00.

Wie vielen bekannt ist wird Ubuntu 10.04 "Lucid Lynx" ja eine LTS Version. Das bedeutet man bekommt damit länger Support als für ein normales Ubuntu.

Viele achten auf so etwas nicht und haben immer die neueste Version von Ubuntu, oder verwenden eine Distribution mit Rolling-Releases wie z.b. Arch. Ich selbst lege aber großen Wert auf ein System das ich möglichst lange ohne große Änderungen verwenden kann.

Dies liegt zum einen daran das ich einige Kundenserver betreue, diese laufen jetzt alle noch auf Ubuntu Hardy und werden auch bestimmt noch mind. 1 Jahr lang bei Hardy bleiben. Das gleiche gilt für meinen Homeserver, auch wenn hier die Dienste natürlich keine so hohen Anforderungen an Verfügbarkeit haben.

Meine Rootserver laufen eh schon (aus historischen Gründen) mit Debian, was ich auf absehbare Zeit auch nicht ändern werde.

Die Clients werde ich alle von 8.04/9.10 auf 10.04 aktualisieren sobald es 10.04.1 gibt, da hiermit wohl die gröbsten Fehler gefixt sein dürften. In einer VM werde ich natürlich (wie auch jetzt schon) testen wie sich Lucid so macht.

Ich denke mit diesen Upgrades geht jeder anders um, ich selbst werde das Upgrade aber noch etwas verschieben. Schon allein weil ich so die ohnehin schon überlasteten Server etwas schonen kann. Gleichzeitig werde ich wie jedes Jahr auf den Rootservern die ich betreue die Torrents seeden!

Netzwerkfähig

geschrieben von encbladexp am 20.04.2010 17:15:00.

Ist euch auch schon aufgefallen das viele Geräte heute Netzwerkfähig sind?

Auf den ersten Blick freut man sich oft, aber ich habe hier viele Geräte in der Firma für die man den Hersteller vierteilen sollte! Das wären z.B.:

  • USV Anlagen die kein richtiges SNMP können
  • Lautsprecheranlagen die sich nur aus dem aktuellen Subnetz bedienen lassen
  • Programme die nur unter dem Benutzer laufen der diese auch Installiert hat

Ich denke es gibt noch einige andere Sachen auf die man gerne reinfallen kann. Beim Kauf einer 200.000€ ELA Anlage denkt man wohl nicht daran das die Implementierung der Netzwerkfähigkeit jeden Fachinformatiker zum weinen bringen würde.

Daher gilt auch hier ein guter alter Spruch: Darum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was besseres findet!