[ENC]BladeXP's Blog

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Mit Windows XP von VirtualBox nach KVM

geschrieben von encbladexp am 22.08.2010 15:07:00.

Lange Zeit habe ich VirtualBox als Virtualisierung, auch gerne auf Servern, verwendet. Dies hatte vor allem den Grund das VirtualBox schon 2007/2008 viele Funktionen hatte die ich bei KVM noch vermisst habe. Insbesondere libvirt steckte damals ja noch in den Kinderschuhen.

Das hat sich meiner Meinung nach deutlich verbessert, gleichzeitig versuche ich Aufgrund der aktuellen Ereignisse Oracle Produkte wenn möglich und sinnvoll zu vermeiden.

Aktuell verwende ich auf meinen Server noch Debian Lenny, welches leider ein KVM verwendet das mir viel zu alt ist. Gut das es in den Backports schon wesentlich neuere KVM Versionen gibt!

Da die Installation natürlich 1:1 in vielen Wikis erklärt wird gehe ich darauf nicht weiter ein, stattdessen hier noch ein Tipp wie man Windows Gäste von VirtualBox auf KVM portiert.

Zuerst sollte man alle Snapshots löschen und auch die VirtualBox Gasterweiterungen deinstallieren, ein Backup sollte ohnehin immer erstellt werden bevor man "mal eben" die Virtualisierung austauscht.

Der nächste Schrift ist eine Konvertierung der virtuellen Platte, welches mit diesem Befehl erledigt werden kann:

VBoxManage clonehd --format RAW datei-alt.vdi datei-neu.img
Man sollte dabei beachten das eine 40GB große Platten dann auch wirklich 40GB an Platz benötigt und das VirtualBox für diese Konvertierung einiges an Zeit benötigen kann.

Der erste Start mit KVM funktioniert mit dieser Platte dann erstmal prima, aber man sollte unbedingt noch folgende Keys in der Registry vom Windows auf 4 stellen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Processor\Start
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Intelppm\Start
Den zweiten Key gibt es nicht auf jedem System. Nach einem reboot und der erneuten Produktaktivierung sollte nun alles wieder wie gewohnt funktionieren.

Was KVM noch fehlt...

geschrieben von encbladexp am 15.08.2009 15:05:00.

Im laufe der Woche habe ich geprüft ob eine Umstellung von VirtualBox auf KVM für mich Sinn macht.

Was ich am meisten (noch) an KVM vermisse ist Transparentes Networking. So wie es VirtualBox jetzt auch kann, und VMWare es schon ewig tut. Natürlich kann man eine Bridge aufbauen, doch das ist umständlich und muss eigentlich auch garnicht sein!

Dank Virt-Manager gibt es zumindest schon mal eine gute UI für KVM. Dadurch wird die Sache nach und nach wirklich interessant. Das war ja vor einiger Zeit noch ein großes Problem, den KVM auf der Shell macht eher wenig Spaß. Vor allem da es ja eine Vielzahl von Parameter gibt!

An Virt-Manager fehlt aber (noch) der USB Support. Was auf Servern z.B. für USB Dongles für diverse Software ganz praktisch wäre.

Ich denke KVM wird in ca. einem Jahr auch für mich eine Alternative zu Virtualbox sein. In vielen Punkten ist KVM dank Virt-Manager jetzt schon VirtualBox vorraus.