[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Einträge in der Kategorie „Hardware”

KNX Plugins

geschrieben von encbladexp am 13.01.2012 22:00:00.

Heute wird ja auch im privaten Wohnungsbau zunehmend mit der sog. Gebäudeautomatisierung gearbeitet, man baut also keine dummen Geräte mehr ein, sondern Geräte die eine gewisse Intelligenz haben, also Geräte welche neue Funktionen nur durch eine Änderung der jeweiligen Software ermöglichen.

Das ganze hat im Zweckbau den Sinn das man mit möglichst wenig Aufwand etwas verändern kann, früher hat man für eine Treppenhausschaltung in der Elektroverteilung etwas ändern müssen, heute stellt man in einem sog. Aktor (vereinfacht gesagt ein programmierbares Relais) einfach den entsprechenden Parameter um.

Im privaten Wohnungsbau werden mit dieser Technik bevorzugt Komfortlösungen realisiert, z.B. ein Zentral-Aus Schalter neben der Ausgangstür, oder die Wetter- und Jahreszeitabhängige künstliche Beschattung von Gebäuden um Energie zu sparen.

Nehmen wir einfach mal an ein Bauherr entscheidet sich 2010 sein Gebäude mit derartiger Technik auszurüsten, er bekommt viele tolle Geräte rein und alles wird miteinander verknüpft:

  • Die Waschmaschine erkennt ob sie beladen wurden, und startet Nachts automatisch den Waschgang.
  • Im Sommer werden Tagsüber die Rolladen automatisch gesenkt um eine unnötige Aufheizung des Gebäudes zu vermeiden, im Winter wird automatisch die Rollade aufgefahren um die Wärme der Sonne zur Unterstützung der Heizung zu nutzen.
  • Jeder Raum hat einen Raumtemperaturregler welcher verschiedene Temperaturen in Abhängigkeit von Benutzerspezifischen Parametern ansteuert, auch dies dient dem Komfort vor allem aber dem Sparen von (teurer) Energie.
Das ganze funktioniert auch, der Bauherr ist zufrieden, er spart Energie und die Frau hat Funktionen die in der alten Mietwohnung nicht vorhanden waren.

2020 hat die Familie Nachwuchs bekommen, die Tochter hat durch eine Verkettung mehr oder weniger gewollter Umstände ein Kind bekommen, der Freund der Tochter möchte auch mit ins Haus... Es verändert sich alles, die Räume werden anders genutzt, das ganze Haus muss jetzt auch Kleinkindertauglich gemacht werden usw...

Da man ja EIB / KNX im Haus hat ist dies alles kein Problem, ein Anruf bei der zuständiges Elektrofachkraft und schon kommt eine nette Person vorbei welche für Geld die gewünschten Änderungen an der Steuerung vornimmt. Doch damit fangen die Probleme der tollen Lösung an: Viele der modernen Geräte aus 2010 haben sog. Plugins benötigt, welche in die Programmiersoftware ETS eingebunden werden und auch sonst recht viel Sachen im Betriebssystem installieren. Die alte Steuerung wurde auch 2010 noch mit Windows XP programmiert, der Anbieter der Hardware hat ja versprochen das er auch für alte Produkte ein Update auf Windows 7 64-Bit und ETS4 (statt 3) anbieten wird.

Im Jahr 2020 hat aber (hoffentlich) niemand mehr Windows XP 32-Bit im Einsatz, noch dazu benötigen die alten Plugins zwingend das Microsoft .Net Framework 1.1 für welches es schon seit 2013 keinen Support mehr gibt, und welches sich auf dem neuen Notebook mit Windows 10 64-Bit nicht mehr installieren lässt.

Hat man nur 1-2 derartige Geräte die Plugins benötigen kann man die gegen einen gewissen Geldbetrag noch austauschen, hat man aber Geräte von z.b. Busch & Jäger gekauft welche sogar für viele Lichtschalter schon diese tollen Plugins benötigen kann man mal eben die komplette Installation austauschen, das gute: Die Kabel können so liegen bleiben und auch passive Komponenten wie Spannungsversorgung, Linienkoppler und Programmierschnittstelle können weiter genutzt werden.

Ich persönlich mache derartige Steuerungen / Lösungen nur für den Zweckbau, da ist es nicht so extrem Schlimm wenn ich nach 10 Jahren ~5 Touchpanels a 1500€ austauschen muss weil diese derartige Plugins benötigen. Im Zweckbau erschlage ich auch 90% meiner Anforderungen mit Hardware für die ich keine Plugins brauche, aber im privaten Wohnungsbau dürfte das Gespräch zwischen Bauherr und Elektrofachkraft ähnlich Emotional werden wie eine Diskussion über das Bedingungslose Grundeinkommen.

Daher folgender Richtwert: Vermeide Geräte in der Gebäudeautomatisierung mit EIB / KNX wenn diese Plugins brauchen, und es Alternativen gibt welche die gleichen Anforderungen erfüllen können, das sorgt zum einen für mehr Druck bei den Herstellern die derartigen Müll an Kunden verkaufen möchten, und spart einem im besten Fall in 10 Jahren viel Erklärungsarbeit bei einem Kunden der dafür einfach kein Verständnis hat ;-)

Zusätzlich Gerät, je mehr von einem bestimmten Gerät man verbaut, desto weniger Interesse hat man daran das man für dieses Gerät Plugins braucht!

Goodbye Palm Treo 680

geschrieben von encbladexp am 06.01.2012 21:42:00.

Lange Zeit war ein Palm Treo 680 mein treuer Begleiter, auch nachdem ich den Android Smartphones erlegen bin wollte ich auf dieses tolle Geräte nicht verzichten.

Fast 2 Jahre lang habe ich das gute Stück aber nur noch als Wecker verwendet, einfach deshalb weil der Akku im Flugzeugmodus mehrere Wochen hält und ich eine zusätzliche Software als Wecker käuflich erworben habe, diese hat ein paar nette Features die ich wohl jetzt vermissen werde.

Heute habe ich Festgestellt das jemand seinen alten Treo noch in Verwendung hat, dieser aber schon etwas gelitten hat, was nach vielen Jahren Benutzung auch kein Wunder ist. Der Palm steckt vieles weg, aber irgendwann ist auch bei dem Gerät Schluss.

Da ich seit einigen Jahren schon keine Sachen mehr auf eBay Verkaufe, sondern diese nur noch an Freunde, Bekannte und Kollegen Verschenke geht mein Palm also in gute Hände, an jemanden der diesen besser gebrauchen kann als ich. Und wo er noch die nächsten Jahren zuverlässig seinen Dienst tun kann!

Bevor mein ehemaliger elektronischer Begleiter aber seinen neuen Besitzer begrüßen darf, müssen natürlich noch die darauf enthaltenen Daten gelöscht werden.

Dies ist bei der SD Karte kein großer Aufwand, einfach mit dd überschreiben und dann im Handy neu formatieren (ich bin ja Paranoid, was nicht heißt das mich nicht doch jemand verfolgt). Den internen Gerätespeicher kann man aber nur durch einen bestimmten Vorgang zurücksetzen, was wie folgt funktioniert:

  1. Akku entnehmen
  2. Akku rein, und dann sofort den roten Knopf drücken und halten. Und war so lange bis der 1. Ladebalken durchgelaufen ist, und das Palm Logo wieder von neuem erscheint.
  3. Roten Knopf loslassen
  4. Jetzt sieht man ein Menü, wenn man die Pfeiltasten nach Oben drückt wird das Gerät als seine Daten löschen, drückt man den Pfeil nach unten wird nichts passieren.

802.11n

geschrieben von encbladexp am 01.11.2011 21:14:00.

Schon seit einigen Jahren ist ja ein ein Netgear WG602v2 das Zentrum meines WLANs in den eigenen 4 Wänden. Leider macht dieser in letzter Zeit zunehmend Zicken (Packet Loss), so dass er durch ein neues Modell ersetzt werden möchte.

Ich selbst nutze WLAN nur relativ selten (Smartphone, Spielekonsole und ab und an mit dem Netbook) und hatte daher bisher noch keinen Bedarf was 802.11n angeht.

Gleichzeitig aber möchte ich ja die nächsten Jahre vielleicht doch etwas schnelleres, und so wäre die Anschaffung von neuer Hardware die auch nur 802.11g kann nur wenig sinnvoll.

Aus diesem Grund habe ich mich für einen TP-Link TL-WA901ND entschieden, u.a. da dieser den 802.11n Standard mit 300 MBit/s und auch Multi-SSID unterstützt.

An mein kleines Netzwerk war dieser Access Point schön schnell angebunden, so viel gibt es da ja auch nicht zu konfigurieren (ist und bleibt halt ein Access Point). Etwas aufwendiger wird es wenn man die VLAN (802.1q) Features von diesem Access Point nutzen möchte, doch darauf werde ich in einem anderen Artikel eingehen.

Das erste das ich nach der Grundlegenden Inbetriebnahme feststellen musste war leider das keines meiner Geräte im Haus auch den 300 MBit/s Standard nutzen kann, allesamt nur Geräte vorhanden bei denen ab 150 MBit/s Schluss ist.

Um Festzustellen was, in meiner Situation ein Upgrade von 802.11g auf 802.11n bringt habe ich mit dem Netbook und dem alten bzw. neuen Access Point ein paar „Messungen“ gemacht. Diese sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt, da es WLAN ist sind die Messungen eh nicht auf andere Gebäude übertragbar (Shared Medium ist und bleibt ein Shared Medium).

Raum802.11g802.11nSteigerung
Stefan17.565.4273%
Kerstin19.553.1172%
Gästezimmer24.385.3251%
Bad Oben24.280.5232%
Bügelzimmer9.123.8161%
Eltern17.647.5169%
Wohnzimmer23.384.5262%
Bad Unten22.549.1118%
Speiß12.924.186%
Küche4.312.8197%
Esszimmer0.42.3475%
Büro7.49.325%

Alle Angaben (in der Spalte welche mit dem WLAN Standard beschriftet ist) sind die Nettobandbreiten in MBit/s, welche in mehreren Durchläufen mit iperf gemessen wurden.

Im Durchschnitt hat der neue WLAN Standard als in meinen eigenen 4 Wänden ca. 200% mehr Datendurchsatz erreicht als der alte WLAN Standard. Zu beachten ist natürlich das eine derartige „Messung“ genau genommen nur eine sehr grobe Schätzung ist, auf einem anderen Endgeräte kann dies schon wieder ganz anders aussehen.

Unbestritten bleibt aber das der neue WLAN Standard einiges an Leistung bringt, von den 100 MBit/s einer Fast Ethernet Verbindung ist man dennoch in großen Teilen der Wohnung weit weg.

Abenteuer Druckerkauf

geschrieben von encbladexp am 08.10.2011 22:35:00.

Heute habe ich für meine Schwester dringend einen Drucker kaufen müssen, eigentlich waren es nicht mal viele Anforderungen:

  • Linux Support, bevorzugt Treiber schon im Lieferumfang gängiger Distributionen
  • Netzwerkschnittstelle
  • Duplexeinheit
Das waren also die Wünsche mit denen ich ein Geschäft betreten habe welche ich normalerweise nicht aufsuche: Media Markt.

Eigentlich dachte ich das meine Wünsche heute Stand der Technik sind, die meisten Drucker sollten ja mit PostScript oder zumindest PCL ohne Probleme drucken. Doch da ging das Problem schon an: Bis auf einen Brother als Ausstellungsstück gab es keinen Drucker der eines dieser Protokolle verwenden konnte. In dem Zustand des Ausstellungsstücks wollte ich den aber auf keinen Fall für den ausgezeichneten Preis nehmen, und so ging die Suche mit dem Smartphone das ganze Regal durch.

Mittlerweile haben wir folgendes in Erfahrung bringen können:

  1. Auch 2011 wissen Mitarbeiter vom selbsternannten Fachhandel nichts von diesem Linux.
  2. PostScript oder zumindest PCL hat sich auch 2011 noch nicht durchgesetzt.
  3. Duplexeinheiten sind wohl ein Feature das die Zielgruppe von diesem sog. Fachhandel nicht benötigt.
Mit dieser Erfahrung haben wir uns halt für einen der vorhanden Drucker entscheiden müssen, denn das Gerät haben wir ja dringend benötigt. In jedem anderen Fall hätte ich den Laden auch schon wieder verlassen und ein Modell meiner Wahl und Ausstattung bei Amazon bestellt.

Die Wahl viel dann auf den HP Laserjet Professional P1102W welcher zumindest über WLAN Netzwerkfähig sein sollte, allerdings scheint laut der hplip Homepage mit dieser Schnittstelle unter Linux nicht viel machbar zu sein da der Treiber von HP nicht über WLAN Drucken kann (kein Witz!!!).

Daheim angekommen haben wir den guten also in Betrieb genommen, was unter Arch Linux auch kein Problem war da die hplip Pakete neu genug sind um dieses Modell zu unterstützen. Wie schon auf der Homepage angedroht war das WLAN nicht mit dem Treiber nutzbar, warum ist mir ein Rätsel. Mit einem alternativen Treiber sollte dies Problem aber nicht existieren, da meine Schwester aber weniger mit Technik am Hut hat habe ich auf derartige Experimente verzichtet.

Zusammengefasst haben wir also nicht das was wir wollten, aber zumindest einen Drucker der über USB zuverlässig seinen Dienst tut, mit etwas Glück liefert HP ja beim Treiber noch etwas nach und man kann die WLAN Schnittstelle trotzdem nutzen.

Für meinen eigenen Drucker werde ich in Zukunft wieder ganz "klassisch" im Online Handel ein Modell auswählen das auch meinen Anforderungen und Wünschen entspricht, der lokale sog. Fachhandel hat auch 2011 genauso versagt wie 2006. Leider gibt es keinen richtigen Fachhandel mehr in meiner Gegend, so dass mal wieder die Kunden auf der Stecke bleiben und man viel Auswahl an gleichartigen Geräten hat :-/

Datensicherung / Backups

geschrieben von encbladexp am 22.08.2011 18:46:00.

Ein wichtiges Thema in der IT, wenn nicht sogar das Kernthema überhaupt, sind ja Datensicherungen oder im neudeutsch Backups.

Das Problem mit der Datensicherung fängt schon bei der Wahl des Speichermediums an:

Disketten / ZIP
Eine endlich ausgestorbene Technik, heute sind die Probleme die Unzuverlässigkeit, Kapazität und vor allem die mangelnde Verfügbarkeit solcher Laufwerke. Eine Datensicherung auf diesen Medien ist also nichts was man in Betracht ziehen sollte.
CD / DVD / BluRay
Auch wenn man auf den ersten Blick denkt ein optisches Medium ist eine gute Idee, sollte man sich das nochmal durch den Kopf gehen lassen. Hauptproblem ist das immer wieder mal Rohlinge verbrannt werden oder eine Lesbarkeit selbst nach 1-2 Wochen nicht gewährleistet ist. Die Qualität der Medien schwankt gewaltig und die Datenmenge welche man Gesichert bekommt ist, mit Ausnahme der BluRay, für heutige Verhältnisse viel zu klein.
USB Laufwerke
USB Laufwerke gibt es angefangen vom USB Stick bis hin zu mehreren Terabyte großen Festplatten in jeder Preisklasse. Nachteil ist hierbei das die Medien empfindlich auf Überspannung reagieren und ein Anschluss am PC auf Dauer nicht sinnvoll ist, da sonst gerne mal ein Blitz Daten und Datensicherung gleichzeitig hinrichtet. Nachteil dieser Technik ist das der USB Anschluss (von Version 3.0 mal abgesehen) viel zu langsam ist um große Datenmengen zügig zu kopieren. Auch belastet eine über USB angeschlossene Platte das System deutlich mehr als eine über SATA oder IDE angeschlossene Platte.
Festplatten im Wechselrahmen
Das oben genannte Problem mit der Geschwindigkeit kann man einfach mit Festplatten in einem Wechselrahmen umgehen, diese sind an die SATA Schnittstelle angeschlossen und können daher auch große Datenmengen schnell übertragen. Auch die eSATA Schnittstelle eignet sich hier prima, ist aber nicht immer verfügbar. Da es sich beim Datenträger um normale SATA Platte handelt ist, zumindest für die nächsten 4-5 Jahre eine Anschlussmöglichkeit in jedem Standard-PC vorhanden, über entsprechende Adapter auch an USB, FireWire oder eSATA.

Ignorieren wir, aus technischen Gründen, einfach mal die optischen Laufwerke so haben wir noch Festplatten über USB oder intern zur Auswahl. USB Sticks dürften für die meisten Anwendungen zu Teuer pro Gigabyte sein.

Jetzt haben wir noch ein Problem, das leider immer wieder Leute vergessen: Alles was mit dem Stromnetz verbunden ist, sei es direkt oder indirekt wird unter Umständen durch einen Blitzeinschlag zerstört. Selbst externe Platten die neben einer Leitung liegen können durch Induktionsspannungen zerstört werden. Eine Datenrettung für kleine Firmen oder Privatpersonen ist unbezahlbar, daher ist es wichtig wie man mit den Sicherungsmedien umgeht. Nachfolgend hierzu ein paar Tipps:

  1. Ein Datenträger der mit dem Rechner Verbunden ist (USB, eSATA, SATA, Strom, Netzwerk, ...) ist kein Sicherungsmedium da dies bei vielen Problemen mit zerstört wird. Auch ist ein löschen der Daten aus versehen möglich.
  2. Man hat immer mindestens 2 Backups seiner Daten, auf unterschiedlichen Datenträgern, welche nicht am selben Ort gelagert sind.
  3. Daten die nicht gesichert sind, sind auch nicht wichtig.
  4. Datensicherungen macht man immer automatisch, der Mensch vergisst Datensicherungen zu machen, nicht gesicherte Daten sind auch nicht wichtig.
  5. Vor großen Änderungen (Betriebssystem Installation, neues Dateisystem, ...) macht man immer vorher ein Backup.
  6. Sicherungsmedien werden regelmäßig geprüft, dies gilt für das Medium (SMART, badblocks, ...), das Dateisystem (fsck) und auch für die Nutzdaten.
  7. Das Datensicherungsprogramm sollte Dateien immer einzeln Komprimieren und/oder Verschlüsseln, nie alle Dateien auf einmal wie es z.B. tar macht. Das Problem ist das bei einem einzigen kaputten Bit schon das komplette Backup unbrauchbar sein kann. Moderne Backup Tools wie dar (kein Schreibfehler!) erledigen diesen Job richtig.
  8. Nicht nur die Daten, sondern auch die Rechte an den Daten sind oft wichtig, daher sollte das Backuparchiv oder Dateisystem die gleichen Rechte unterstützen wie das Quelldateisystem.

Ich selbst habe hierzu 2 SATA Festplatten in einem Wechselrahmen, jede Kalenderwoche werden diese Platten getauscht. Einmal täglich machen die PCs automatisch ein Backup auf diese Platte, die jeweils nicht eingebaute Platte wird in einem anderem Raum gelagert um zu vermeiden das alles an einem Ort ist. Die Platten werden durch ein Script auch jede Woche geprüft!

Nachteil dieser Lösung ist der Kostenaufwand im Vergleich zu einer USB Festplatte, Vorteil ist das ich nie mehr als eine Woche an Daten verliere. Außer ein Einbrecher würde kommen und mein Haus nach allen Laufwerken absuchen und mir alle Medien auf einmal klauen. Anderes Worst-Case Szenario das ich so nicht abdecke wäre ein Hausbrand, was jedoch hoffentlich nicht vorkommen wird.

BIOS Update auf einem Asus EEE 1000HE

geschrieben von encbladexp am 20.05.2011 10:51:00.

Meinen Asus EEE 1000HE habe ich ja nun schon etwas länger, und in der Regel versuche ich bei meinen Geräte das BIOS immer so aktuell zu halten wie möglich.

Normalerweise spielt man ja ein BIOS Update nur ein wenn es erforderlich ist, wie z.B. auf meinem Desktop damit dieser was mit 1TB Platten anfangen kann.

Auf dem 1000HE gab es von Asus einige fixes was das Powermanagement der CPU betrifft, was natürlich für mich als Anwender toll ist.

Man muss beim 1000HE aber sehr genau darauf achten wie man das Update macht, den mit einem 4GB USB Stick hat man normalerweise auch ein FAT32 Dateisystem, was der kleine Begleiter nicht für ein Update mag :-/

Daher folgende Tipps, dann klappt es auch mit dem Update:

  1. Anlegen einer Partition die kleiner als 2GB ist
  2. Diese mit FAT16 (ist wichtig!) formatierten
  3. Die ZIP Datei entpacken und die Datei als 1000HE.ROM in das Hauptverzeichnis vom Stick kopieren
Ein FAT16 Dateisystem kann man übrigens hiermit anlegen:
sudo mkdosfs -F 16 -n MeinStick /dev/sdf1
Dannach muss man nur noch den EEE neu starten und beim starten ALT-F2 drücken, den Rest macht das System automatisch. So lange nur Reading... dort steht kann man das Update übrigens jederzeit abbrechen, aber: Sobald da was von Eraseing oder Programming steht hat man zu warten!!! .

Netbooks und deren Nachteile

geschrieben von encbladexp am 07.05.2011 11:33:00.

Ich selbst habe ja kein richtiges Notebook mehr da Netbooks eher meine Anwendungszwecke abdecken. Idr. brauche ich mein Notebook nur um, wenn ich unterwegs bin mal meine Mails zu checken, ins IRC/Jabber zu gehen oder um Webanwendungen zu nutzen (DSL-Router, Google, ...). Meistens arbeite ich auf dem Terminal, und dafür reicht die Performance von einem Atom Prozessor aus, selbst in meinem Homeserver habe ich mittlerweile nur noch einen Atom CPU.

Doch was mich daran stört ist die Leistung des Prozessors wenn man Verschlüsselung nutzt, die ist nämlich sprichwörtlich Unter aller sau!.

Seit einiger Zeit gibt es ja nun Prozessoren mit AES-NI (AES Verschlüsselung via CPU Erweiterung) welche aber bisher den sagen wir mal premium Modellen bei Intel vorbehalten ist. Das sind Prozessoren die ohnehin viel mehr Leistung haben als z.B. ein Atom. Schön wäre es daher wenn es Atom (oder ähnliche) Prozessoren geben würde die über derartige Befehlssatzerweiterungen verfügen.

Bei meinem aktuellen Netbook (Asus EEE PC 1000HE) stört mich auch die fehlende HDMI Schnittstelle, das ist jetzt nichts wo besonders wichtig ist, aber nervig ist es trotzdem wenn man mal am Flatscreen Videos abspielen will. VGA Kabel nehmen einfach zu viel Platz weg ;-)

Daher meine wünsche für mein nächstes Netbook:

  1. AES-NI oder ähnliche Technik, damit die Vollverschlüsselung endlich mal performant wird
  2. HDMI damit man endlich mal mit brauchbarer Technik große Monitore ohne Qualitätsverlust anschließen kann
Was würde euch noch bei den Netbooks fehlen?

Vergleichstest – Nokia N900 vs. HTC Desire Z

geschrieben von jug am 06.02.2011 23:02:00.

Vor zwei Wochen hat plötzlich die Tastatur meines N900 gesponnen und da das Gerät noch Garantie hatte gab ich das N900 in Reparatur. Inzwischen ist es wieder zurück, Nokia hat gerade mal 10 Tage benötigt, um die Tastatur zu tauschen. Die Zeit habe ich genutzt, um mir ein HTC Desire Z zu beschaffen und mal genauer anzuschauen und einem Praxistest zu unterziehen. Meine Erfahrungen aus Sicht eines Maemo-Umsteigers ohne Android-Erfahrung sind hier protokolliert.

Eine Kleinigkeit möchte ich gleich zu Beginn anmerken. Das ist das erste Mal, dass ich so was wie ein Android in der Hand hatte, also seht es mir bitte nach, wenn ich ein paar Fakten durcheinander werfe. Zum Beispiel werde ich Android und Sense nicht immer richtig auseinander halten können. Auch der Android-Market ist für mich weitgehend uncharted Territory, meine Erfahrungen beziehen sich deshalb auf das Gerät so wie es von HTC ausgeliefert wird. Auch bei meinen Kommentaren zu Maemo versuche ich nicht zu viel Fremdsoftware zu berücksichtigen bzw darauf hinzuweisen.

Zunächst noch ein wenig zu meinen Gewohnheiten beim Umgang mit Smartphones. Viel tue ich damit nicht. Wichtig sind mir vor allem die Internet-Funktionen.

  • Instant Messaging (Jabber/IRC),
  • Mail,
  • Microblogging (identi.ca),
  • RSS-Feeds,
  • Webbrowsing

Aber auch andere Dinge sind mir dabei wichtig. Zum Beispiel möchte ich von überall über SSH auf meinen Server zugreifen. Tethern, über Bluetooth oder USB, vorzugsweise Bluetooth, weil ich nicht immer ein Kabel mit schleppen will.
Also das volle Programm. Ich denke es ist ziemlich offensichtlich, dass die meisten dieser Punkte sehr textlastig sind, deshalb ist für mich eine gute Tastatur fast unverzichtbar. Vor allem deshalb fiel meine Wahl auf das Desire Z mit QWERTZ-Tastatur.

Auch der Mediaplayer ist mir sehr wichtig, da ich unterwegs fast immer die Kopfhörer auf habe. Alle anderen Funktionen werden mal sporadisch genutzt, oder einfach nur damit gespielt (wenn sie schon da sind), eigentlich könnte ich aber darauf verzichten.

Ok, genug mit dem Vorgeplänkel, auf geht's mit den Fakten.

Hardware

Über die genauen Spezifikationen muss ich wohl nicht zu viel schreiben, da diese schon in vielen Quellen im Internet ausführlich beschrieben wird. Schaut selbst nach.

Das Desire Z wirkt sehr hochwertig, Kunststoff und brushed Metal sowie ein schönes Display unter Glas. Fühlt sich toll an. Allerdings, die Verarbeitungsqualität … zumindest bei meinem Gerät sind ein paar winzige Macken vorhanden. Die Akkuabdeckung schließt nicht richtig bündig ab, das Teil scheint nicht hundertprozentig richtig gebogen zu sein, jedenfalls kann ich spüren, dass die Ecke direkt unter der Kamera etwas mehr übersteht als die anderen drei Ecken, minimal aber fühlbar mehr.
Außerdem ist auf der Akkuabdeckung eine kleine Vertiefung, als wäre da mit einem spitzen Gegenstand was angekörnt, ich kann die Grate fühlen. Auch bei der Displayumrandung sind unten zwei winzige Grate erkennbar. Der Power-Button wirkt etwas wackelig.
Das ist meckern auf sehr hohem Niveau, aber bei einem Gerät dieser Preisklasse sollte man auch hohe Ansprüche an die Verarbeitungsqualität stellen dürfen.

Das Gehäuse des N900 besteht komplett aus Kunststoff, auch das Display (resistiver Touchscreen) hat eine Kunststoffabdeckung deshalb fühlt es sich im direkten Vergleich nicht ganz so hochwertig an.
Dafür ist es hervorragend verarbeitet. Auch nach einigen Monaten intensivem Gebrauch sieht es noch toll aus. Klar, inzwischen gibt es die üblichen Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer auf dem Display, die sind aber bei aktivem Display nicht zu sehen. Auch der Slider-Mechanismus hat inzwischen leichte Kratzer neben der Tastatur hinterlassen. Abgesehen davon ist alles tiptop in Schuss. Spaltmaße usw. sind absolut in Ordnung.

Abgesehen von der Verarbeitungsqualität gibt es weitere Unterschiede bei der Ausstattung, die mich am N900 insgesamt sehr überzeugen.
Da wären zum Beispiel die Stereo-Lautsprecher, auch wenn ich sie selten nutze ist das ein nettes Feature, vor allem weil der Klang wesentlich besser ist als der winzige Mono-Lautsprecher des Desire Z. Der Infrarotsender ist nett, damit funktioniert das N900 als Universalfernbedienung. Außerdem gibt es eine zweite Kamera neben dem Display für Videochats. Nutze ich zwar nicht, aber falls jemand so was braucht ist sie da. Auch den kleinen Fuß finde ich wirklich praktisch, wenn das Gerät auf dem Tisch steht. TV-Out ist ebenfalls möglich und es gibt einen FM-Transmitter, damit kann man seine Multimedia-Bibliothek über das Autoradio hören. Das frisst natürlich am Akku, also kann man es selten wirklich nutzen, aber praktisch, wenn das Autoradio kein MP3 kann und man keine CDs mitschleppen will.
Und zuletzt lässt sich die microCD-Karte wechseln, ohne den Akku zu entfernen oder das Gerät auszuschalten. Android scheint das Software seitig vorzusehen, aber wenn man den Akku ausbauen muss um an die Karte zu kommen, nutzt das beim Desire Z natürlich nichts.

Ja, Hardware können die Finnen! All das hat das Desire Z nicht.

In der täglichen Nutzung habe ich in der gesamten Zeit eigentlich nur einen Nachteil am N900 entdeckt, die Kameraabdeckung öffnet sich sehr leicht, wenn man das Gerät in eine Tasche schiebt. Natürlich könnte man das N900 auch andersherum in die Tasche schieben, dann wäre aber der Kopfhöreranschluss unten in der Tasche.

Die Tastatur

Das erste große Thema für mich.
Die Tastatur des Desire Z besteht aus Kunststoff-Tasten und ist sehr großzügig dimensioniert, mit viel Platz zwischen den Tasten, das wird einigen bekennenden Wurstfingern entgegen kommen. Schön ist, dass es doppelte Umschalttasten und Fn-Tasten gibt. Auch eine Tab-Taste, Menü, und zwei frei definierbare Funktionstasten sind vorhanden. Nicht so schön finde ich, dass keine Pfeiltasten vorhanden sind. Auch dass die Umlaute nur über eine Drittbelegung erreichbar sind empfinde ich als Nachteil.

Beim N900 sind die Tasten deutlich dichter beieinander, praktisch ohne Abstand dazwischen. Es gibt Tasten für die Umlaute und Pfeiltasten, auch wenn die Pfeile ↑ und ↓ auf der deutschen Tastatur nur über die Fn-Taste zu erreichen sind – ein Kompromiss um die Umlaute unterzubringen

Das Tippgefühl beim N900 ist für mich wesentlich angenehmer. Jede Taste hat einen absolut knackigen Druckpunkt, die kurzen Abstände sorgen für kurze Wege der Finger.
Im Vergleich dazu benötige ich beim Desire Z länger um die Tasten zu finden (also mit dem Finger zu treffen). Auch die Druckpunkte sind mMn eher schwammig, wenn ich die Tasten nicht genau mit dem Fingernagel erwische sind sie schwergängig. Dadurch fällt es schwer zu erfühlen, ob die Taste auf den Druck reagiert hat oder nicht. Besonders schlimm ist dieser Effekt bei den größeren Tasten, die Leertaste und besonders die linke Umschalttaste zum Beispiel haben anscheinend mehrere Druckpunkte, da muss man natürlich dann auch die Taste an der richtigen Stelle treffen.

Ok, und was ist jetzt mein Urteil? Ich kann auf dem N900 besser tippen. Möglich, dass das eine Sache der Gewohnheit ist, aber die Zahlen bei einem Speedtest sprechen für sich: Mit dem N900 schaffe ich rund 20 Anschläge pro Minute mehr!

Mechanik

Der Klappmechanismus sorgt beim Desire Z immer wieder für Diskussionen. Viel zu lasch, sagen viele, und dass es von alleine zuklappt, wenn man das Gerät zu hoch hebt (zum Beispiel wenn man im Bett liegt). Ja, da hätte HTC vielleicht ein paar Magnete spendieren können, damit das Display im geöffneten Zustand mehr Halt hat.

Allerdings frage ich mich auch wie man das Gerät in der Hand halten muss, damit das passiert. So wie ich es halte ist fast immer irgendwo ein Finger, oder ein Handballen an der Displayumrandung – schon eine leichte Berührung reicht aus um das Display in Position zu halten. Da klappt auch kopfüber nichts zusammen. Ob das Kabel zwischen den beiden Gerätehälften häufiger Belastung standhält oder irgendwann einem Kabelbruch zum Opfer fällt, kann nur die Zeit zeigen.

Das N900 ist ein klassischer Slider, fühlt sich knackig an und rastet in beiden Positionen sicher ein. Der Nachteil dieser Slider ist natürlich immer, dass neben der Tastatur Kratzer entstehen können, das N900 ist keine Ausnahme. Ich habe die Vermutung, dass Nokia beim Tastaturtausch eine gebrauchte Tastatur verbaut hat, jedenfalls sind jetzt stärkere Kratzer sichtbar als vorher.

Display

Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich das Display – bei Smartphones immerhin die Benutzerschnittstelle überhaupt. Da gibt es natürlich auch deutliche Unterschiede.

Das Display des Desire Z sieht einfach nur verdammt sexy aus. Das liegt sehr wahrscheinlich auch an der Glasoberfläche, außerdem ist es größer. Die Bildschirmbeleuchtung ist stufenlos regelbar, was wohl eher an der Software liegt. Um den Akku zu schonen wird man vermutlich beide Geräte auf der niedrigsten Helligkeitsstufe betreiben. Dabei schwächelt das Desire Z dann aber in direktem Sonnenlicht, dann muss man die Helligkeit hoch drehen Das N900 sieht dann zwar auch alles andere als schön aus, bleibt aber besser lesbar. Ich vermute dass das Glas vom Desire Z stärker spiegelt.

An den Touchscreens ist in beiden Fällen nichts auszusetzen. Das N900 hat einen resistiven Touchscreen, reagiert also auf Druck. Das heißt es ist auch mit dem mitgelieferten Stylus zu bedienen, der fehlt mir beim Desire Z manchmal, da ich das Gefühl habe, dass ein Stylus doch eine höhere Präzision ermöglicht als ein Finger.
Dafür reagiert so ein kapazitiver Touchscreen viel schneller als ein Resistiver, da kommt es auch schon mal vor, dass man den Finger noch gar nicht richtig drauf hat, da reagiert der Touchscreen schon. Natürlich ist das auch wieder so eine Gewohnheitssache, aber mir fehlt da ein wenig das Feedback „ja, ich hab wirklich gedrückt“.
Außerdem habe ich mir durch den resistiven Screen vom N900 angewöhnt die Fingernägel zu verwenden – fast wie einen Stylus. Bei einem kapazitiven Display ist das natürlich zwecklos und führt zu ganz anderen Resultaten, wenn nicht der Fingernagel erkannt wird sondern die Fingerkuppe an ganz anderer Stelle. :)

Beide Touchscreens funktionieren aber absolut präzise und der Lernprozess beim Umstieg geht nach und nach voran.

Betriebssystem

Maemo gegen Android. Spannend. Das eine ist ein Debian mit Hildon-Oberfläche, das andere ist eine relativ geschlossene Java-VM (Dalvik) auf einem Linuxkernel.

Ja, wo soll man da beginnen die beiden zu Vergleichen? Das ist ja praktisch nicht möglich. Ich erinnere nochmal daran, dass ich bisher nur Android mit Sense-Oberfläche und ohne Root getestet habe und mich im Android-Universum noch nicht besondrs gut auskenne.

Die Tatsache, dass Maemo ein Debian ist, ist natürlich ultimativ genial. Es gibt die bekannte Paketverwaltung, apt-get, es ist alles so wie man es von einem Debian kennt und es gibt die Möglichkeit weitere Paketquellen einzubinden. Es ist sogar möglich Debian-Applikationen zu installieren, sofern diese für ARM verfügbar sind.
Im Gegensatz dazu hat Android den Market, mit vielen Applikationen – noch fehlt mir da definitiv der Überblick. Und natürlich hat Android eine viel größere Entwicklergemeinde. In vielen Punkten ist das wirklich positiv. Andererseits kosten die meisten Anwendungen etwas, oder es gibt so lustige nervige Werbeeinblendungen. Angry Birds zum Beispiel gibt es für beide Plattformen, für Android ist es kostenlos (mit Werbung), Maemo-Nutzer dürfen nur das erste Kapitel spielen (dafür ohne Werbung).

Die Sicherheitsfrage stellt sich auch. Soweit ich informiert bin gibt es beim Android-Market keinen ausführlichen Review-Prozess und man wird gewarnt auf die Zugriffsrechte zu achten. Manche Applikationen wollen Zugriff auf das Telefon und SMS-Funktionen? Hä? Alarmglocken schrillen auch ohne Warnungen.
Unter Maemo gibt es übrigens auch keinen Review-Prozess in dem Sinne, da läuft das komplett über die Verantwortung der Community. Und da bleiben viele nützliche Applikationen dann lange hängen, wenn man sie nutzen will oder benötigt darf man das extras-devel Repository aktivieren und … das ist vergleichbar mit den PPAs unter Ubuntu oder dem AUR von Arch. Man muss den Entwicklern einfach vertrauen.

Freiheit

Ja, die Freiheit. Also Maemo ist ein vollwertiges Linux, mit Root-Zugriff. Bei Android muss man erst mal ins eigene System einbrechen um den Root-Zugriff zu bekommen. Naja, mehr muss man wohl zum Thema Freiheit nicht sagen.

Multitasking

Bei Android hab ich das Multitasking noch nicht wirklich durchschaut. Es scheint keine direkte Möglichkeit zu geben Anwendungen auch zu beenden (manche Anwendungen bieten eine solche Option an), es gibt zwar Task-Killer im Market, aber es wird allgemein davon abgeraten diese zu verwenden. Anwendungen laufen einfach weiter, solange der Speicher reicht. Wird eine neue Anwendung geöffnet und es steht kein Arbeitsspeicher mehr zur Verfügung, dann wird eine andere Anwendung beendet um wieder Platz zu schaffen. … Ja, wie kontrolliere ich denn, welche Anwendungen bitteschön weiter laufen sollen? Instant Messenger zum Beispiel? Wahrscheinlich laufen da Teile der Applikationen als Dienst, die dann nicht beendet werden.

Maemo bietet echtes Multitasking. Anwendungen laufen in richtigen Fenstern, man kann alle Fenster sehen, sogar den Fensterinhalt und einzelne Anwendungen lassen sich auch beenden. Vom Bedienkonzept finde ich Maemo etwas übersichtlicher.

Instant Messaging

Auch das ist ein wichtiger Punkt für mich.
Da bin ich ziemlich schockiert über die schlechte Integration. HTC liefert da lediglich einen Google-Talk Client aus. Damit ist es natürlich nicht möglich normale Jabber-Accounts zu nutzen. Für andere Chatprotokolle – also auch Jabber – muss man tatsächlich einen anderen Client aus dem Market installieren. WTF? Die Qualität der Anwendungen schwankt natürlich auch stark. Jeder Client bringt sein eigenes Interface mit sich, den Status bei mehreren verschiedenen Protokollen zu ändern dürfte ein Spießrutenlauf werden. Und dann bleibt (für mich) die Frage, was passiert, wenn der Speichermanager anfängt Tasks zu killen? Ihr merkt sicher, dass mir hier ein paar Informationen fehlen.

Da bin ich von Maemo wahrscheinlich sehr verwöhnt, denn Maemo liefert Telepathy mit. Das ist die Technik die auch hinter Pidgin und Empathy steckt und die auch Ubuntu für die Indicator-Menüs nutzt. Viele Protokolle sind von Anfang an verfügbar, weitere lassen sich problemlos über den Application Manager nachinstallieren. Auch Spielereien mit Avahi/Zeroconf sind kein Problem. Über ein Menü kann man sämtliche Verbindungen zentral kontrollieren, und natürlich auch den Status der verschiedenen Protokolle.
Es wird noch besser, sämtliche Kontakte aus jeglichen Protokollen integrieren sich wunderbar in das Adressbuch. Auch die Chats werden alle über das selbe Interface abgehandelt. Dabei ist das Protokoll egal, selbst SMS läuft in der selben Ansicht. Man hat also die gesamte Kommunikation mit einem anderen Menschen protokollunabhängig an einer Stelle gesammelt.

In diesem Punkt hat Android meiner Meinung nach noch viel Nachholbedarf.

Mail

Wieder so ein Thema. HTC liefert ein eigenes Widget – das lustigerweise kein Googlemail (IMAP-Idle/Push) kann. Dafür gibt es wieder eine separate GMail-Applikation die dafür keine anderen Konten kann. Ich habe in der HTC-App auch nirgendwo gefunden, wo man HTML-Mails ausschalten könnte. Das heißt wohl mal wieder im Market stöbern, ob es doch noch einen vernünftigen Mailclient gibt, der sich dann vermutlich wieder nicht ordentlich in Sense integriert. Ein Teufelskreis. :(

Der Maemo-Mailclient ist auch alles andere als perfekt. Ganz im Gegenteil, zum Beispiel kann auch der kein IMAP-Idle, aber dafür kann man Plaintext einstellen. Und natürlich kann man so ziemlich auf jede Debian-Anwendung zurückgreifen. mutt zum Beispiel ;-).

Webbrowsing

Ich muss zugeben, der Android-Browser gefällt mir. Startet sehr flott und stellt auch die Webseiten ordentlich dar. Multitouch ist wirklich nett. Manchmal nervt mich dass Texte beim Zoomen neu angeordnet werden, das sieht noch nicht wirklich flüssig aus.

Maemo macht dies anders, beim Zoomen wird die gesamte Seite skaliert und die Texte nicht neu angeordnet. Das ist häufig auch ein Nachteil, wenn die Schriftgröße endlich angenehm zu lesen ist muss man horizontal scrollen. Schön finde ich bei Maemo, dass man mit den Lautstärke-tasten zoomen kann. Nicht so schön ist, dass der Browser sehr langsam ist, zumindest beim Starten wartet der Browser auf irgend einen Hintergrunddienst, manchmal mehrere Sekunden.

Klar, das Desire Z kann Multitouch. Das Tabbing ist bei Android schön gelöst, Maemo öffnet viele Fenster, das ist auf Dauer anstrengend. Allerdings gebe ich zu, dass ich unter Android noch nie mehr als zwei Tabs offen hatte, vielleicht ist auch da die Ansicht auf Dauer unübersichtlich.

Microblogging

Mit Twitter-Clients wird man zugeschmissen, identi.ca hingegen ist überall ein Stiefkind, deshalb werde ich da nicht weiter drauf eingehen.

Feedreader

Da wird es wieder interessant. Ich gebe zu, dass ich erst durch Android auf die Idee gekommen bin Google Reader eine Chance zu geben. Irgendwie ist es doch sehr stressig auf mehreren Geräten die selben Feeds zu verwalten und die selben „News“ mehrfach zu empfangen. HTC Sense bietet ein schönes Widget, das zeigt alle neuen Einträge seit der letzten Aktualisierung an. Gelesene Einträge werden nach einer Weile entfernt. ungelesene bleiben natürlich drin.
Eines aber überrascht mich, und eigentlich kann es sich dabei nur um einen Bug handeln. Öffnet man Feedeinträge über das Widget, startet der Reader und zeigt einen monolithischen Textblock. Komplett ohne Absätze, Formatierungen oder eingebettete Bilder. Das ist sehr schade, denn das Textverständnis wird extrem erschwert. Besonders schlimm ist das, wenn Zitate oder Codeschnipsel im Text vorkommen, die dann auch nicht formatiert sind.
Öffnet man hingegen den Newsreader und hangelt sich dort zum entsprechenden Eintrag durch, dann wird dieser richtig formatiert angezeigt. Da startet doch die selbe Applikation, wenigstens ist optisch kein Unterschied zu erkennen, warum wird das dann nicht auch vernünftig formatiert?

Oh, und eine weitere Kleinigkeit mit der deutschsprachigen Version von Android/HTC Sense. Im Menü gibt es tatsächlich drei Einträge:

  • Nachrichten,
  • Nachrichten,
  • News und Wetter

Äh, ja. Eines bezieht sich allerdings auf SMS-Nachrichten, die anderen sind wirklich zwei verschiedene Feedreader. Ist nur ein problem der Übersetzung, aber man muss schon genau auf das Symbol achten, damit man das richtige „Nachrichten“ öffnet.

Unter Maemo gibt es standardmäßig auch einen Feedreader, der meiner Meinung nach wirklich grausam ist. Der Reader den ich jetzt installiert habe (FeedingIt) ist akzeptabel, hat nur ein wenig Darstellungsprobleme beim Wechsel zwischen zwei Einträgen im Portrait-Modus und kann scheinbar auch kein Google Reader. Dann gibts in den Paketquellen noch GRR (Google Reader Reader), habe ich allerdings noch nicht lange genug installiert um darüber ein Urteil zu fällen.

Wenn der Anzeigebug nicht wäre, dann gefällt mir der Feedreader vom Desire eigentlich sehr gut.

Mediaplayer

Hier befindet sich Android/Sense in guter Gesellschaft. Gute Mediaplayer bringt nämlich leider niemand so wirklich auf die Reihe. Ich hab sogar schon Hardware Portable Media Player gesehen, die furchtbar sind.

Was erwarte ich von einem guten Mediaplayer? Er soll meine Musik ordentlich sortieren und darstellen können. Dazu muss der natürlich vernünftig mit ID3v2-Tags umgehen können. Coverbilder sollten angezeigt werden, ganz egal ob diese als cover.jpg im Verzeichnis liegen, oder ob diese in die Datei eingebettet sind. Außerdem sollte ein guter Player Musik „gapless“ wiedergeben, also ohne Pause zwischen den Songs, bei Live-Alben ist so was immer gut zu hören, aber es gibt auch einige Konzeptalben bei denen mehrere Songs nahtlos ineinander übergehen. Sodas muss ein Player einfach leisten!
Außerdem wären mehrere Wiedergabemodi wünschenswert. Album-Shuffle zum Beispiel. Meistens höre ich nämlich komplette Alben am Stück und möchte danach ein anderes zufälliges Album hören.
ReplayGain wäre ein weiteres wirklich nettes Feature, damit wird die Lautstärke des Songs während der Wiedergabe angepasst, ohne die Dynamik des Songs zu zerstören oder die Rohdaten zu verändern. Normalisierung ist ein Verbrechen! Das geht sogar wahlweise auf Songbasis oder auf Albumbasis. Man vermeidet dadurch ständiges nachregeln der Lautstärke, wenn lautere und leisere Songs im Wechsel gespielt werden.

Der Sense-Mediaplayer sortiert hingegen Alphabetisch nach den Titeln. Wer ist denn für den Schrott verantwortlich?
Es gibt keine Möglichkeit Künstler/Alben/Songs an die aktuelle Wiedergabeliste anzufügen. „Gerade läuft dieses Album, danach möchte ich gerne das da hören.“ Ist das so eine abwegige Nutzung meinerseits? Ich glaube nicht, viele Player nennen das Party-Modus. Stattdessen darf man mit Playlisten hantieren, die dann aber wieder statisch und unhandlich sind. Wenn man übrigens einen Künstler auswählt und dann das Album anschaut, dann werden die Songs nach Tracknummern richtig sortiert. Wählt man das Album aber zur Wiedergabe aus, dann wird die aktuelle Wiedergabeliste ersetzt. Ähm ja, und die Titel werden dabei wieder alphabetisch sortiert – OMG FAIL!

Maemo ist in diesem Punkt auch nicht besser. Musik wird zum Beispiel immer nach der Track-Nummer sortiert. Funktioniert bei normalen Alben ganz gut, sobald ein Album aber zwei oder mehrere CDs hat wird die CD-Nummer ignoriert. Dann hat man den ersten Song von CD1, gefolgt vom ersten Song von CD2, dann die jeweils zweiten Songs. Doof! Coverbilder wurden bei mir teilweise ignoriert, so dass ich meine komplette Bibliothek neu taggen durfte, nur um die Cover in die Tags zu übernehmen (meine Sammlung besteht aus ogg-Dateien).

Gapless können beide nicht, ReplayGain sucht man auch vergeblich. Album Shuffle ebenfalls – wie gesagt, das können häufig nichtmal Hardware-Player, deshalb sollte ich wohl keine Erwartungen dieser Art haben, aber … :( es stimmt mich furchtbar traurig, dass das wirklich niemand hinbekommt.

Kalender

Ja, so was ist natürlich auch einigermaßen wichtig. Leider liefert Sense keinen vernünftigen Kalender mit, der es mir erlaubt neue Kalender anzulegen. Im Menü ist eine Option vorhanden, aber da öffnet sich nur ein Dialog den ich nur Abbrechen kann. Ansonsten ist natürlich Google Calendar integriert, naja, muss ich nicht unbedingt haben. Wäre schön, wenn man eigene Kalender einbinden könnte, gerne auch von eigenen Servern. Oder wenigstens lokale Kalender die auf dem Gerät gespeichert werden. Wahrscheinlich ist das dieser „PC sync“-Kalender, aber auch nur einer.

Maemo erlaubt Kalender die auf dem Handy gespeichert sind, für Synchronisierung mit Google oder ähnlichem muss man extra Pakete installieren. SyncML und ähnliches ist damit problemlos möglich, auch wenn ich es nicht unbedingt benötige. Schön finde ich, dass mir Maemo automatisch die Geburtstage der Kontakte im Kalender anzeigt, unter Android benötigt man wohl wieder den Market.

Sonstiges

Viel mehr gibt es eigentlich nicht mehr.

Manche nutzen ihr Mobiltelefon vermutlich auch als Wecker. Ich ebenfalls. Enttäuscht war ich, als ich feststellen musste, dass der Wecker im Desire Z nicht aktiv ist, wenn das Gerät „aus“ ist. Richtig aus geht das Desire Z ja nicht, das ist mehr so ein Suspend-Zustand. Damit kann das Gerät dann innerhalb von zwei Sekunden einsatzbereit sein. Der Wecker startet dann sofort nach dem Einschalten. Wahrscheinlich muss man sich mit einer Art Flugzeugmodus behelfen, damit nachts keine Verbindungen genutzt werden, Akku gespart wird und der Alarm trotzdem losgeht.

Das N900 weckt mich selbst wenn es ausgeschaltet wird – und fragt mich nachdem der Alarm deaktiviert wurde, ob das Gerät jetzt booten soll. Unter Maemo gibt es natürlich cron, damit kann man nachts auf ein lautloses Profil wechseln und die Verbindungen deaktivieren, im Repository gibt es Tools die das Einstellen vereinfachen – ich gehe davon aus, dass es so was auch für Android gibt.

Bei Android gefällt mir die Integration der Suchfunktionen. Spracherkennung usw. viele nette Spielzeuge, werde ich aber wohl selten nutzen. Aber da ist wieder die Sache mit den Chatkontakten die nicht ins Adressbuch eingefügt werden – die können dann natürlich nicht gefunden werden.
Außerdem ist ja Instant Search momentan der große Hype, weshalb man bei Android eine extra Suchtaste benötigt? Keine Ahnung, bei Maemo kann ich direkt auf dem Desktop anfangen zu tippen und das Adressbuch wird gefiltert. Kann Android erst, wenn das Telefon/Adressbuch oder die Suchfunktion offen ist.
Dann gibt es übrigens noch einen richtigen WTF im Adressbuch/Telefon bei Namen mit Umlauten. Mein Vater zum Beispiel heißt Günter. Also fang ich an zu tippen: [G][ü] – schon ist die Kontaktliste leer. [G][u] findet auch nichts. Mit der numerischen T9-Tastatur [4][8] für „GU“ funktioniert es aber.
Über die globale Suchfunktion funktioniert das natürlich, aber warum nicht direkt im Telefon? Ist doch ein Umweg: Globale Suche öffnen, Namen eintippen, Kontakt anklicken, Rufnummer anklicken.
Kürzer wäre: Telefon öffnen und Namen eintippen, funktioniert aber nicht wegen den Umlauten.
Hallo Google? Suche und UI könnt ihr doch sonst so gut.

Die Telefon-Applikation von Maemo ist relativ dumm, man merkt schon, dass das N900 ein Internet-Tablet ist, an das ein Telefon drangeflanscht wurde ;). Die Integration des Adressbuchs ist aber aufgrund des oben beschriebenen Bugs allerdings besser.

Ein weiteres Thema mit dem man sich definitiv auseinander setzen muss ist die Cloud. Mit Android führt praktisch kein Weg an Google vorbei. Ich muss zugeben, dass ich von der Idee alle Daten bei Google zu deponieren nicht wirklich begeistert bin … und was wollen die nicht alles wissen.

  • Adressbücher,
  • Mails (nutze ich tatsächlich für bestimmte Dinge aber niemals privat),
  • Kalender und Termine
  • sogar meinen aktuellen Aufenthaltsort.

Tut mir leid, aber das sind mir irgendwie zu viele Informationen und auch zu intime Details. Der Versuch auf diese Integration zu verzichten führt automatisch zu einer großen Einschränkung im Funktionsumfang, die man dann wieder durch Software von Drittanbietern ausgleichen muss.
Natürlich war mir das vorher schon bewusst, das ganze Ausmaß ist mir aber erst jetzt so richtig bewusst geworden.

Fazit

Tja, schwierig. :) Also das fällt mir wirklich schwer, weil beide Geräte ziemlich genial sind. Entscheidend ist wohl, was man damit machen will.

Beide Geräte gefallen mir, wobei das N900 etwas durchdachter scheint und mehr Möglichkeiten bietet (allein durch das Debian-Chroot). Natürlich stellt sich die Frage, was davon ich im täglichen Gebrauch wirklich vermisse. Eigentlich nichts, aber es ist halt schön, wenn solche Funktionen vorhanden sind, falls man sie irgendwann mal brauchen sollte.

Softwareseitig gibt es auch gewaltige Unterschiede. Und vieles ist sicher eine Frage der Gewohnheit. Irgendwie mag ich beide Systeme. Maemo für die Flexibilität, Integration und das Bedienkonzept. Android sieht einfach nur gut aus und ist momentan sehr spannend, weil es für mich natürlich „Neuland“ ist. Ob mir Android besser gefällt als Maemo? Tja, ich gebe zu, dass mir Android von Minute zu Minute besser gefällt, aber Maemo hat auch seine Vorzüge.

Android wirkt allerdings an vielen Stellen auf mich etwas unausgereift. Viele gute Ideen und Ansätze sind vorhanden, aber es gibt auch noch viel Potential für Verbesserungen.
Vielleicht liegen meine Probleme und die beschriebenen Bugs auch an Sense und gar nicht an Android selbst. Aber solche Dinge erwecken bei mir den Eindruck, dass zu viel Zeit in das Aussehen der Oberfläche gesteckt wurde und zu wenig in die Funktionen dahinter oder eine entsprechende Qualitätssicherung.

Es ist sehr deutlich erkennbar, dass beide Geräte eine komplett andere Zielgruppe haben. HTC und Android bedienen den Massenmarkt, das N900 wurde von Nokia als Gerät für Entwickler konzipiert. Für Bastler, Poweruser, Hacker … das Ziel von Nokia war es, Maemo weiter zu entwickeln, damit es bereit für den Massenmarkt wird.

Dummerweise ist Maemo so gut wie tot. Nokia wird es nicht weiterführen. Ob die Community das stemmen kann ist sehr fraglich. Die aktuelle Situation bei Nokia ist aus alles andere als positiv zu bewerten – viele setzen ihre Hoffnung auf MeeGo, es gibt aber auch Gerüchte, dass Nokia auf Windows Phone 7 oder Android setzen könnte. Es sieht momentan alles danach aus als würde sich Nokia mit den zahlreichen Betriebssystemen verzetteln. Schade, denn ich sehe in Maemo eigentlich eine tolle Basis von der vieles in MeeGo übernommen werden könnte.

Ein richtiges Fazit habe ich eigentlich gar nicht. Ich werde beide Entwicklungen weiter verfolgen. The End?

Dies ist mein erster Blogartikel ich hoffe er war interessant zu lesen, auch wenn er sehr lang geraten ist. Vielen Dank an Stefan für die Erlaubnis diesen hier als Gastbeitrag zu veröffentlichen.

HTC Desire Z

geschrieben von encbladexp am 28.01.2011 09:12:00.

Da mein altes Motorola Milestone wohl nie wieder ein Update auf Android 2.2 bekommen wird, und auch nicht mit Custom ROMs bespielt werden kann habe ich mich entschieden ein neues Smartphone zu kaufen. Nach reichlichen Überlegungen habe ich mich für ein HTC Desire Z entschieden, welche ich hier kurz getestet habe.

Verpackung

Die Verpackung vom Handy ist sehr funktional und zweckmäßig, Bilder davon gibt es wohl mehr als genug im Internet.

Folgendes findet man in dieser kleinen Schachtel:

  • Desire Z (welch Wunder)
  • Anleitung, Garantiebedingungen
  • Ladekabel (praktisch, sehr klein) & µUSB Kabel
  • Headset/Kopfhörer mit Kabel
Viel mehr kann man zu einer Verpackung auch nicht sagen, ich selbst finde es aber schön wenn eine Verpackung nur so groß ist wie unbedingt nötig, was hier definitiv der Fall ist.

Hardware

Das Desire Z macht einen sehr hochwertigen Eindruck, der Klappmechanismus macht ebenfalls einen guten Eindruck. Einziger Nachteil ist das man nicht Kopfüber damit klarkommt weil sich das Handy dann zuklappt.

In meinen Tests ist mir aufgefallen das dieser Mechanismus sehr leichtgängig ist, ich finde das weniger störend, jemand anders könnte davon aber schon genervt sein. Das Desire Z von einem Arbeitskollegen ist etwas schwergängiger weswegen ich von einer Serienstreuung ausgehe.

Die Tastatur hat schöne große Tasten (für ein Handy) welche auch gut verarbeitet sind, man hat die Tasten Shift und Fn in doppelter Ausführung. Umlaute erreicht man über die Fn Taste, was wesentlich schneller geht also noch beim Milestone mit dem langen Tastendruck.

Für einen Milestone Anwender ist dieses neue Keyboard ein wirklicher Segen, man muss sich aber natürlich etwas daran gewöhnen.

An den Seiten des Gerätes gibt es dann noch die klassischem Lautstärkereglerwippe (links) und eine Taste für die eingebaute Kamera (rechts). Die Qualität der Kamera möchte ich an dieser Stelle nicht beurteilen da ich hier zu DSLR-Verwöhnt bin. Die Videos haben eine brauchbare (aber nicht wirklich gute) Qualität und eine Auflösung von max. 720p, was schon mal deutlich besser ist als dieses VGA Geraffel was man oft angedreht bekommt.

Software

Beim ersten Start begrüßt einen so ein toller Assistent, damit sollten eigentlich auch Smartphone Einsteiger gut klarkommen. Auf das Anlegen eines HTC Sense Kontos habe ich verzichtet, mein Google Konto muss da reichen ;-)

Praktisch, man kann die Ersteinrichtung auch über WLAN machen wenn man z.b. keine SIM Karte übrig hat (meine Steckt noch im Milestone).

Nachdem man mit diesem Assistenten fertig geworden ist sieht man das erste mal seinen Desktop, welchen ich überladen finde. Es gibt insgesamt 7 Desktops welche in der Werkseinstellung mit lauter Widgets zugeballert sind (Wetter, Social Networks, Nachrichten, Unnötige Icons, Megagroßer Uhr, usw...).

Ich habe mir den Desktop erstmal aufgeräumt, die Sense Oberfläche ist für jemanden der bisher nur Stock Android verwendet hat auf jeden Fall eine kleine Umgewöhnung.

Sobald man das Hauptmenü aufmacht trifft einen der Schlag, es wurde nämlich ziemlich viel Bloatware von diversen Herstellern installiert, u.a. Twitter und Facebook. Mit selbst war das etwas zu viel des guten daher wurde das Gerät erstmal gerootet und überflüssige Software mit Titanium Backup deinstalliert.

Hat man als vorhergehendes Gerät auch ein Gerät das Android ab Version 2.2 einsetzt installieren sich die Applikationen vom alten Gerät wie von Geisterhand nach und nach. Da ich ein Milestone hatte konnte ich dieses Feature natürlich nicht verwenden und durfte ~50 Applikationen per Hand installieren. Zumindest konnte ich mit Titanium Backup einen großen Teil der Konfiguration übernehmen, aufpassen muss man lediglich bei den WLAN Daten, hier muss man noch eine kleine Modifikation an der wpa_supplicant.cfg machen da sonst der WLAN Stack nicht mehr funktioniert!

Das liegt aber lediglich daran das auf dem Milestone das WLAN-Interface den Namen tiwlan0 hat und auf dem Desire Z einfach eth0.

Fazit

Das HTC Desire Z ist ein wirklich schönes Gerät, mit welchem ich wohl mindestens ein Jahr lang meine Freude haben dürfte. Wer nicht unbedingt ein Hardwarekeyboard benötigt wird aber mit einem normalen HTC Desire genauso glücklich werden. Ein HTC Desire HD ist nur was für wirklich große Taschen!

Wer sich an der Sense Oberfläche stört findet im Internet schon 2-3 Custom ROMs wo kein Sense dabei ist und die Standardoberfläche von Android verwendet wird.

Gingerbread für das Motorola Milestone

geschrieben von encbladexp am 04.12.2010 23:15:00.

Nachdem Motorola ja schon bei Froyo für das Milestone geschlampt hat, haben die wenigstens die Sache mit Gingerbread richtig gemacht: Link