[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Einträge in der Kategorie „Linux”

Aus .cue und .bin ein .iso machen…

geschrieben von encbladexp am 29.01.2012 18:12:00.

Da ich aktuell einige alte Spiele für ScummVM aufbereite, bin ich natürlich über diverse Spiele gestolpert die nicht als normales ISO9660 vorliegen, sondern in einem Format das aus 2 Dateien besteht:

  • .cue, eine Textdatei welche wohl die Tracks einer CD beschreibt.
  • .bin, einer Binärdatei welche nichts enthält was nach ISO9660 aussieht.

Der große Bruder Google hat mich dann darauf gebracht das dies wohl ein Format ist welches das ein oder andere Brennprogramm als Image hinterlässt, ich selbst musste mich damit bisher noch nie beschäftigen.

Natürlich hat Google auch verraten wie man aus diesen beiden Dateien ein ISO Image erstellen kann:

bchunk -v dateiname.bin dateiname.cue dateiname.iso
Das Programm bchunk ist übrigens in wohl jeder Linux Distribution enthalten, in meinem Fall (Arch Linux) war es aber nicht installiert.

Das fertige ISO kann man genauso verwenden wie alle anderen ISO Images die man auf dem Rechner hat, aber im Jahr 2012 dürften die wenigsten Anwender noch eine CD verschwenden ;-)

Shared Pacman Cache aufräumen lassen

geschrieben von encbladexp am 23.12.2011 14:02:00.

Gerade wenn man etwas mehr Rechner in seinem kleinem (oder auch großem) Netz hat, ist ein Cache für Paketdaten sehr sinnvoll. Es ist nicht zielführend jedes Paket für jeden Rechner immer und immer wieder aus dem Netz zu laden. Denn zum einem wird dadurch natürlich die WAN Anbindung (DSL, ISDN, Modem, Brieftauben) belastet, und auf der anderen Seite spielt natürlich jeder Rechner im Netz Cache für die selben Daten, was Speicherplatz verschwendet (denkt doch auch mal an die Festplattenkrise).

Im sinne der Deduplizierung ist es also ganz sinnvoll diesen Cache in das eigene NAS zu verlegen, das spart Platz und Updates gehen ab dem 2. PC deutlich schneller!

Wie dies eingerichtet wird erklärt das tolle Wiki von Arch Linux in einem Wikiartikel, und wird hier in diesem Blog nicht behandelt.

Was man gerne übersieht, aber auch in diesem Artikel steht ist das man

CleanMethod = KeepCurrent
in seine /etc/pacman.conf zumindest auf dem Server packen sollte. Hat man dies getan kann man über pacman -Sc am Server den kompletten Cache säubern, was ein voll laufen des Dateisystems verhindert.

Ich selbst bin noch ein wenig fauler, und habe mir einen Cronjob erstellt der pacman -Sc --noconfirm einmal pro Monat auf dem Server startet, wozu soll ich mich selbst ums Putzen kümmern wenn es doch Computer gibt ;-)

Cluster SSH

geschrieben von encbladexp am 28.11.2011 18:08:00.

Ein sehr gutes Tool, für die Verwaltung mehrerer Server gleichzeitig ist übrigens Cluster SSH. Ich verwende dieses Tool schon seit ca. 2-3 Jahren zur Verwaltung einiger Server.

Heute ist mir erst aufgefallen wie oft ich dieses Tool eigentlich verwende, zwar nur ca. 1-2 mal pro Woche, dennoch spart es mir massig Zeit wenn mal wieder 15-20 Server mit Updates versorgt werden wollen!

Die Konfiguration ist kein großes Hexenwerk, man legt einfach eine Datei ~/.csshrc an und packt folgendes hinein:

clusters = clustername1 clustername2
clustername1 = rz1srv1 rz1srv2 rz1srv3
clustername2 = rz2srv1 rz2srv2 rz2srv3
ssh_args =
Das war es auch schon, mittels cssh clustername1 kann man sich nun zu allen Servern in diesem Cluster verbinden, man sieht dann pro Server ein eigenes Fenster, und eine Eingabezeile in der man Befehle / Tasten eingeben kann welche an alle Server gleichzeitig gesendet werden sollen.

Da ich meine Benutzernamen und viele weitere SSH Optionen über ~/.ssh/config vorgebe habe ich die Variable ssh_args bewusst auf nichts gesetzt.

Mehr Infos gibt es dazu natürlich in der Manpage!

Bandbreite im Netzwerk bestimmen

geschrieben von encbladexp am 04.11.2011 22:05:00.

Neulich habe ich ja einen Artikel über meine Einführung des WLAN Standards 802.11n verfasst. Kurz danach gab es Fragen mit welchem Tool ich den meine Bandbreiten eigentlich ermittelt habe, den Namen des Tools - iperf - habe ich zwar kurz erwähnt, wie es funktioniert habe ich aber nicht erklärt.

Das möchte ich natürlich mit diesem Artikel nachholen, zuvor muss iperf natürlich installiert werden, was über die Paketverwaltung der Distribution erfolgen sollte. Anschließend muss man sich entscheiden welcher der Rechner im Netzwerk den der Server sein sollte, ich nehme hierbei immer den Router, den die meisten IP Pakete müssen irgendwann an den Router ;-)

Gestartet wird der Server in einem Terminal mit folgendem Befehl:

iperf -s
Mehr ist auf dem Server auch nicht zu machen, jetzt geht es an den Client, was jeder PC im Netz sein kann, in der Regel wird man aber die Bandbreite von einem bestimmten PC messen wollen. Auf dem Client wird iperf wie folgt aufgerufen:
iperf -c server
Der Parameter server muss hierbei natürlich durch den Server ersetzt werden, entweder die IP Adresse oder aber der (auflösbare!!!) Hostname des Servers.

Ein normaler Test, also mit den Standard Parametern dauert pro Aufruf ca. 10 Sekunden und wird sowohl am Client als auch am Server geloggt. Das kann z.B. so aussehen:

------------------------------------------------------------
Client connecting to server, TCP port 5001
TCP window size: 16.0 KByte (default)
------------------------------------------------------------
[  3] local 192.168.1.8 port 59185 connected with 192.168.1.1 port 5001
[ ID] Interval       Transfer     Bandwidth
[  3]  0.0-10.0 sec   810 MBytes   680 Mbits/sec
Hier sieht man das mein installiertes Gigabit LAN ~680 MBit/s bei diesem Test überträgt. Die volle Bruttobandbreite wird man nur selten erreichen, zumindest SOHO-Komponenten wurden nur selten so gebaut das man auch alles bekommt was die Spezifikation verspricht ;-)

Mehr über iperf kann man in der entsprechenden Manpage nachlesen.

Ubucon 2011

geschrieben von encbladexp am 14.10.2011 07:24:00.

Auch dieses Jahr gibt es ja wieder eine Ubucon welche ich natürlich wieder besuchen werden, auch wenn ich schon seit einiger Zeit kein Ubuntu mehr verwende. Wie auch letztes Jahr ist die Ubucon auch dieses Jahr in Leipzig an der Universität.

Übernachten werde ich zusammen mit meiner bezaubernden Freundin wieder im MotelOne, welches nur ca. 5 Minuten Fußweg von der Uni und damit der Ubucon entfernt ist.

Dieses Jahr stehen folgende Vorträge auf der Roadmap:

  • Samstag 09:00: Taskwarrior - Aufgabenverwaltung für die Shell
  • Samstag 14:00: Fragestunde für Serverthemen
  • Samstag 18:00: Serverkrams von Ubuntuusers & Co
  • Sonntag 10:00: LaTeX - Tipps & Tricks
Serverkrams ... ist dabei kein öffentlicher Vortrag, sondern eine interne Diskussion des Adminteams. Durch den ungünstigen Termin kann ich leider nicht am Keysigning Teilnehmen, ich nehme aber trotzdem ein paar Zettel mit meiner Key-ID mit, auch für CACert vergebe ich wieder Punkte wenn sich jemand bei mir meldet.

Taskwarrior verwende ich schon seit längerer Zeit, aber man lernt ja bekanntlich nie aus, und vielleicht zeigt Dirk ja noch ein paar Tricks die ich so noch nicht kannte.

GDM das Powermanagement abgewöhnen

geschrieben von encbladexp am 07.10.2011 14:08:00.

Seit ein paar Tagen gibt es ja GNOME 3.2, mir ist dabei aufgefallen das der Rechner wenn er im GDM läuft einfach nach 30 Minuten in den Standby geht. Das ist eigentlich eine gute Idee, aber recht doof wenn man den Rechner z.B. für Updates nur via SSH verwendet.

Man kann das Verhalten aber ganz leicht ändern:

  1. xhost +
  2. sudo -u gdm gnome-control-center, und dann dort einfach wie gewohnt unter Leistung Einstellen
  3. xhost -

Natürlich benötigt man hierfür xhost (unter Arch nicht Standardmäßig installiert, unter Ubuntu schon) und einen Benutzer der auch via sudo die Rechte hat den aktiven User zu wechseln um Programme unter einem anderen Benutzer zu starten. Auf den gleichen Weg kann man übrigens auch viele andere Einstellungen des GDM Users ändern ;-)

Icon einer Webapplikation in GNOME 3.2 ändern

geschrieben von encbladexp am 02.10.2011 23:52:00.

Ich selbst habe seit heute GNOME 3.2 (Arch machts möglich) auf meinem Desktop. Aktuell spiele ich etwas mit der neu eingeführten Integration von Webapplikationen.

Was mir allerdings dabei nicht gefällt ist der kleine Ausschnitt welcher als Icon für den Starter verwendet wird. Genau gesagt finde ich den richtig hässlich, den oft ist in der oberen linken Ecke nur selten etwas aussagekräftiges versteckt. Auf der anderen Seite habe ich für Starter generell lieber Tango Icons, es soll ja alles schön einheitlich sein.

Über das Menü kann man das Icon dieser Starter aber nicht verändern, daher folgender weg:

  1. Mit cd ~/.gnome2/epiphany/ in das Konfigurationsverzeichnis von Epiphany wechseln.
  2. Dann mal (z.B. mit ls) schauen welchen Ordner Epiphany für eine bestimmte Webapplikation verwendet hat, in der Regel ist es der Name des Starters klein geschrieben und dann noch eine Art Hash am Ende des Dateinamens.
  3. cd ordnername wechselt nun in den Ordner dieses starters.
  4. Und zum Schluss kann mit ln -f -s /pfad/zum/icon.png app-icon.png das Icon gegen das gewünschte ausgetauscht werden.
Ich verwende bewusst nur einen Link für das Icon, wer möchte kann natürlich auch einfach eine Kopie vom Icon erzeugen.

Das Icon muss im PNG Format vorliegen, und sollte eine Größe von 128x128 Pixeln haben. Wenn man das Icon getauscht hat muss man noch die GNOME Shell neu starten, das geht ganz einfach mit ALT-F2 und dem Befehl restart.

Nachtrag: Man kann das Icon auch in der .desktop Datei im jeweiligen Ordner ändern, das erzielt den gleichen Effekt.

Linux 3.0 und warum ich solche Versionsnummern doof finde

geschrieben von encbladexp am 30.05.2011 16:25:00.

Wie man überall lesen kann, wird ja jetzt an Linux 3.0 gearbeitet. Ich selbst habe ja gehofft das sich Linus das ganze nochmal überlegt und einfach 2.6.41 oder gar 2.8.0 daraus macht. Da wüsste ich wie ich dran bin, aber ne Versionsnummer für so nen Quatsch zu erhöhen steht zwar dem Entwickler zu, es ist ja sein Kind was er nummeriert - Fragwürdig ist diese Politik bei vielen aktuellen Projekten aber trotzdem.

Mozilla macht es ja mittlerweile genauso, statt nur große Änderungen mit einer solchen Nummer zu versehen, bekommt jetzt alles solche tollen Nummern! Und zack schon ist man bei Firefox 6.0 ohne das man sich sonderlich anders fühlt oder was davon hat (außer der tollen großen Nummer).

Ich selbst habe mir für Kernel 3.0 vor allem gewünscht das mal der ganze alte Müll rausfliegt! Sprich: Hardware die älter als 10 Jahre auf keiner neuen Platine mehr zu finden ist, dazu noch Sachen die schon lange Deprecated oder Obsolete markiert sind.

Jetzt haben wir Marketingzahlen auch beim Linux Kernel, toll finde ich das ja nicht gerade :-(

Xencon und Arch Linux

geschrieben von encbladexp am 27.05.2011 19:02:00.

Da ich mit den vServern von Hetzner in letzter Zeit nicht so wirklich zu frieden war, bin ich ja schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem neuen Hoster für meinen kleinen privaten Server im Internet.

Wichtig hierbei ist es mir das es ein deutscher Anbieter ist (ich kaufe generell bevorzugt Produkte aus dem eigenen Land, wenn sinnvoll zumindest) und das dieser Virtualisierung mit Xen, KVM oder auch VMWare macht, da ich gerne meinen eigenen Kernel verwenden möchte.

Durch das freieMagazin bin ich hier auf Xencon getroffen, welche die Server für das Magazin spenden.

Natürlich habe ich auch bei Xencon gleich mal nachgefragt wie es den mit alternativen Distributionen wie Arch Linux aussieht: Sehr geehrter Herr Betz, Arch-Linux hatten wir bislang noch nicht im Angebot, ich habe aber gerade ein entsprechendes CD-Image (archlinux-2010.05-core-dual.iso) bereitgestellt, welches dann auch voraussichtlich im Laufe des Tages für Kunden verfügbar sein wird.

Und genau so stelle ich mir das vor, ein kleiner flexibler Anbieter hat sich bei einigen Sachen schon immer bewährt!

BIOS Update auf einem Asus EEE 1000HE

geschrieben von encbladexp am 20.05.2011 10:51:00.

Meinen Asus EEE 1000HE habe ich ja nun schon etwas länger, und in der Regel versuche ich bei meinen Geräte das BIOS immer so aktuell zu halten wie möglich.

Normalerweise spielt man ja ein BIOS Update nur ein wenn es erforderlich ist, wie z.B. auf meinem Desktop damit dieser was mit 1TB Platten anfangen kann.

Auf dem 1000HE gab es von Asus einige fixes was das Powermanagement der CPU betrifft, was natürlich für mich als Anwender toll ist.

Man muss beim 1000HE aber sehr genau darauf achten wie man das Update macht, den mit einem 4GB USB Stick hat man normalerweise auch ein FAT32 Dateisystem, was der kleine Begleiter nicht für ein Update mag :-/

Daher folgende Tipps, dann klappt es auch mit dem Update:

  1. Anlegen einer Partition die kleiner als 2GB ist
  2. Diese mit FAT16 (ist wichtig!) formatierten
  3. Die ZIP Datei entpacken und die Datei als 1000HE.ROM in das Hauptverzeichnis vom Stick kopieren
Ein FAT16 Dateisystem kann man übrigens hiermit anlegen:
sudo mkdosfs -F 16 -n MeinStick /dev/sdf1
Dannach muss man nur noch den EEE neu starten und beim starten ALT-F2 drücken, den Rest macht das System automatisch. So lange nur Reading... dort steht kann man das Update übrigens jederzeit abbrechen, aber: Sobald da was von Eraseing oder Programming steht hat man zu warten!!! .