Golem berichtet das Vodafone mit dem Zukauf Kabel Deutschland den Videodienst Netflix unterstützen möchte. Ich finde es großartig das ein Provider erkannt hat, das seine Dienstleistung primär im Transport von IP Paketen besteht, allerdings heiligt der Zweck noch lange nicht die Mittel.

Qualitätsklassen

So schreibt Golem:

Der Chef von Kabel Deutschland würde gerne Qualitätsklassen anbieten, bei der die Daten von Firmen wie Netflix gegen Zahlung besser behandelt werden.

Was Qualitätsklassen sind, ist vor allem Telekom Kunden bekannt, dort ruckelt seit Jahren YouTube weil Google nicht dazu bereit ist, dem ehemaligen Monopolisten Geld in den Rachen zu werfen. Natürlich steht es jedem frei, genug Geld vorausgesetzt, sich in eine derartige Qualitätsklasse einzukaufen. Alle anderen dürfen sich den Rest der noch verfügbaren Bandbreite teilen. Das Google aber den anfallenden Traffic schon bei seinem Provider bezahlt hat wird von Providern wie der Telekom oder Kabel Deutschland (Vodafone) wissentlich ignoriert.

Alternative

Die Alternative zu Qualitätsklassen wäre vor allem ein zukunftsorientierter Netzausbau mit entsprechender Bandbreite und akzeptablen Tarifen. Die Menschen möchten nicht mehr die zusätzlichen Dienstleistungen des Providers, sondern einen ungefilterten, schnellen und günstigen Zugang zum Internet.

So lange Netzneutralität nicht in Gesetzen verankert ist werden Provider immer wieder Versuchen zusätzliche Einnahmen durch schlechten Service zu generieren. Die Nachteile hat der Kunde, denn nur Dienstleistungen, welche sich der eigene Provider noch mal vergolden lässt, können in akzeptabler Geschwindigkeit oder Qualität genutzt werden.