Goodbye Ubuntu
Seit ca. 2006 habe ich statt Debian lieber Ubuntu auf den Desktops verwendet. Haupgrund war für mich damals, das viele Pakete einfach viel zu alt sind (in Stable versteht sich), oft waren selbst die Versionen von Testing nicht aktuell genug, um meine Wünsche und Anforderungen zu erfüllen.
Anfangs hat mir Ubuntu (bin ja erst seit Dapper dabei, vorher nur ab und an mal einen Blick drauf geworfen) sehr gut gefallen. Es war aktuell genug das auch der (damals neue) nVidia Treiber mit dem X.org richtig laufen wollte, und ich so meinen neuen 22er TFT richtig nutzen konnte. Unter Debian wollte dieser einfach nicht akzeptieren das meine GeForce mehr als 1280x960 kann.
Das letzte große Release von Ubuntu das ich auf vielen Systemen verwende war bisher Hardy Heron (8.04), auch dies lief, nach kleinen Problemen am Anfang, sehr stabil und zuverlässig. Leider sind 2 Jahre auf dem Desktop für ein Ubuntu LTS fast etwas viel. So musste im Laufe der Zeit ein PPA nach dem anderen die Pakete vom System aktualisieren, was natürlich ein dist-upgrade nach 2 Jahren unmöglich machte. Compiz funktionierte nach einem Wechsel der Grafikkarte (GeForce 9500GT auf GeForce 9600GT) auch nichtmehr zuverlässig, Schuld war wohl ein Bug im nVidia Treiber der nur mit alten X.org Versionen auftaucht. Da ich mir mein System nicht totpatchen wollte gab es halt ab da kein Compiz mehr (irgendwie vermisse ich das mittlerweile überhaupt nicht mehr).
So kam Lucid, dies wurde nicht via dist-upgrade auf mein System gebracht sondern mit einem debootstrap in ein neues LV. Leider durfte ich damit (nach weniger als einer Woche) schon wieder mit PPAs beginnen, den z.B. brauche ich eine neuere v4l-dvb Version damit meine DVB-S2 Karte richtig lief. Dann war gajim noch Broken (kein Weltwunder bei dieser Version) und einige andere Sachen liefen auch nicht so wie ich es erwartet habe. Zum Schluss hat GNOME ab und an einfach vergessen Compiz oder Metacity zu starten, was sicherlich an dem Userprofil liegen mag das ich schon seit Debian Woody immer wieder von einer Installation auf die nächste kopiere.
Nun war mir klar das eine Distribution mit Rolling Releases das einzige wäre das meinen Wunsch nach neuen Programmversionen und schnelleren Bugfixes stillen kann.
Hier gibt es, meiner Meinung nach, nur 4 Möglichkeiten:
- LFS
- Gentoo
- Arch
- Debian Sid
Natürlich werde ich noch weiterhin auf Ubuntuusers.de und anderen Plattformen Hilfe für Ubuntu Leisten, dennoch werde ich es in Zukunft nichtmehr auf neuen Systemen verwenden. Auf Servern wird in Zukunft wieder Debian Stable zum Einsatz kommen, auf den Clients in Zukunft Arch. Und nur bei Leuten die weniger IT KnowHow haben wird nach wie vor Ubuntu verwendung finden.





Die CPU hat also die Leistungsfähigkeit von ca. 2 Flepos, welcher aber auch nur einen 500 MHz AMD Geode hat. Klar sind die Werte kein Vergleich zu einem Intel Core 2 Duo, weshalb ich hier auf einen Vergleich verzichte.