[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Einträge in der Kategorie „Ubuntu”

pyNeighborhood 0.5.0

geschrieben von encbladexp am 14.02.2009 17:45:00.

So, endlich habe ich es mal geschafft pyNeighborhood in der Version 0.5.0 zu veröffentlichen!

pyNeighborhood ist ein Tool ähnlich der Netzwerkumgebung von Windows, es gibt bei Ubuntuusers dazu auch einen Wiki Artikel der das ganz gut erklärt (wobei der Wiki-Artikel noch für die alte Version 0.4 ist!).

Für Ubuntu Anwender habe ich hier ein PPA erstellt, alle anderen müssen das Quellpaket von Sourceforge runterladen.

Installation

Das Quellpaket kann wie folgt installiert werden:

sudo apt-get install python-glade2 gettext
tar xjvf pyneighborhood-0.5.0.tar.bz
cd pyneighborhood-0.5.0
sudo python setup.py install
cd po
sudo make install
auf einem Ubuntu System macht dies aber nicht wirklich Sinn (außer man hat noch Gutsy und älter, welche nicht durch mein PPA bedient werden!).

Start

Starten kann man pyNeighborhood am einfachsten über das GNOME Menü, oder auf dem Terminal mit:

pyNeighborhood

Zarafa Installation unter Ubuntu 8.04

geschrieben von encbladexp am 08.01.2009 12:07:00.

Heute habe ich mal die Groupware Zarafa auf einem Ubuntu 8.04 (Hardy Heron) installiert.

Vorbereitungen

Folgende Pakte müssen für Zarafa installiert sein:

  • mysql-server
  • mysql-client
  • postfix (es geht auch jeder andere MTA der den Namen verdient)
  • apache2
  • libapache2-mod-php5 (Alternativ auch jede andere Methode das PHP5 läuft, wie z.B. suPHP)
  • php5-mysql

Ich gehe davon aus das man weis wie man diese Pakete konfiguriert! Es muss aber in der php.ini die Option magic_quotes_gpc auf Off gestellt werden, sonst wird Zafara nicht funktionieren.

Es ist übrigens nicht notwendig einen eigenen IMAP oder POP3 Server zu installieren, diesen bringt Zarafa mit, es ist aber darauf zu achten das die dafür nötigen TCP Ports nicht schon anderweitig belegt sind!

Zarafa Installation

Unter http://www.zarafaserver.de/serial_request kann man eine Testlizenz für 30 Tage beantragen, anschließend beginnt automatisch der Download.

Zur Installation selbst benötigt man den Key den man per E-Mail innerhalb weniger Minuten erhalten wird unbedingt da man die Installation ohne diesen nicht fortführen kann!

Nun kann man die heruntergeladene Datei in ein beliebiges Verzeichnis entpacken und via

sudo ./install.sh

die Installation starten. Der Assistent ist Selbsterklärend, die Fragen können in der Regel mit einem Enter bestätigt werden da die Standards sehr sinnvoll gesetzt sind.

Benutzer anlegen

Damit man mit Zarafa wirklich arbeiten kann muss natürlich noch ein Benutzer angelegt werden, dies geht wie folgt:

zarafa-admin -c benutzername -f "Name, Vorname" -e "mail@deinedomain.com" -P

Fertig

Das wars dann eigentlich auch schon, via http://server/webaccess kommt man auf seine Zarafa Installation!

Firefox Datenbanken komprimieren

geschrieben von encbladexp am 06.01.2009 19:23:00.

Seit einiger Zeit nimmt Firefox ja für mehr und mehr Sachen sog. SQLite Datebanken. Diese sind zwar recht praktisch, werden aber mit der Zeit doch recht groß, und der Firefox natürlich dadurch relativ lahm.

Jemand vom Ubuntuusers Webteam hat mir daher folgenden Tip gegeben:

for f in ~/.mozilla/firefox/*/*.sqlite; do sqlite3 $f 'VACUUM;'; done

Der Befehl sorgt dafür das SQLite die Datenbanken von Sachen befreit die schon längt gelöscht wurden, wie viele andere Dateibasirende Datenbanken gibt auch SQLite seinen schon belegten Speicher nicht einfach so frei. Erst durch VACUUM wird das erledigt, welches Firefox dummerweise nicht selbst macht.

Zuvor sollte Firefox unbedingt beendet werden!

Das hat mir bei meinem Firefox ca. 30 MByte mehr freien Platz gebracht, und natürlich hakt Firefox nichtmehr so sehr wenn man mal in der History rumwühlt.

Evolution: Fehler bei Ordner wird gesäubert

geschrieben von encbladexp am 13.12.2008 16:34:00.

Heute habe ich folgendes Bemerkt als ich Userdaten von einer Ubuntu Gutsy Installation unter Intrepid wiederherstellt habe. Und zwar bekommt man in Evolution wenn man STRG+E (Dieser Shortcut steht für Ordner Säubern) drückt die Fehlermeldung:

  Fehler bei Ordner wird gesäubert.
  Zusammenfassung und Ordner stimmen nicht überein, sogar nach einer Synchronisierung

Im Internet wird oft geraten doch einfach alles aus dem Posteingang in einen neuen Ordner zu sichern und dann den Posteingang zu löschen. Das ist natürlich sehr umständlich, gerade wenn man doch ein paar mehr Ordner hat. Wenn man unter ~/.evolution/mail/local/ schaut findet man dort etliche Dateien. Und zwar für jeden Mailordner eine Datei die so heist wie der Ordner selbst. Dann gibt es für jede Dieser Dateien noch einen Ordner mit dem Namen Ordnername.sbd und dann noch diverse Dateien wie z.B. Ordnername.ev-summary.

Man sollte natürlich vor dem Bearbeiten der Ordnerstruktur den Evolution Data Server mit evolution --force-shutdown beenden! Desweiteren sollte man vor jeder Änderung an der Ordnerstruktur von Evolution ein Backup machen!!!

Man sollte für jeden Unterordner ab ~/.evolution/mail/local/ das hier machen:

rm *.ibex* *.cmeta *.ev-summary*

Dadurch werden die Ordnermetadaten gelöscht, Evolution kümmert sich beim nächsten Start darum das alles wieder passt. Nun wird auch STRG+E wieder funktionieren.

Hochzeit: Squid 3 und Active Directory

geschrieben von encbladexp am 24.11.2008 17:16:00.

Nein, ich heirate nicht. Aber ich habe Squid 3 erfolgreich mit einem Active Directory verkuppelt.

Vorbereitungen

Unter Windows muss folgendes erledigt sein:

  • Proxy Server muss im Microsoft DNS Dienst bekannt sein
  • Proxy Server muss als "Trusted Host" im AD angelegt sein

Der Proxy Server sollte entweder eine "richtige" statische IP, oder auch eine Reservierung via DHCP haben. Auch muss die Uhrzeit mit NTP Synchron gehalten werden, den Kerberos ist sehr pingelig was das angeht!

Auf der Linux Seite benötigt man natürlich den root-Account, oder ähnliche Rechte (sudo usw...). Alle nachfolgenden Befehl müssen als root eingegeben werden!

Proxy Server

Auf dem Proxy Server selbst braucht man folgende Pakete:

  • krb5-user
  • squid3
  • winbind

Kerberos Setup

Die Kerberos Konfigurationsdatei (/etc/krb5.conf) sollte so aussehen:

[libdefaults]
 default_realm = DOMAIN
[realms]
 DOMAIN = {
  kdc = 192.168.1.1
  admin_server = 192.168.1.1
 }
[domain_realm]
.domain = DOMAIN
[appdefaults]
pam = {
 ticket_lifetime = 1d
 renew_lifetime = 1d
 forwardable = true
 proxiable = false
 retain_after_close = false
 minimum_uid = 1
}

In meinem Fall war DOMAIN der Domänenname und 192.168.1.1 dessen IP-Adresse. Es ist natürlich wichtig das man dafür eine Funktionierende Namensauflösung hat, Optimal ist es wenn man dafür den DNS Server vom AD nimmt. Da sollte ja ohnehin alles drin sein was man braucht.

Natürlich ist für das Kerberos Setup ein Test nicht schlecht:

kinit user@DOMAIN

Man wird nun nach dem Passwort für den AD-User user gefragt. Wenn alles geklappt hat bekommt man von klist folgende Ausgabe:

Ticket cache: FILE:/tmp/krb5cc_0
Default principal: user@DOMAIN

Valid starting    Expires           Service principal
11/26/08 20:57:19 11/27/08 06:57:20 krbtgt/DOMAIN@DOMAIN
        renew until 11/27/08 20:57:19

Kerberos 4 ticket cache: /tmp/tkt0
klist: You have no tickets cached

So sieht man das man erfolgreich ein TGT (eine Art "Chef-Ticket") bekommen hat, mit diesem könnte man dann Ticket für einzelne Dienste anfordern, was uns aber jetzt nicht weiter interessiert.

Samba / Winbindd Setup

Nachdem jetzt Kerberos läuft, können wir an den nächsten Schritt gehen: Samba (genauer Winbind) will jetzt Domänenmitglied werden, und das geht mit so einer /etc/samba/smb.conf:

[global]
workgroup = DOMAIN
realm = DOMAIN
password server = HOSTNAME.DOMAIN
security = ADS
winbind refresh tickets = yes
idmap uid = 10000-20000
idmap gid = 10000-20000
winbind enum users = yes
winbind enum groups = yes
winbind cache time = 10
winbind use default domain = yes

password server muss der DNS Name vom AD Server sein. Der Rest dürfte selbsterklärend sein. Nun kann man der Domäne beitreten:

net ads join -U user@DOMAIN

Dannach kann man den winbindd starten, was wie gewohnt über

/etc/init.d/winbbind start

geht. Ob dies funktioniert hat kann man mit wbinfo -t prüfen:

checking the trust secret via RPC calls succeeded

Dann kann man auch noch die Gruppen im AD anzeigen lassen, dies geht mit wbinfo -g:

gruppe1
gruppe2
gruppe3
usw...

Damit Squid (genauer ntlm_auth) auch was mit Winbind Anfangen kann muss das Verzeichnis /var/run/samba/winbindd_privileged der Gruppe windbind_priv gehören, und von dieser Lesbar sein.

Squid Setup

Jetzt kommt der letzte Schritt, und zwar die Anpassung der /etc/squid3/squid.conf, hier gehört folgendes noch mit rein:

auth_param ntlm program /usr/bin/ntlm_auth --require-membership-of=DOMAIN\\GRUPPE --helper-protocol=squid-2.5-ntlmssp
auth_param ntlm children 10
auth_param basic program /usr/bin/ntlm_auth --require-membership-of=DOMAIN\\GRUPPE --helper-protocol=squid-2.5-basic
auth_param basic children 5
auth_param basic realm Domain Proxy Server
auth_param basic credentialsttl 2 hours
auth_param basic casesensitive off
authenticate_cache_garbage_interval 10 seconds
authenticate_ttl 0 seconds
acl AuthorizedUsers proxy_auth REQUIRED
http_access allow all AuthorizedUsers

Von dem Parameter cache_effective_user bzw. cache_effective_group sollte man die Finger lassen (die Zeile sollte also ein Kommentarzeichen am Anfang haben), da sonst ntlm_auth nicht mit den nötigen Rechten läuft.

Es ist wichtig das der User proxy auch in der Gruppe winbindd_priv ist:

sudo adduser proxy winbindd_priv

Mit diesen Einträgen erreicht man das SSO bevorzugt wird, jedoch auch noch der alte Benutzername/Passwort Dialog möglich ist. Dies ist vor allem dann sinnvoll wenn man nicht nur NTLM fähige Clients hat. Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich eingestellt das nur Mitglieder der AD Gruppe GRUPPE das Recht haben ins Internet zu gehen, was gerade in großen Firmen gewünscht wird.

Jetzt kann man mit /etc/init.d/squid3 start den Squid Proxy starten, und kann einen Test unter Windows machen (z.b. mit dem Internet Explorer). Das der Proxy Server auch schön auf den Clients eingetragen wird, davon gehe ich jetzt einfach mal aus.

SVN und Apache

geschrieben von encbladexp am 09.11.2008 18:35:00.

SVN über Apache 2 auf einem Debian oder Ubuntu System einzurichten ist kein großer Akt. Aber dafür gibt es schon massig schlechte Anleitungen, u.a. von Leuten die noch nie was vom Debian-Way gehört haben. Da wird kein a2enmod oder so modernes Zeug empfohlen, nein da wird noch schön an der /etc/apache2/httpd.conf rumeditiert.

Einfacher, und vor allem schneller geht es natürlich wenn man diesen (oder einen ähnlichen) weg befolgt.

Installation

Ich geh mal davon aus das der Apache Webserver schon installiert und für den "normalen" Betrieb Konfiguriert wurde. Nun fehlen nur noch die Pakete:

  • libapache2-svn
  • subversion

Vorbereitungen

Meine Repositories liegen unter /var/lib/svn, was auch sehr sinnvoll ist. Auf zusätzliche Verzeichnisse unterhalb vom /-Dateisystem sollte man absehen, den dies werden gerne mal bei Backups vergessen, und sich auch nicht gerade FHS Konform.

Der erste Schritt besteht also darin dieses Verzeichnis anzulegen (Debian Anwender sollten wenn sie eh schon root sind einfach das sudo weglassen):

sudo mkdir /var/lib/svn

Wichtig sind noch die Dateirechte (und Eigentümer!!!) für dieses Verzeichnis, den der Apache Webserver muss darauf sowohl lesen als auch schreiben dürfen. Dies stelle ich mit folgendem Befehl sicher:

sudo chown -R www-data:www-data /var/lib/svn

Natürlich muss man das immer machen wenn man in diesem Verzeichniss was verändert (Ausnahme ist natürlich es wurden durch den Webserver geändert, oder mit dem Pseudouser www-data), da sonst ggf. der Dateieigentümer nicht mehr passt!

Konfiguration

Jetzt geht es an die Konfiguration vom Apache.

Notwendige Module

Nachfolgende Module Apache Module sind nötig damit das ganze auch funktioniert:

auth_basic
authz_default
authn_file
authz_host
authz_user
dav
dav_svn

Dies sollte man einfach mit a2enmod machen. In der Regel sind all diese Module aber schon nach der Installation geladen!

Virtual Host Konfiguration

Nun geht es (in meinem Fall) an die Datei /etc/apache2/sites-available/svn, dies ist der Virtual Host für meine SVN Subdomain:

<VirtualHost *>
        ServerName svn.example.com
        ServerAdmin admin@example.com
        <Location />
         DAV svn
         SVNParentPath /var/lib/svn
         AuthType Basic
         AuthName "Subversion Repository Access"
         AuthUserFile /etc/apache2/svn.htpasswd
         <LimitExcept GET PROPFIND OPTIONS REPORT>
          Require valid-user
         </LimitExcept>
        </Location>
        ErrorLog /var/log/apache2/error.log
        LogLevel warn
        CustomLog /var/log/apache2/access.log combined
        ServerSignature On
</VirtualHost>

Diese Virtual Host kann man nun mit a2ensite svn aktivieren.

Benutzerverwaltung

Natürlich muss man noch die in der Virtual Host Konfiguration angegeben htpasswd Datei anlegen und mit Benutzern füllen:

sudo htpasswd -c /etc/apache2/svn.htpasswd benutzer
sudo chown www-data:www-data /etc/apache2/svn.htpasswd

Weiter Benutzer kann man ebenfalls mit htpasswd anlegen:

sudo htpasswd /etc/apache2/svn.htpasswd neuerbenutzer

Nun kann der Apache Webserver neu gestartet werden:

sudo /etc/init.d/apache2 force-reload

Repositories

Das bringt natürlich alles noch nichts ohne irgendwelche Repositories zu haben. Das Anlegen eines Repositories geht wie gewohnt über:

sudo -i
sudo -u www-data svnadmin create /var/lib/svn/dasisteinrepo
exit

Hat man schon ein anderes Repository, welches man bisher z.b. über file: genutzt hat kann man hiermit

svnadmin dump file:///pfad/zum/repository | gzip --best > svn.dump.gz

einen Dump vom alten Repository erzeugen, und mit

zcat svn.dump.gz | svnadmin load file:///var/lib/svn/dasisteinrepo

in das neue Repository laden. Hier bitte wieder daran denken das die Dateirechte noch passen!

Mit diesem Repository kann man wie mit jedem anderen Arbeiten, nur das man jetzt über http darauf zugreift, ein Checkout würde z.B. jetzt so aussehen:

svn co http://svn.example.com/dasisteinrepo

Sobald man versucht was am Repository zu ändern bekommt man eine Aufforderung wegen Benutzer & Passwort. Hat man keine Zugangsdaten kann man nur Auschecken.

Sicherheit

Es gibt zu dieser Konstellation aber noch ein paar Punkte bezüglich der Sicherheit:

  • Jeder Benutzer (valid-user) kann jedes Repository bearbeiten » Abhilfe schafft hier die Dokumentation vom Apache, in dem man z.b. Gruppen usw. anlegt.
  • Die Übertragung ist nicht Verschlüsselt, und daher für tcpdump usw.. kein Problem! Es ist sinnvoll bei wichtigen Sachen auf HTTPS auszuweichen!

IPv6

geschrieben von encbladexp am 02.11.2008 20:09:00.

Wer kennt es noch nicht, das sagenumwogene IPv6. Alles soll damit besser, schneller und sicherer gehen. Andere behaupten das man es nie brauchen wird das es ja CIDR gibt. Da meiner Meinung nach IPv6 über kurz oder lang eh kommt starte ich jetzt schon, bevor es T-Online schafft, IPv6 bei mir zu Hause!

Natürlich macht es nicht unbedingt Sinn zu irgendwelchen 0,3% auf der Welt zu gehören, aber sich schon heute mit Technik von Morgen zu befassen kann kein Fehler sein.

IPv6 ohne IPv6

Leider gibt es heute kaum ISP's die IPv6 Nativ anbieten. Daher habe ich mir bei SixXS einen Account besorgt. Das ganze dauert ca. 1 Tag, und läuft relativ einfach ab. Die Weboberfläche von SixXS ist sehr übersichtlich gehalten, und das Anmelden von Onlinedienste dürfte auch jeder auf die Reihe bringen.

Wenn das erledigt ist sollte man im Webinterface gleich noch einen IPv6 Tunnel beantragen, den ohne einen solchen geht garnix. Was man noch beachten muss ist das man bei SixXS alles bezahlen muss, aber nicht mit Geld sondern mit Credits. Es ist daher sinnvoll sich Gedanken zu machen bevor man einfach irgendwas beantragt.

Da ich IPv6 direkt auf meinen Flepo laufen lasse kommt natürlich nur "Heartbeat" als Typ in Frage, wer hinter einer Firewall/NAT sitzt darf auch gerne AYIYA verwenden.

aiccu einrichten

Die Einrichtung geht dank debconf beim installieren von dem Paket aiccu automatisch, alle relevanten Daten werden schön der Reihe nach abgefragt.

Hat man dies hinter sich sollte schon ein Tunnel laufen:

sixxs     Link encap:IPv6-in-IPv4  
          inet6 addr: DEINEIPV6::2/64 Scope:Global
          inet6 addr: fe80::c0a8:10a/64 Scope:Link
          inet6 addr: fe80::5495:dace/64 Scope:Link
          inet6 addr: fe80::c0a8:201/64 Scope:Link
          UP POINTOPOINT RUNNING NOARP  MTU:1280  Metric:1
          RX packets:149069 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
          TX packets:157669 errors:2041 dropped:0 overruns:0 carrier:2041
          collisions:0 txqueuelen:0 
          RX bytes:17325727 (16.5 MB)  TX bytes:21001712 (20.0 MB)

Wenn das jetzt so oder so ähnlich aussieht, dann sollte auch ein IPv6 Ping auf Google laufen:

stefan@server:~$ ping6 ipv6.google.com
PING ipv6.google.com(2001:4860:0:1001::68) 56 data bytes
64 bytes from 2001:4860:0:1001::68: icmp_seq=1 ttl=59 time=84.7 ms
64 bytes from 2001:4860:0:1001::68: icmp_seq=2 ttl=59 time=86.2 ms
64 bytes from 2001:4860:0:1001::68: icmp_seq=3 ttl=59 time=391 ms
64 bytes from 2001:4860:0:1001::68: icmp_seq=4 ttl=59 time=96.6 ms
64 bytes from 2001:4860:0:1001::68: icmp_seq=5 ttl=59 time=82.5 ms
64 bytes from 2001:4860:0:1001::68: icmp_seq=6 ttl=59 time=90.4 ms
64 bytes from 2001:4860:0:1001::68: icmp_seq=7 ttl=59 time=84.1 ms

--- ipv6.google.com ping statistics ---
7 packets transmitted, 7 received, 0% packet loss, time 6002ms
rtt min/avg/max/mdev = 82.588/130.879/391.295/106.406 ms

Alle anderen IPv6 Dienste könnte man jetzt von diesem Rechner aus auch schon verwenden.

Warten...

Jetzt muss man erstmal warten, und zwar mind. 1 Woche bis man bei SixXS wieder genug Credit hat um ein Subnet beantragen zu können. Dazu muss dieser Tunnel aber natürlich laufen, den man bekommt nur 5 Credits pro Woche wo der Tunnel läuft! Hat man ein Subnet von SixXS erhalten kann man weitermachen:

radvd einrichten

Jetzt geht es aber ans eingemachte, wir richten radvd (Routing Advertisment Daemon) ein, dieser sagt unserem Netwerk welches IPv6 Präfix wir eigentlich haben. Dazu sollte man den Tunnel auf seinen Router verlegen!

Zuerst aktivieren wir mal das Routing von IPv6:

sudo -i
echo "1" > /proc/sys/net/ipv6/conf/default/forwarding

Dann wird für die verwendete (interne) Netzwerkschnittstelle eine IPv6 Adresse über die /etc/network/interfaces vergeben, in dem so ein Eintrag hinzugefügt wird:

iface eth1 inet6 static
 address 2b0c:1a8:f0d:1::
 netmask 48

Nun endlich kommt die Installation des Paketes **radvd** dran, und anschließend gleich die Passende Konfiguration (/etc/radvd.conf):

sudo apt-get install radvd
interface eth1 {
 AdvSendAdvert on;
 MinRtrAdvInterval 3;
 MaxRtrAdvInterval 10;
 prefix IPV6SUBNETPREFIX::/64 {
  AdvOnLink on;
  AdvAutonomous on;
  AdvRouterAddr on;
 };
};

In die radvd.conf muss natürlich das IPv6 Präfix vom Subnet das man beantragt hat, nicht vom Tunnel den man zuvor beantragt hat. Den für den Tunnel den man zuerst beantragt hat gibt es nur eine IP die geroutet wird!

Jetzt noch ein Neustart vom Dienst radvd und alle Rechner im Netzwerk sollten eine IPv6 Adresse bekommen, ganz ohne DHCP :-D

Sicherheit

Achtung: Bei IPv6 ist man nicht durch das NAT eines Routers "Geschützt", das heißt auch das jeder Dienst der auf einer IPv6 Adresse welche Global ist lauscht auch überall aus dem Internet erreichbar ist.

Intrepid Ibex auf dem EEE

geschrieben von encbladexp am 01.11.2008 16:16:00.

Nun ist das neue Ubuntu (Intrepid Ibex, 8.10) ja endlich da. Natürlich wurde es dann auch gleich mal Zeit das auf meinen EEE 701 zu installieren. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht wie sich der Steinbock auf meinem Netbook schlägt.

Zur Installation brauche ich nicht viel sagen, den Desktop Installer verwende ich sowieso nicht, und die Alternate-CD war eh so wie immer.

Kommen wir also gleich zum fertigen System, Screenshots gibt es ja schon mehr als genug im Netz, daher spare ich mir diese jetzt einfach mal ;-)

WLAN

Was nicht gleich am Anfang geht ist (mal wieder) die Atheros WLAN Karte welche Asus verbaut hat. Aber hierfür gibt es eine Prima Lösung indem man das Paket linux-backports-modules-intrepid installiert und im Restricted Manager den madwifi Treiber abschaltet. Das sieht dann so aus: Screenshot

Nach einem Reboot funktioniert nun das WLAN wie gewohnt über den neuen Network Manager, welchen Fedora User eh schon kennen.

Shutdown!

Was auch Probleme macht ist das Herunterfahren, Ubuntu wartet einfach unendlich (bis halt der Akku mal leer ist). Hierfür genügt es folgendes an die Datei /etc/default/halt anzuhängen:

rmmod snd-hda-intel

Abgesehen davon gibt es nicht viel was man noch machen muss, die Kamera läuft problemlos (kann man mit cheese probieren, welches leider nachinstalliert werden muss) und der Sound geht auch Prima.

Das man noch die üblichen Einstellungen unter GNOME (und compiz) treffen muss, damit das auf einem kleinen Bildschirm Spaß macht, ist natürlich logisch.

Fazit

Intrepid macht auf dem 701er EEE einen wesentlich besseren Eindruck als Gutsy oder Hardy. Was aber noch fehlt ist eine Automatische Erkennung solch kleiner Bildschirme, so das GNOME dies berücksichtigt. Auch ist es nervig immer wieder die selben Sachen bei compiz einzustellen (Hopping-Windows-Bug, kein Verschieben mit Alt+LMB). Ich bin aber Optimistisch das die Entwickler auch das noch schaffen! Als nächste werde ich mir mal den "Ubuntu Netbook Remix" ansehen, mal schauen was da noch drauß wird...

LVM Präsentation zur Ubucon 2008

geschrieben von encbladexp am 24.10.2008 17:39:00.

Wie bereits auf der Ubucon versprochen hier meine PDF Präsentation zum Thema Logical Volume Manager als Download. So kann man sich nochmal schön Zeit nehmen das daheim mal in Ruhe zu probieren. Über Feedback dazu an info@stefan-betz.net würde ich mich freuen, da ich ggf. überlege nächstes Jahr auch den ein oder anderen Vortrag auf der Ubucon oder auch ggf. anderen Konferenzen zu halten.

Download

LVM Workshop auf der Ubucon 2008

geschrieben von encbladexp am 23.10.2008 20:12:00.

Auf der Ubucon 2008 halte ich einen Workshop über LVM (Logical Volume Managment). Mehr gibt es eigentlich fast nicht zu sagen. Der Vortrag startet mit einer Grundlagenpräsentation und geht dann direkt in den praktischen Teil über. Am Videobeamer wir natürlich demonstriert wie man ein aktuelles Ubuntu mit dem Alternate Installer (eigentlich Debian Installer) auf einem LVM installiert. Anschließend gibt es noch einen kleinen Administrationsteil!

An Basiscs muss man eigentlich nicht so extrem viel mitbringen, dennoch sollte man von diesem Themen ein wenig Ahnung haben:

  • Klassische Partitionierung
  • Dateisystemhierachie
  • Dateisysteme & Co
  • Konsole verwenden
  • Grundlagen wie Linux funktioniert

Optimal wäre es wenn der ein oder andere auch Hardware dabei hat, den man lernt natürlich wesentlich leichter wenn man es selbst macht!