Arch Linux Tux

[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Motorradnavigation mit OsmAnd

2015-07-20 17:13 | Kategorien: android arch debian linux opensource software ubuntu windows

Wer auch bei Fahrten mit dem Motorrad nicht auf die Navigation durch OsmAnd verzichten möchte, kann dort mit einem kleinen Umweg ein Profil für seinen heißen Ofen aktivieren. Hierzu muss zuerst das Plugin OsmAnd Debugging aktiviert werden, und im Anschluss, in dessen Einstellungen beim Punkt Anwendungsprofile das entsprechende Profil gewählt werden.

In der Praxis sieht dies mit aktuellen OsmAnd Versionen dann so aus:
Plugineinstellungen aufrufenAnwendungsprofile aktivieren

Ich für meinen Teil habe im entsprechenden Navigationsprofil vor allem die lästigen Autobahnen und unbefestigte Wege abgeschaltet, da möchte ich nun wirklich nicht fahren ;)

Update: Je nach verfügbarer Bildschirmgröße ist es ggf. erforderlich den Bildschirm in das Querformat zu bringen, um die vollständige Auswahl möglicher Profile sehen zu können.


Goodbye Jabber/XMPP

Seit vielen Jahren habe ich einen eigenen Jabber/XMPP Server am Laufen. Früher auf Basis von ejabberd und etwas später dann mit prosody. Doch damit ist jetzt Schluss, mit sofortiger Wirkung bin ich per Jabber/XMPP nicht mehr erreichbar.

Hintergrund ist, dass ich dieses Protokoll kaum noch verwende, die meisten meiner Kontakte schreiben mir per Hangouts, Threema, Textsecure, IRC oder ganz klassisch E-Mail. Der Aufwand einen Dienst (Server und Client) zu pflegen steht in diesem Fall in keinem Verhältnis zum Nutzen. Davon abgesehen war ich mit keinem der Clients (PSI, Empathy, Gajim, mcabber, …) wirklich zufrieden, von fehlenden Funktionen im Protokoll (oder den Clients) will ich Nichtmal mehr reden.


Willkommen zurück im Firefox deaktivieren

2015-07-15 19:20 | Kategorien: arch debian linux opensource software ubuntu windows

Firefox verfügt seit Version 25 über eine Funktion die es dem Anwender ermöglicht wieder ein frisches Firefox Profil zu erstellen. Diese sollte normalerweise nur aktiv werden wenn Firefox länger als 60 Tage nicht mehr genutzt wird. Bemerkbar macht sich diese Funktion durch folgende Meldung:

It looks like you haven't started Firefox in a while. Do you want to clean it up for a fresh, like-new experience? And by the way, welcome back!

In der deutschen Fassung natürlich:

Sie haben Firefox lange nicht mehr genutzt. Soll jetzt aufgeräumt werden, damit Sie ein Benutzerlebnis wie am ersten Tag erfahren? Übrigens, willkommen zurück!

Gelegentlich wird diese Meldung aber auch angezeigt, wenn man den Browser täglich benutzt, Abhilfe schafft es hierbei die Variable browser.disableResetPrompt mit dem Wert True zu erstellen. Hierzu einfach about:config in die Adresszeile tippen und dort mit der rechten Maustaste einen neuen Eintrag vom Typ Boolean mit oben genanntem Namen und Wert erstellen. Bei zukünftigen Starts vom Firefox unterbleibt so diese Meldung.

Die Meldung ist übrigens nicht nur rein optisch ein Problem, sie löscht auch wenn man nicht aufpasst, das aktuelle Profil und man darf mit der Konfiguration wieder von vorne Anfangen.


Netzneutralität, Qualität, Vodafone

2015-06-09 21:24 | Kategorien: allgemeines

Golem berichtet das Vodafone mit dem Zukauf Kabel Deutschland den Videodienst Netflix unterstützen möchte. Ich finde es großartig das ein Provider erkannt hat, das seine Dienstleistung primär im Transport von IP Paketen besteht, allerdings heiligt der Zweck noch lange nicht die Mittel.

Qualitätsklassen

So schreibt Golem:

Der Chef von Kabel Deutschland würde gerne Qualitätsklassen anbieten, bei der die Daten von Firmen wie Netflix gegen Zahlung besser behandelt werden.

Was Qualitätsklassen sind, ist vor allem Telekom Kunden bekannt, dort ruckelt seit Jahren YouTube weil Google nicht dazu bereit ist, dem ehemaligen Monopolisten Geld in den Rachen zu werfen. Natürlich steht es jedem frei, genug Geld vorausgesetzt, sich in eine derartige Qualitätsklasse einzukaufen. Alle anderen dürfen sich den Rest der noch verfügbaren Bandbreite teilen. Das Google aber den anfallenden Traffic schon bei seinem Provider bezahlt hat wird von Providern wie der Telekom oder Kabel Deutschland (Vodafone) wissentlich ignoriert.

Alternative

Die Alternative zu Qualitätsklassen wäre vor allem ein zukunftsorientierter Netzausbau mit entsprechender Bandbreite und akzeptablen Tarifen. Die Menschen möchten nicht mehr die zusätzlichen Dienstleistungen des Providers, sondern einen ungefilterten, schnellen und günstigen Zugang zum Internet.

So lange Netzneutralität nicht in Gesetzen verankert ist werden Provider immer wieder Versuchen zusätzliche Einnahmen durch schlechten Service zu generieren. Die Nachteile hat der Kunde, denn nur Dienstleistungen, welche sich der eigene Provider noch mal vergolden lässt, können in akzeptabler Geschwindigkeit oder Qualität genutzt werden.


Platz auf der SSD mit Windows sparen

2015-04-16 18:23 | Kategorien: arch debian linux opensource software ubuntu windows

Egal ob in einer virtuellen Maschine oder noch auf richtiger Hardware, Windows gönnt sich mit den Standardeinstellungen von Microsoft ordentlich Platz auf der Platte. Problematisch wird dies bei richtiger Hardware, den SSDs sind noch relativ teuer, aber auch als virtuelle Maschine verfügt der Host in der Regel nicht über unbegrenzte Ressourcen.

Mit den Standardeinstellungen gibt es zwei große Dateien auf dem Laufwerk C, diese wären:

  • hiberfil.sys
  • pagefile.sys

Diese beiden Dateien können selbst vom Administrator nicht gelöscht werden, was auch sinnvoll erscheint, wenn man weiß, für was diese Dateien gut sind. Nachfolgend eine kleine Erklärung aus leichter Linux Perspektive und natürlich eine Möglichkeit sich dieser beiden Dateien zu entledigen.

SWAP deaktivieren/verkleinern

Beide Dateien entsprechend grob dem unter Linux bekannten Swap, sind also Auslagerungsspeicher, welcher genutzt wird, wenn entweder kein RAM mehr im System frei ist, oder der Kernel, den RAM lieber für sinnvollere Dinge verwenden würde. Beide Dateien sind in der Regel so groß wie der installierte Arbeitsspeicher, bei den hier installierten 32GB also zusammen 64GB. Auf einer 1TB Festplatte spielt dies keine große Rolle, auf einer 256GB SSD schon.

Der erste Schritt sollte auf jeden Fall sein den Auslagerungsspeicher zu verkleinern, dies wäre die Datei pagefile.sys. Je nach Arbeitsspeicher kann man auf diesen sehr langsamen RAM Ersatz vollständig verzichten, oder zumindest diesen auf 2-4GB begrenzen. Wird die Auslagerungsdatei regelmäßig und viel genutzt, sollte man sich ohnehin mehr Gedanken um mehr RAM machen ;)

Um diese Einstellungen zu verändern, muss man zuerst die den Eintrag System in der Systemsteuerung öffnen. Anschließend hangelt man sich durch die in Screenshots dokumentierten Dialoge.



Hibernate deaktivieren

Der nächste Schritt führt dazu das eine Funktion entfällt: Hibernation. Gemeint ist damit ein Verfahren das auch Suspend to Disk genannt wird. Das Betriebssystem speichert den aktuellen Inhalt des RAMs in der Datei hiberfil.sys und schaltet dann den Computer aus. Beim nächsten Einschalten wird dieses Image geladen und alles geht an der Stelle weiter, wo zuvor unterbrochen wurde.

Einfacher als das Anpassen der SWAP Einstellungen geht das deaktivieren der Hibernation, hierzu muss lediglich in einem Administrator Terminal (cmd.exe mit rechter Maustaste als Administrator ausführen) der Befehl powercfg -h off eingegeben werden.

Bei virtuellen Maschinen ist die Funktion der Hibernation eh äußerst fragwürdig, denn hier kann man den Zustand der Maschine jederzeit von außen einfrieren, ganz ohne Platzverschwendung im Image der virtuellen Maschine.