[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

KNX Plugins

geschrieben von encbladexp am 13.01.2012 22:00:00.

Heute wird ja auch im privaten Wohnungsbau zunehmend mit der sog. Gebäudeautomatisierung gearbeitet, man baut also keine dummen Geräte mehr ein, sondern Geräte die eine gewisse Intelligenz haben, also Geräte welche neue Funktionen nur durch eine Änderung der jeweiligen Software ermöglichen.

Das ganze hat im Zweckbau den Sinn das man mit möglichst wenig Aufwand etwas verändern kann, früher hat man für eine Treppenhausschaltung in der Elektroverteilung etwas ändern müssen, heute stellt man in einem sog. Aktor (vereinfacht gesagt ein programmierbares Relais) einfach den entsprechenden Parameter um.

Im privaten Wohnungsbau werden mit dieser Technik bevorzugt Komfortlösungen realisiert, z.B. ein Zentral-Aus Schalter neben der Ausgangstür, oder die Wetter- und Jahreszeitabhängige künstliche Beschattung von Gebäuden um Energie zu sparen.

Nehmen wir einfach mal an ein Bauherr entscheidet sich 2010 sein Gebäude mit derartiger Technik auszurüsten, er bekommt viele tolle Geräte rein und alles wird miteinander verknüpft:

  • Die Waschmaschine erkennt ob sie beladen wurden, und startet Nachts automatisch den Waschgang.
  • Im Sommer werden Tagsüber die Rolladen automatisch gesenkt um eine unnötige Aufheizung des Gebäudes zu vermeiden, im Winter wird automatisch die Rollade aufgefahren um die Wärme der Sonne zur Unterstützung der Heizung zu nutzen.
  • Jeder Raum hat einen Raumtemperaturregler welcher verschiedene Temperaturen in Abhängigkeit von Benutzerspezifischen Parametern ansteuert, auch dies dient dem Komfort vor allem aber dem Sparen von (teurer) Energie.
Das ganze funktioniert auch, der Bauherr ist zufrieden, er spart Energie und die Frau hat Funktionen die in der alten Mietwohnung nicht vorhanden waren.

2020 hat die Familie Nachwuchs bekommen, die Tochter hat durch eine Verkettung mehr oder weniger gewollter Umstände ein Kind bekommen, der Freund der Tochter möchte auch mit ins Haus... Es verändert sich alles, die Räume werden anders genutzt, das ganze Haus muss jetzt auch Kleinkindertauglich gemacht werden usw...

Da man ja EIB / KNX im Haus hat ist dies alles kein Problem, ein Anruf bei der zuständiges Elektrofachkraft und schon kommt eine nette Person vorbei welche für Geld die gewünschten Änderungen an der Steuerung vornimmt. Doch damit fangen die Probleme der tollen Lösung an: Viele der modernen Geräte aus 2010 haben sog. Plugins benötigt, welche in die Programmiersoftware ETS eingebunden werden und auch sonst recht viel Sachen im Betriebssystem installieren. Die alte Steuerung wurde auch 2010 noch mit Windows XP programmiert, der Anbieter der Hardware hat ja versprochen das er auch für alte Produkte ein Update auf Windows 7 64-Bit und ETS4 (statt 3) anbieten wird.

Im Jahr 2020 hat aber (hoffentlich) niemand mehr Windows XP 32-Bit im Einsatz, noch dazu benötigen die alten Plugins zwingend das Microsoft .Net Framework 1.1 für welches es schon seit 2013 keinen Support mehr gibt, und welches sich auf dem neuen Notebook mit Windows 10 64-Bit nicht mehr installieren lässt.

Hat man nur 1-2 derartige Geräte die Plugins benötigen kann man die gegen einen gewissen Geldbetrag noch austauschen, hat man aber Geräte von z.b. Busch & Jäger gekauft welche sogar für viele Lichtschalter schon diese tollen Plugins benötigen kann man mal eben die komplette Installation austauschen, das gute: Die Kabel können so liegen bleiben und auch passive Komponenten wie Spannungsversorgung, Linienkoppler und Programmierschnittstelle können weiter genutzt werden.

Ich persönlich mache derartige Steuerungen / Lösungen nur für den Zweckbau, da ist es nicht so extrem Schlimm wenn ich nach 10 Jahren ~5 Touchpanels a 1500€ austauschen muss weil diese derartige Plugins benötigen. Im Zweckbau erschlage ich auch 90% meiner Anforderungen mit Hardware für die ich keine Plugins brauche, aber im privaten Wohnungsbau dürfte das Gespräch zwischen Bauherr und Elektrofachkraft ähnlich Emotional werden wie eine Diskussion über das Bedingungslose Grundeinkommen.

Daher folgender Richtwert: Vermeide Geräte in der Gebäudeautomatisierung mit EIB / KNX wenn diese Plugins brauchen, und es Alternativen gibt welche die gleichen Anforderungen erfüllen können, das sorgt zum einen für mehr Druck bei den Herstellern die derartigen Müll an Kunden verkaufen möchten, und spart einem im besten Fall in 10 Jahren viel Erklärungsarbeit bei einem Kunden der dafür einfach kein Verständnis hat ;-)

Zusätzlich Gerät, je mehr von einem bestimmten Gerät man verbaut, desto weniger Interesse hat man daran das man für dieses Gerät Plugins braucht!

Goodbye Palm Treo 680

geschrieben von encbladexp am 06.01.2012 21:42:00.

Lange Zeit war ein Palm Treo 680 mein treuer Begleiter, auch nachdem ich den Android Smartphones erlegen bin wollte ich auf dieses tolle Geräte nicht verzichten.

Fast 2 Jahre lang habe ich das gute Stück aber nur noch als Wecker verwendet, einfach deshalb weil der Akku im Flugzeugmodus mehrere Wochen hält und ich eine zusätzliche Software als Wecker käuflich erworben habe, diese hat ein paar nette Features die ich wohl jetzt vermissen werde.

Heute habe ich Festgestellt das jemand seinen alten Treo noch in Verwendung hat, dieser aber schon etwas gelitten hat, was nach vielen Jahren Benutzung auch kein Wunder ist. Der Palm steckt vieles weg, aber irgendwann ist auch bei dem Gerät Schluss.

Da ich seit einigen Jahren schon keine Sachen mehr auf eBay Verkaufe, sondern diese nur noch an Freunde, Bekannte und Kollegen Verschenke geht mein Palm also in gute Hände, an jemanden der diesen besser gebrauchen kann als ich. Und wo er noch die nächsten Jahren zuverlässig seinen Dienst tun kann!

Bevor mein ehemaliger elektronischer Begleiter aber seinen neuen Besitzer begrüßen darf, müssen natürlich noch die darauf enthaltenen Daten gelöscht werden.

Dies ist bei der SD Karte kein großer Aufwand, einfach mit dd überschreiben und dann im Handy neu formatieren (ich bin ja Paranoid, was nicht heißt das mich nicht doch jemand verfolgt). Den internen Gerätespeicher kann man aber nur durch einen bestimmten Vorgang zurücksetzen, was wie folgt funktioniert:

  1. Akku entnehmen
  2. Akku rein, und dann sofort den roten Knopf drücken und halten. Und war so lange bis der 1. Ladebalken durchgelaufen ist, und das Palm Logo wieder von neuem erscheint.
  3. Roten Knopf loslassen
  4. Jetzt sieht man ein Menü, wenn man die Pfeiltasten nach Oben drückt wird das Gerät als seine Daten löschen, drückt man den Pfeil nach unten wird nichts passieren.

Shared Pacman Cache aufräumen lassen

geschrieben von encbladexp am 23.12.2011 14:02:00.

Gerade wenn man etwas mehr Rechner in seinem kleinem (oder auch großem) Netz hat, ist ein Cache für Paketdaten sehr sinnvoll. Es ist nicht zielführend jedes Paket für jeden Rechner immer und immer wieder aus dem Netz zu laden. Denn zum einem wird dadurch natürlich die WAN Anbindung (DSL, ISDN, Modem, Brieftauben) belastet, und auf der anderen Seite spielt natürlich jeder Rechner im Netz Cache für die selben Daten, was Speicherplatz verschwendet (denkt doch auch mal an die Festplattenkrise).

Im sinne der Deduplizierung ist es also ganz sinnvoll diesen Cache in das eigene NAS zu verlegen, das spart Platz und Updates gehen ab dem 2. PC deutlich schneller!

Wie dies eingerichtet wird erklärt das tolle Wiki von Arch Linux in einem Wikiartikel, und wird hier in diesem Blog nicht behandelt.

Was man gerne übersieht, aber auch in diesem Artikel steht ist das man

CleanMethod = KeepCurrent
in seine /etc/pacman.conf zumindest auf dem Server packen sollte. Hat man dies getan kann man über pacman -Sc am Server den kompletten Cache säubern, was ein voll laufen des Dateisystems verhindert.

Ich selbst bin noch ein wenig fauler, und habe mir einen Cronjob erstellt der pacman -Sc --noconfirm einmal pro Monat auf dem Server startet, wozu soll ich mich selbst ums Putzen kümmern wenn es doch Computer gibt ;-)

Cluster SSH

geschrieben von encbladexp am 28.11.2011 18:08:00.

Ein sehr gutes Tool, für die Verwaltung mehrerer Server gleichzeitig ist übrigens Cluster SSH. Ich verwende dieses Tool schon seit ca. 2-3 Jahren zur Verwaltung einiger Server.

Heute ist mir erst aufgefallen wie oft ich dieses Tool eigentlich verwende, zwar nur ca. 1-2 mal pro Woche, dennoch spart es mir massig Zeit wenn mal wieder 15-20 Server mit Updates versorgt werden wollen!

Die Konfiguration ist kein großes Hexenwerk, man legt einfach eine Datei ~/.csshrc an und packt folgendes hinein:

clusters = clustername1 clustername2
clustername1 = rz1srv1 rz1srv2 rz1srv3
clustername2 = rz2srv1 rz2srv2 rz2srv3
ssh_args =
Das war es auch schon, mittels cssh clustername1 kann man sich nun zu allen Servern in diesem Cluster verbinden, man sieht dann pro Server ein eigenes Fenster, und eine Eingabezeile in der man Befehle / Tasten eingeben kann welche an alle Server gleichzeitig gesendet werden sollen.

Da ich meine Benutzernamen und viele weitere SSH Optionen über ~/.ssh/config vorgebe habe ich die Variable ssh_args bewusst auf nichts gesetzt.

Mehr Infos gibt es dazu natürlich in der Manpage!

Bandbreite im Netzwerk bestimmen

geschrieben von encbladexp am 04.11.2011 22:05:00.

Neulich habe ich ja einen Artikel über meine Einführung des WLAN Standards 802.11n verfasst. Kurz danach gab es Fragen mit welchem Tool ich den meine Bandbreiten eigentlich ermittelt habe, den Namen des Tools - iperf - habe ich zwar kurz erwähnt, wie es funktioniert habe ich aber nicht erklärt.

Das möchte ich natürlich mit diesem Artikel nachholen, zuvor muss iperf natürlich installiert werden, was über die Paketverwaltung der Distribution erfolgen sollte. Anschließend muss man sich entscheiden welcher der Rechner im Netzwerk den der Server sein sollte, ich nehme hierbei immer den Router, den die meisten IP Pakete müssen irgendwann an den Router ;-)

Gestartet wird der Server in einem Terminal mit folgendem Befehl:

iperf -s
Mehr ist auf dem Server auch nicht zu machen, jetzt geht es an den Client, was jeder PC im Netz sein kann, in der Regel wird man aber die Bandbreite von einem bestimmten PC messen wollen. Auf dem Client wird iperf wie folgt aufgerufen:
iperf -c server
Der Parameter server muss hierbei natürlich durch den Server ersetzt werden, entweder die IP Adresse oder aber der (auflösbare!!!) Hostname des Servers.

Ein normaler Test, also mit den Standard Parametern dauert pro Aufruf ca. 10 Sekunden und wird sowohl am Client als auch am Server geloggt. Das kann z.B. so aussehen:

------------------------------------------------------------
Client connecting to server, TCP port 5001
TCP window size: 16.0 KByte (default)
------------------------------------------------------------
[  3] local 192.168.1.8 port 59185 connected with 192.168.1.1 port 5001
[ ID] Interval       Transfer     Bandwidth
[  3]  0.0-10.0 sec   810 MBytes   680 Mbits/sec
Hier sieht man das mein installiertes Gigabit LAN ~680 MBit/s bei diesem Test überträgt. Die volle Bruttobandbreite wird man nur selten erreichen, zumindest SOHO-Komponenten wurden nur selten so gebaut das man auch alles bekommt was die Spezifikation verspricht ;-)

Mehr über iperf kann man in der entsprechenden Manpage nachlesen.

Symbolische Verknüpfungen unter Windows

geschrieben von encbladexp am 02.11.2011 16:30:00.

Bei uns im Unternehmen wir von der Firma Hager die Software Tebis Visualisierung verwendet. Mal abgesehen davon das die Usability grausam ist gibt es mir dieser Software auch noch 2-3 lustige Bugs bei denen man sich eigentlich an den Kopf fassen muss.

Heute durfte ich z.B. feststellen das Hager bzw. der Entwickler dieser "tollen" Software, wann immer es möglich ist absolute Pfadangaben verwendet. D.h. man verlinkt in einem Projekt eine Grafik, und diese wird mit dem Absoluten Pfad in einem proprietärem Format verlinkt.

So lange man das Projekt an dem Ort lässt wo es ist gibt es kein Problem, allerdings ist das Projekt nur ein Ordner mit einem Haufen .mdb und anderen Dateien drin, u.a. auch meine schönen Grafiken.

Die Konsequenz ist das beim verschieben des Projektordner von der Visualisierung keine Grafiken mehr gefunden werden, den diese wurden ja unter Verwendung der absoluten Pfadangabe gespeichert. Dieser Pfad passt jetzt aber nicht mehr, und somit kann auch die verlinkte Datei nicht geöffnet werden.

Selbst wenn man das Projekt im Installationsverzeichnis belässt hat man ein Problem sobald man auf dem einen System 64-Bit und auf dem anderen 32-Bit Windows verwendet. Den 32-Bit Windows verwendet für 32-Bit Anwendungen c:\Programme\ während aber ein 64-Bit Windows hierfür C:\Programme (x86)\ verwendet. Den Installationspfad kann man aber nur als Administrator ändern, keine gute Voraussetzung in großen Firmen.

Ich habe mich daher entschieden das Problem mit, auch unter Windows vorhandenen, symbolischen Verknüpfungen (Softlinks) zu lösen.

Folgendes genügt hierzu, man benötigt aber auch hier eine Shell mit Administratorrechten (cmd.exe und dann Als Administrator ausführen):

mklink /d "C:\Program Files\Hager Tehalit\" "C:\Program Files (x86)\Hager Tehalit"
Und schon können auch derart kaputte Programme ihre Daten an dem verlinkten Ort im System finden.

Schöner wäre es wenn die Software entweder relativ auf das Projektverzeichnis verlinkt, oder aber die verlinkten Grafiken direkt importiert und somit der Dateiname keine Rolle mehr spielt.

802.11n

geschrieben von encbladexp am 01.11.2011 21:14:00.

Schon seit einigen Jahren ist ja ein ein Netgear WG602v2 das Zentrum meines WLANs in den eigenen 4 Wänden. Leider macht dieser in letzter Zeit zunehmend Zicken (Packet Loss), so dass er durch ein neues Modell ersetzt werden möchte.

Ich selbst nutze WLAN nur relativ selten (Smartphone, Spielekonsole und ab und an mit dem Netbook) und hatte daher bisher noch keinen Bedarf was 802.11n angeht.

Gleichzeitig aber möchte ich ja die nächsten Jahre vielleicht doch etwas schnelleres, und so wäre die Anschaffung von neuer Hardware die auch nur 802.11g kann nur wenig sinnvoll.

Aus diesem Grund habe ich mich für einen TP-Link TL-WA901ND entschieden, u.a. da dieser den 802.11n Standard mit 300 MBit/s und auch Multi-SSID unterstützt.

An mein kleines Netzwerk war dieser Access Point schön schnell angebunden, so viel gibt es da ja auch nicht zu konfigurieren (ist und bleibt halt ein Access Point). Etwas aufwendiger wird es wenn man die VLAN (802.1q) Features von diesem Access Point nutzen möchte, doch darauf werde ich in einem anderen Artikel eingehen.

Das erste das ich nach der Grundlegenden Inbetriebnahme feststellen musste war leider das keines meiner Geräte im Haus auch den 300 MBit/s Standard nutzen kann, allesamt nur Geräte vorhanden bei denen ab 150 MBit/s Schluss ist.

Um Festzustellen was, in meiner Situation ein Upgrade von 802.11g auf 802.11n bringt habe ich mit dem Netbook und dem alten bzw. neuen Access Point ein paar „Messungen“ gemacht. Diese sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt, da es WLAN ist sind die Messungen eh nicht auf andere Gebäude übertragbar (Shared Medium ist und bleibt ein Shared Medium).

Raum802.11g802.11nSteigerung
Stefan17.565.4273%
Kerstin19.553.1172%
Gästezimmer24.385.3251%
Bad Oben24.280.5232%
Bügelzimmer9.123.8161%
Eltern17.647.5169%
Wohnzimmer23.384.5262%
Bad Unten22.549.1118%
Speiß12.924.186%
Küche4.312.8197%
Esszimmer0.42.3475%
Büro7.49.325%

Alle Angaben (in der Spalte welche mit dem WLAN Standard beschriftet ist) sind die Nettobandbreiten in MBit/s, welche in mehreren Durchläufen mit iperf gemessen wurden.

Im Durchschnitt hat der neue WLAN Standard als in meinen eigenen 4 Wänden ca. 200% mehr Datendurchsatz erreicht als der alte WLAN Standard. Zu beachten ist natürlich das eine derartige „Messung“ genau genommen nur eine sehr grobe Schätzung ist, auf einem anderen Endgeräte kann dies schon wieder ganz anders aussehen.

Unbestritten bleibt aber das der neue WLAN Standard einiges an Leistung bringt, von den 100 MBit/s einer Fast Ethernet Verbindung ist man dennoch in großen Teilen der Wohnung weit weg.

Kompression...

geschrieben von encbladexp am 22.10.2011 11:05:00.

Ich finde es immer wieder erstaunlich das auch 2011 noch viele Programme, Treiber & Co mit ZIP komprimiert werden. Der einzige Vorteil den dieses Format hat, das man es überall öffnen kann (kleinster gemeinsamer Nenner). Abgesehen davon wird nämlich nur Platz verschwendet, und natürlich die Downloadzeit verlängert!

Ich selbst packe ja für viele Leute meine Sachen immer mit 7-Zip unter Verwendung des 7z Formats, gerne baue ich hier auch Archive die sich selbst auspacken können (SFX, Selbstextrahierende Archive), so dass niemand auf dieses schöne Programm angewiesen ist. In einer reinen Linux Umgebung bin ich mittlerweile zu .tar.xz übergegangen.

Das ganze ist mir heute beim Intel Grafiktreiber aufgefallen, den dieser hat im ZIP Format 84,9 MByte, und unter Verwendung von 7z nur noch 37,6 MByte. Also ein gutes Stück weniger als die Hälfte der Größe! Und so lange nicht jeder eine 100 MBit/s FTTH Anbindung in den eigenen 4 Wänden hat, wäre es denke ich doch ganz sinnvoll auf eine gute Kompression zu setzen ;-)

TaskWarrior SSH Tuning

geschrieben von encbladexp am 17.10.2011 19:15:00.

Taskwarrior ist ja in der Lage über verschiedene Protokolle (SSH, rsync, ...) die Aufgaben abzugleichen. Ich verwende hierfür mein Lieblingsprotokoll, welches natürlich SSH ist.

Leider hat mich mein Internet Service Provider, die Bundesregierung und noch einige andere Organisationen nicht sonderlich lieb, und deshalb habe ich nur relativ wenig Bandbreite.

Dennoch möchte ich in der Firma, auf dem Server und auch am Desktop die gleichen Aufgaben haben. Ein reiner Online Zugang (einfach nur SSH zum Server) ist in der Firma ja nicht möglich, und auch sonst ist ein Offline Zugang sehr praktisch.

Aus diesem Grund darf Taskwarrior bei mir direkt mit dem Server abgleichen, von da aus hol ich das an alle möglichen (oder nötigen) Clients. Mit der Zeit wird aber die ~/.task/undo.data zunehmen größer, und genau diese ist ja für das Abgleichen mit task merge zwingend erforderlich.

Für diese Anwendung hilft daher die gute alte Kompression von SSH, welche in der Datei ~/.ssh/config wie folgt für den Zielrechner aktiviert werden kann:

Host yourhostname
 Compression yes
 ...

Optimal wäre natürlich eine Lösung bei der nur Taskwarrior die Kompression verwendet, aber mit dieser Überganglösung bis taskd kommt kann ich auch Leben. Die Nachteile der SSH Kompression stehen übrigens in der Manpage von SSH, ich werde also nicht darauf eingehen ;-)

Wenn die undo.data etwas länger wird sollte man diese aber ab und an kürzen, ein zuvor angelegtes Backup schützt nicht nur in diesem Fall vor Problemen.

Ubucon 2011

geschrieben von encbladexp am 14.10.2011 07:24:00.

Auch dieses Jahr gibt es ja wieder eine Ubucon welche ich natürlich wieder besuchen werden, auch wenn ich schon seit einiger Zeit kein Ubuntu mehr verwende. Wie auch letztes Jahr ist die Ubucon auch dieses Jahr in Leipzig an der Universität.

Übernachten werde ich zusammen mit meiner bezaubernden Freundin wieder im MotelOne, welches nur ca. 5 Minuten Fußweg von der Uni und damit der Ubucon entfernt ist.

Dieses Jahr stehen folgende Vorträge auf der Roadmap:

  • Samstag 09:00: Taskwarrior - Aufgabenverwaltung für die Shell
  • Samstag 14:00: Fragestunde für Serverthemen
  • Samstag 18:00: Serverkrams von Ubuntuusers & Co
  • Sonntag 10:00: LaTeX - Tipps & Tricks
Serverkrams ... ist dabei kein öffentlicher Vortrag, sondern eine interne Diskussion des Adminteams. Durch den ungünstigen Termin kann ich leider nicht am Keysigning Teilnehmen, ich nehme aber trotzdem ein paar Zettel mit meiner Key-ID mit, auch für CACert vergebe ich wieder Punkte wenn sich jemand bei mir meldet.

Taskwarrior verwende ich schon seit längerer Zeit, aber man lernt ja bekanntlich nie aus, und vielleicht zeigt Dirk ja noch ein paar Tricks die ich so noch nicht kannte.