[ENC]BladeXP's Blog

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Einträge in der Kategorie „Android”

Android bricht Installation mit Fehler -18 ab

geschrieben von encbladexp am 21.02.2011 16:28:00.

Meine Freundin hat ein Google Nexus One als Smartphone, ein guter Ersatz für ihr altes Palm Pre welches leider nicht sonderlich Bruchfest war.

Das ganze hat bis vor kurzem auch noch prima funktioniert, jedoch hat sie seit ungefähr Mitte Dezember das Problem das sich keine Anwendung mehr aktualisieren lässt, welche auf die SD Card installiert ist. Als Fehlermeldung bekommt man lediglich Unknown Reason -18 an den Kopf geworfen.

Mein Freund Google hat natürlich recht schnell die Lösung für dieses Problem gefunden:

Kurz: Man muss die Datei .android_secure/smdl2tmp1.asec auf der Speicherkarte löschen. Das ganze geht nicht vom Handy, aus sondern muss über einen PC gemacht werden. Ob es auch mit Root Rechten am Handy funktioniert konnte ich auf dem (noch) ungerooteten Gerät leider nicht testen. Der USB-Datenträgermodus vom Handy kann natürlich verwendet werden, man braucht also nicht die Karte ausbauen.

Neue Kategorie: Android

geschrieben von encbladexp am 21.02.2011 16:16:00.

Da ich ja seit einiger Zeit auf Tags in meinem Blog verzichte und stattdessen lieber auf ordentliche Kategorien setze musste ich natürlich auch diese mal etwas anpassen.

Daher gibt es ab heute eine Android Kategroie in diesem Blog, so dass man hier etwas mehr Ordnung hat.

Vergleichstest – Nokia N900 vs. HTC Desire Z

geschrieben von jug am 06.02.2011 23:02:00.

Vor zwei Wochen hat plötzlich die Tastatur meines N900 gesponnen und da das Gerät noch Garantie hatte gab ich das N900 in Reparatur. Inzwischen ist es wieder zurück, Nokia hat gerade mal 10 Tage benötigt, um die Tastatur zu tauschen. Die Zeit habe ich genutzt, um mir ein HTC Desire Z zu beschaffen und mal genauer anzuschauen und einem Praxistest zu unterziehen. Meine Erfahrungen aus Sicht eines Maemo-Umsteigers ohne Android-Erfahrung sind hier protokolliert.

Eine Kleinigkeit möchte ich gleich zu Beginn anmerken. Das ist das erste Mal, dass ich so was wie ein Android in der Hand hatte, also seht es mir bitte nach, wenn ich ein paar Fakten durcheinander werfe. Zum Beispiel werde ich Android und Sense nicht immer richtig auseinander halten können. Auch der Android-Market ist für mich weitgehend uncharted Territory, meine Erfahrungen beziehen sich deshalb auf das Gerät so wie es von HTC ausgeliefert wird. Auch bei meinen Kommentaren zu Maemo versuche ich nicht zu viel Fremdsoftware zu berücksichtigen bzw darauf hinzuweisen.

Zunächst noch ein wenig zu meinen Gewohnheiten beim Umgang mit Smartphones. Viel tue ich damit nicht. Wichtig sind mir vor allem die Internet-Funktionen.

  • Instant Messaging (Jabber/IRC),
  • Mail,
  • Microblogging (identi.ca),
  • RSS-Feeds,
  • Webbrowsing

Aber auch andere Dinge sind mir dabei wichtig. Zum Beispiel möchte ich von überall über SSH auf meinen Server zugreifen. Tethern, über Bluetooth oder USB, vorzugsweise Bluetooth, weil ich nicht immer ein Kabel mit schleppen will.
Also das volle Programm. Ich denke es ist ziemlich offensichtlich, dass die meisten dieser Punkte sehr textlastig sind, deshalb ist für mich eine gute Tastatur fast unverzichtbar. Vor allem deshalb fiel meine Wahl auf das Desire Z mit QWERTZ-Tastatur.

Auch der Mediaplayer ist mir sehr wichtig, da ich unterwegs fast immer die Kopfhörer auf habe. Alle anderen Funktionen werden mal sporadisch genutzt, oder einfach nur damit gespielt (wenn sie schon da sind), eigentlich könnte ich aber darauf verzichten.

Ok, genug mit dem Vorgeplänkel, auf geht's mit den Fakten.

Hardware

Über die genauen Spezifikationen muss ich wohl nicht zu viel schreiben, da diese schon in vielen Quellen im Internet ausführlich beschrieben wird. Schaut selbst nach.

Das Desire Z wirkt sehr hochwertig, Kunststoff und brushed Metal sowie ein schönes Display unter Glas. Fühlt sich toll an. Allerdings, die Verarbeitungsqualität … zumindest bei meinem Gerät sind ein paar winzige Macken vorhanden. Die Akkuabdeckung schließt nicht richtig bündig ab, das Teil scheint nicht hundertprozentig richtig gebogen zu sein, jedenfalls kann ich spüren, dass die Ecke direkt unter der Kamera etwas mehr übersteht als die anderen drei Ecken, minimal aber fühlbar mehr.
Außerdem ist auf der Akkuabdeckung eine kleine Vertiefung, als wäre da mit einem spitzen Gegenstand was angekörnt, ich kann die Grate fühlen. Auch bei der Displayumrandung sind unten zwei winzige Grate erkennbar. Der Power-Button wirkt etwas wackelig.
Das ist meckern auf sehr hohem Niveau, aber bei einem Gerät dieser Preisklasse sollte man auch hohe Ansprüche an die Verarbeitungsqualität stellen dürfen.

Das Gehäuse des N900 besteht komplett aus Kunststoff, auch das Display (resistiver Touchscreen) hat eine Kunststoffabdeckung deshalb fühlt es sich im direkten Vergleich nicht ganz so hochwertig an.
Dafür ist es hervorragend verarbeitet. Auch nach einigen Monaten intensivem Gebrauch sieht es noch toll aus. Klar, inzwischen gibt es die üblichen Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer auf dem Display, die sind aber bei aktivem Display nicht zu sehen. Auch der Slider-Mechanismus hat inzwischen leichte Kratzer neben der Tastatur hinterlassen. Abgesehen davon ist alles tiptop in Schuss. Spaltmaße usw. sind absolut in Ordnung.

Abgesehen von der Verarbeitungsqualität gibt es weitere Unterschiede bei der Ausstattung, die mich am N900 insgesamt sehr überzeugen.
Da wären zum Beispiel die Stereo-Lautsprecher, auch wenn ich sie selten nutze ist das ein nettes Feature, vor allem weil der Klang wesentlich besser ist als der winzige Mono-Lautsprecher des Desire Z. Der Infrarotsender ist nett, damit funktioniert das N900 als Universalfernbedienung. Außerdem gibt es eine zweite Kamera neben dem Display für Videochats. Nutze ich zwar nicht, aber falls jemand so was braucht ist sie da. Auch den kleinen Fuß finde ich wirklich praktisch, wenn das Gerät auf dem Tisch steht. TV-Out ist ebenfalls möglich und es gibt einen FM-Transmitter, damit kann man seine Multimedia-Bibliothek über das Autoradio hören. Das frisst natürlich am Akku, also kann man es selten wirklich nutzen, aber praktisch, wenn das Autoradio kein MP3 kann und man keine CDs mitschleppen will.
Und zuletzt lässt sich die microCD-Karte wechseln, ohne den Akku zu entfernen oder das Gerät auszuschalten. Android scheint das Software seitig vorzusehen, aber wenn man den Akku ausbauen muss um an die Karte zu kommen, nutzt das beim Desire Z natürlich nichts.

Ja, Hardware können die Finnen! All das hat das Desire Z nicht.

In der täglichen Nutzung habe ich in der gesamten Zeit eigentlich nur einen Nachteil am N900 entdeckt, die Kameraabdeckung öffnet sich sehr leicht, wenn man das Gerät in eine Tasche schiebt. Natürlich könnte man das N900 auch andersherum in die Tasche schieben, dann wäre aber der Kopfhöreranschluss unten in der Tasche.

Die Tastatur

Das erste große Thema für mich.
Die Tastatur des Desire Z besteht aus Kunststoff-Tasten und ist sehr großzügig dimensioniert, mit viel Platz zwischen den Tasten, das wird einigen bekennenden Wurstfingern entgegen kommen. Schön ist, dass es doppelte Umschalttasten und Fn-Tasten gibt. Auch eine Tab-Taste, Menü, und zwei frei definierbare Funktionstasten sind vorhanden. Nicht so schön finde ich, dass keine Pfeiltasten vorhanden sind. Auch dass die Umlaute nur über eine Drittbelegung erreichbar sind empfinde ich als Nachteil.

Beim N900 sind die Tasten deutlich dichter beieinander, praktisch ohne Abstand dazwischen. Es gibt Tasten für die Umlaute und Pfeiltasten, auch wenn die Pfeile ↑ und ↓ auf der deutschen Tastatur nur über die Fn-Taste zu erreichen sind – ein Kompromiss um die Umlaute unterzubringen

Das Tippgefühl beim N900 ist für mich wesentlich angenehmer. Jede Taste hat einen absolut knackigen Druckpunkt, die kurzen Abstände sorgen für kurze Wege der Finger.
Im Vergleich dazu benötige ich beim Desire Z länger um die Tasten zu finden (also mit dem Finger zu treffen). Auch die Druckpunkte sind mMn eher schwammig, wenn ich die Tasten nicht genau mit dem Fingernagel erwische sind sie schwergängig. Dadurch fällt es schwer zu erfühlen, ob die Taste auf den Druck reagiert hat oder nicht. Besonders schlimm ist dieser Effekt bei den größeren Tasten, die Leertaste und besonders die linke Umschalttaste zum Beispiel haben anscheinend mehrere Druckpunkte, da muss man natürlich dann auch die Taste an der richtigen Stelle treffen.

Ok, und was ist jetzt mein Urteil? Ich kann auf dem N900 besser tippen. Möglich, dass das eine Sache der Gewohnheit ist, aber die Zahlen bei einem Speedtest sprechen für sich: Mit dem N900 schaffe ich rund 20 Anschläge pro Minute mehr!

Mechanik

Der Klappmechanismus sorgt beim Desire Z immer wieder für Diskussionen. Viel zu lasch, sagen viele, und dass es von alleine zuklappt, wenn man das Gerät zu hoch hebt (zum Beispiel wenn man im Bett liegt). Ja, da hätte HTC vielleicht ein paar Magnete spendieren können, damit das Display im geöffneten Zustand mehr Halt hat.

Allerdings frage ich mich auch wie man das Gerät in der Hand halten muss, damit das passiert. So wie ich es halte ist fast immer irgendwo ein Finger, oder ein Handballen an der Displayumrandung – schon eine leichte Berührung reicht aus um das Display in Position zu halten. Da klappt auch kopfüber nichts zusammen. Ob das Kabel zwischen den beiden Gerätehälften häufiger Belastung standhält oder irgendwann einem Kabelbruch zum Opfer fällt, kann nur die Zeit zeigen.

Das N900 ist ein klassischer Slider, fühlt sich knackig an und rastet in beiden Positionen sicher ein. Der Nachteil dieser Slider ist natürlich immer, dass neben der Tastatur Kratzer entstehen können, das N900 ist keine Ausnahme. Ich habe die Vermutung, dass Nokia beim Tastaturtausch eine gebrauchte Tastatur verbaut hat, jedenfalls sind jetzt stärkere Kratzer sichtbar als vorher.

Display

Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich das Display – bei Smartphones immerhin die Benutzerschnittstelle überhaupt. Da gibt es natürlich auch deutliche Unterschiede.

Das Display des Desire Z sieht einfach nur verdammt sexy aus. Das liegt sehr wahrscheinlich auch an der Glasoberfläche, außerdem ist es größer. Die Bildschirmbeleuchtung ist stufenlos regelbar, was wohl eher an der Software liegt. Um den Akku zu schonen wird man vermutlich beide Geräte auf der niedrigsten Helligkeitsstufe betreiben. Dabei schwächelt das Desire Z dann aber in direktem Sonnenlicht, dann muss man die Helligkeit hoch drehen Das N900 sieht dann zwar auch alles andere als schön aus, bleibt aber besser lesbar. Ich vermute dass das Glas vom Desire Z stärker spiegelt.

An den Touchscreens ist in beiden Fällen nichts auszusetzen. Das N900 hat einen resistiven Touchscreen, reagiert also auf Druck. Das heißt es ist auch mit dem mitgelieferten Stylus zu bedienen, der fehlt mir beim Desire Z manchmal, da ich das Gefühl habe, dass ein Stylus doch eine höhere Präzision ermöglicht als ein Finger.
Dafür reagiert so ein kapazitiver Touchscreen viel schneller als ein Resistiver, da kommt es auch schon mal vor, dass man den Finger noch gar nicht richtig drauf hat, da reagiert der Touchscreen schon. Natürlich ist das auch wieder so eine Gewohnheitssache, aber mir fehlt da ein wenig das Feedback „ja, ich hab wirklich gedrückt“.
Außerdem habe ich mir durch den resistiven Screen vom N900 angewöhnt die Fingernägel zu verwenden – fast wie einen Stylus. Bei einem kapazitiven Display ist das natürlich zwecklos und führt zu ganz anderen Resultaten, wenn nicht der Fingernagel erkannt wird sondern die Fingerkuppe an ganz anderer Stelle. :)

Beide Touchscreens funktionieren aber absolut präzise und der Lernprozess beim Umstieg geht nach und nach voran.

Betriebssystem

Maemo gegen Android. Spannend. Das eine ist ein Debian mit Hildon-Oberfläche, das andere ist eine relativ geschlossene Java-VM (Dalvik) auf einem Linuxkernel.

Ja, wo soll man da beginnen die beiden zu Vergleichen? Das ist ja praktisch nicht möglich. Ich erinnere nochmal daran, dass ich bisher nur Android mit Sense-Oberfläche und ohne Root getestet habe und mich im Android-Universum noch nicht besondrs gut auskenne.

Die Tatsache, dass Maemo ein Debian ist, ist natürlich ultimativ genial. Es gibt die bekannte Paketverwaltung, apt-get, es ist alles so wie man es von einem Debian kennt und es gibt die Möglichkeit weitere Paketquellen einzubinden. Es ist sogar möglich Debian-Applikationen zu installieren, sofern diese für ARM verfügbar sind.
Im Gegensatz dazu hat Android den Market, mit vielen Applikationen – noch fehlt mir da definitiv der Überblick. Und natürlich hat Android eine viel größere Entwicklergemeinde. In vielen Punkten ist das wirklich positiv. Andererseits kosten die meisten Anwendungen etwas, oder es gibt so lustige nervige Werbeeinblendungen. Angry Birds zum Beispiel gibt es für beide Plattformen, für Android ist es kostenlos (mit Werbung), Maemo-Nutzer dürfen nur das erste Kapitel spielen (dafür ohne Werbung).

Die Sicherheitsfrage stellt sich auch. Soweit ich informiert bin gibt es beim Android-Market keinen ausführlichen Review-Prozess und man wird gewarnt auf die Zugriffsrechte zu achten. Manche Applikationen wollen Zugriff auf das Telefon und SMS-Funktionen? Hä? Alarmglocken schrillen auch ohne Warnungen.
Unter Maemo gibt es übrigens auch keinen Review-Prozess in dem Sinne, da läuft das komplett über die Verantwortung der Community. Und da bleiben viele nützliche Applikationen dann lange hängen, wenn man sie nutzen will oder benötigt darf man das extras-devel Repository aktivieren und … das ist vergleichbar mit den PPAs unter Ubuntu oder dem AUR von Arch. Man muss den Entwicklern einfach vertrauen.

Freiheit

Ja, die Freiheit. Also Maemo ist ein vollwertiges Linux, mit Root-Zugriff. Bei Android muss man erst mal ins eigene System einbrechen um den Root-Zugriff zu bekommen. Naja, mehr muss man wohl zum Thema Freiheit nicht sagen.

Multitasking

Bei Android hab ich das Multitasking noch nicht wirklich durchschaut. Es scheint keine direkte Möglichkeit zu geben Anwendungen auch zu beenden (manche Anwendungen bieten eine solche Option an), es gibt zwar Task-Killer im Market, aber es wird allgemein davon abgeraten diese zu verwenden. Anwendungen laufen einfach weiter, solange der Speicher reicht. Wird eine neue Anwendung geöffnet und es steht kein Arbeitsspeicher mehr zur Verfügung, dann wird eine andere Anwendung beendet um wieder Platz zu schaffen. … Ja, wie kontrolliere ich denn, welche Anwendungen bitteschön weiter laufen sollen? Instant Messenger zum Beispiel? Wahrscheinlich laufen da Teile der Applikationen als Dienst, die dann nicht beendet werden.

Maemo bietet echtes Multitasking. Anwendungen laufen in richtigen Fenstern, man kann alle Fenster sehen, sogar den Fensterinhalt und einzelne Anwendungen lassen sich auch beenden. Vom Bedienkonzept finde ich Maemo etwas übersichtlicher.

Instant Messaging

Auch das ist ein wichtiger Punkt für mich.
Da bin ich ziemlich schockiert über die schlechte Integration. HTC liefert da lediglich einen Google-Talk Client aus. Damit ist es natürlich nicht möglich normale Jabber-Accounts zu nutzen. Für andere Chatprotokolle – also auch Jabber – muss man tatsächlich einen anderen Client aus dem Market installieren. WTF? Die Qualität der Anwendungen schwankt natürlich auch stark. Jeder Client bringt sein eigenes Interface mit sich, den Status bei mehreren verschiedenen Protokollen zu ändern dürfte ein Spießrutenlauf werden. Und dann bleibt (für mich) die Frage, was passiert, wenn der Speichermanager anfängt Tasks zu killen? Ihr merkt sicher, dass mir hier ein paar Informationen fehlen.

Da bin ich von Maemo wahrscheinlich sehr verwöhnt, denn Maemo liefert Telepathy mit. Das ist die Technik die auch hinter Pidgin und Empathy steckt und die auch Ubuntu für die Indicator-Menüs nutzt. Viele Protokolle sind von Anfang an verfügbar, weitere lassen sich problemlos über den Application Manager nachinstallieren. Auch Spielereien mit Avahi/Zeroconf sind kein Problem. Über ein Menü kann man sämtliche Verbindungen zentral kontrollieren, und natürlich auch den Status der verschiedenen Protokolle.
Es wird noch besser, sämtliche Kontakte aus jeglichen Protokollen integrieren sich wunderbar in das Adressbuch. Auch die Chats werden alle über das selbe Interface abgehandelt. Dabei ist das Protokoll egal, selbst SMS läuft in der selben Ansicht. Man hat also die gesamte Kommunikation mit einem anderen Menschen protokollunabhängig an einer Stelle gesammelt.

In diesem Punkt hat Android meiner Meinung nach noch viel Nachholbedarf.

Mail

Wieder so ein Thema. HTC liefert ein eigenes Widget – das lustigerweise kein Googlemail (IMAP-Idle/Push) kann. Dafür gibt es wieder eine separate GMail-Applikation die dafür keine anderen Konten kann. Ich habe in der HTC-App auch nirgendwo gefunden, wo man HTML-Mails ausschalten könnte. Das heißt wohl mal wieder im Market stöbern, ob es doch noch einen vernünftigen Mailclient gibt, der sich dann vermutlich wieder nicht ordentlich in Sense integriert. Ein Teufelskreis. :(

Der Maemo-Mailclient ist auch alles andere als perfekt. Ganz im Gegenteil, zum Beispiel kann auch der kein IMAP-Idle, aber dafür kann man Plaintext einstellen. Und natürlich kann man so ziemlich auf jede Debian-Anwendung zurückgreifen. mutt zum Beispiel ;-).

Webbrowsing

Ich muss zugeben, der Android-Browser gefällt mir. Startet sehr flott und stellt auch die Webseiten ordentlich dar. Multitouch ist wirklich nett. Manchmal nervt mich dass Texte beim Zoomen neu angeordnet werden, das sieht noch nicht wirklich flüssig aus.

Maemo macht dies anders, beim Zoomen wird die gesamte Seite skaliert und die Texte nicht neu angeordnet. Das ist häufig auch ein Nachteil, wenn die Schriftgröße endlich angenehm zu lesen ist muss man horizontal scrollen. Schön finde ich bei Maemo, dass man mit den Lautstärke-tasten zoomen kann. Nicht so schön ist, dass der Browser sehr langsam ist, zumindest beim Starten wartet der Browser auf irgend einen Hintergrunddienst, manchmal mehrere Sekunden.

Klar, das Desire Z kann Multitouch. Das Tabbing ist bei Android schön gelöst, Maemo öffnet viele Fenster, das ist auf Dauer anstrengend. Allerdings gebe ich zu, dass ich unter Android noch nie mehr als zwei Tabs offen hatte, vielleicht ist auch da die Ansicht auf Dauer unübersichtlich.

Microblogging

Mit Twitter-Clients wird man zugeschmissen, identi.ca hingegen ist überall ein Stiefkind, deshalb werde ich da nicht weiter drauf eingehen.

Feedreader

Da wird es wieder interessant. Ich gebe zu, dass ich erst durch Android auf die Idee gekommen bin Google Reader eine Chance zu geben. Irgendwie ist es doch sehr stressig auf mehreren Geräten die selben Feeds zu verwalten und die selben „News“ mehrfach zu empfangen. HTC Sense bietet ein schönes Widget, das zeigt alle neuen Einträge seit der letzten Aktualisierung an. Gelesene Einträge werden nach einer Weile entfernt. ungelesene bleiben natürlich drin.
Eines aber überrascht mich, und eigentlich kann es sich dabei nur um einen Bug handeln. Öffnet man Feedeinträge über das Widget, startet der Reader und zeigt einen monolithischen Textblock. Komplett ohne Absätze, Formatierungen oder eingebettete Bilder. Das ist sehr schade, denn das Textverständnis wird extrem erschwert. Besonders schlimm ist das, wenn Zitate oder Codeschnipsel im Text vorkommen, die dann auch nicht formatiert sind.
Öffnet man hingegen den Newsreader und hangelt sich dort zum entsprechenden Eintrag durch, dann wird dieser richtig formatiert angezeigt. Da startet doch die selbe Applikation, wenigstens ist optisch kein Unterschied zu erkennen, warum wird das dann nicht auch vernünftig formatiert?

Oh, und eine weitere Kleinigkeit mit der deutschsprachigen Version von Android/HTC Sense. Im Menü gibt es tatsächlich drei Einträge:

  • Nachrichten,
  • Nachrichten,
  • News und Wetter

Äh, ja. Eines bezieht sich allerdings auf SMS-Nachrichten, die anderen sind wirklich zwei verschiedene Feedreader. Ist nur ein problem der Übersetzung, aber man muss schon genau auf das Symbol achten, damit man das richtige „Nachrichten“ öffnet.

Unter Maemo gibt es standardmäßig auch einen Feedreader, der meiner Meinung nach wirklich grausam ist. Der Reader den ich jetzt installiert habe (FeedingIt) ist akzeptabel, hat nur ein wenig Darstellungsprobleme beim Wechsel zwischen zwei Einträgen im Portrait-Modus und kann scheinbar auch kein Google Reader. Dann gibts in den Paketquellen noch GRR (Google Reader Reader), habe ich allerdings noch nicht lange genug installiert um darüber ein Urteil zu fällen.

Wenn der Anzeigebug nicht wäre, dann gefällt mir der Feedreader vom Desire eigentlich sehr gut.

Mediaplayer

Hier befindet sich Android/Sense in guter Gesellschaft. Gute Mediaplayer bringt nämlich leider niemand so wirklich auf die Reihe. Ich hab sogar schon Hardware Portable Media Player gesehen, die furchtbar sind.

Was erwarte ich von einem guten Mediaplayer? Er soll meine Musik ordentlich sortieren und darstellen können. Dazu muss der natürlich vernünftig mit ID3v2-Tags umgehen können. Coverbilder sollten angezeigt werden, ganz egal ob diese als cover.jpg im Verzeichnis liegen, oder ob diese in die Datei eingebettet sind. Außerdem sollte ein guter Player Musik „gapless“ wiedergeben, also ohne Pause zwischen den Songs, bei Live-Alben ist so was immer gut zu hören, aber es gibt auch einige Konzeptalben bei denen mehrere Songs nahtlos ineinander übergehen. Sodas muss ein Player einfach leisten!
Außerdem wären mehrere Wiedergabemodi wünschenswert. Album-Shuffle zum Beispiel. Meistens höre ich nämlich komplette Alben am Stück und möchte danach ein anderes zufälliges Album hören.
ReplayGain wäre ein weiteres wirklich nettes Feature, damit wird die Lautstärke des Songs während der Wiedergabe angepasst, ohne die Dynamik des Songs zu zerstören oder die Rohdaten zu verändern. Normalisierung ist ein Verbrechen! Das geht sogar wahlweise auf Songbasis oder auf Albumbasis. Man vermeidet dadurch ständiges nachregeln der Lautstärke, wenn lautere und leisere Songs im Wechsel gespielt werden.

Der Sense-Mediaplayer sortiert hingegen Alphabetisch nach den Titeln. Wer ist denn für den Schrott verantwortlich?
Es gibt keine Möglichkeit Künstler/Alben/Songs an die aktuelle Wiedergabeliste anzufügen. „Gerade läuft dieses Album, danach möchte ich gerne das da hören.“ Ist das so eine abwegige Nutzung meinerseits? Ich glaube nicht, viele Player nennen das Party-Modus. Stattdessen darf man mit Playlisten hantieren, die dann aber wieder statisch und unhandlich sind. Wenn man übrigens einen Künstler auswählt und dann das Album anschaut, dann werden die Songs nach Tracknummern richtig sortiert. Wählt man das Album aber zur Wiedergabe aus, dann wird die aktuelle Wiedergabeliste ersetzt. Ähm ja, und die Titel werden dabei wieder alphabetisch sortiert – OMG FAIL!

Maemo ist in diesem Punkt auch nicht besser. Musik wird zum Beispiel immer nach der Track-Nummer sortiert. Funktioniert bei normalen Alben ganz gut, sobald ein Album aber zwei oder mehrere CDs hat wird die CD-Nummer ignoriert. Dann hat man den ersten Song von CD1, gefolgt vom ersten Song von CD2, dann die jeweils zweiten Songs. Doof! Coverbilder wurden bei mir teilweise ignoriert, so dass ich meine komplette Bibliothek neu taggen durfte, nur um die Cover in die Tags zu übernehmen (meine Sammlung besteht aus ogg-Dateien).

Gapless können beide nicht, ReplayGain sucht man auch vergeblich. Album Shuffle ebenfalls – wie gesagt, das können häufig nichtmal Hardware-Player, deshalb sollte ich wohl keine Erwartungen dieser Art haben, aber … :( es stimmt mich furchtbar traurig, dass das wirklich niemand hinbekommt.

Kalender

Ja, so was ist natürlich auch einigermaßen wichtig. Leider liefert Sense keinen vernünftigen Kalender mit, der es mir erlaubt neue Kalender anzulegen. Im Menü ist eine Option vorhanden, aber da öffnet sich nur ein Dialog den ich nur Abbrechen kann. Ansonsten ist natürlich Google Calendar integriert, naja, muss ich nicht unbedingt haben. Wäre schön, wenn man eigene Kalender einbinden könnte, gerne auch von eigenen Servern. Oder wenigstens lokale Kalender die auf dem Gerät gespeichert werden. Wahrscheinlich ist das dieser „PC sync“-Kalender, aber auch nur einer.

Maemo erlaubt Kalender die auf dem Handy gespeichert sind, für Synchronisierung mit Google oder ähnlichem muss man extra Pakete installieren. SyncML und ähnliches ist damit problemlos möglich, auch wenn ich es nicht unbedingt benötige. Schön finde ich, dass mir Maemo automatisch die Geburtstage der Kontakte im Kalender anzeigt, unter Android benötigt man wohl wieder den Market.

Sonstiges

Viel mehr gibt es eigentlich nicht mehr.

Manche nutzen ihr Mobiltelefon vermutlich auch als Wecker. Ich ebenfalls. Enttäuscht war ich, als ich feststellen musste, dass der Wecker im Desire Z nicht aktiv ist, wenn das Gerät „aus“ ist. Richtig aus geht das Desire Z ja nicht, das ist mehr so ein Suspend-Zustand. Damit kann das Gerät dann innerhalb von zwei Sekunden einsatzbereit sein. Der Wecker startet dann sofort nach dem Einschalten. Wahrscheinlich muss man sich mit einer Art Flugzeugmodus behelfen, damit nachts keine Verbindungen genutzt werden, Akku gespart wird und der Alarm trotzdem losgeht.

Das N900 weckt mich selbst wenn es ausgeschaltet wird – und fragt mich nachdem der Alarm deaktiviert wurde, ob das Gerät jetzt booten soll. Unter Maemo gibt es natürlich cron, damit kann man nachts auf ein lautloses Profil wechseln und die Verbindungen deaktivieren, im Repository gibt es Tools die das Einstellen vereinfachen – ich gehe davon aus, dass es so was auch für Android gibt.

Bei Android gefällt mir die Integration der Suchfunktionen. Spracherkennung usw. viele nette Spielzeuge, werde ich aber wohl selten nutzen. Aber da ist wieder die Sache mit den Chatkontakten die nicht ins Adressbuch eingefügt werden – die können dann natürlich nicht gefunden werden.
Außerdem ist ja Instant Search momentan der große Hype, weshalb man bei Android eine extra Suchtaste benötigt? Keine Ahnung, bei Maemo kann ich direkt auf dem Desktop anfangen zu tippen und das Adressbuch wird gefiltert. Kann Android erst, wenn das Telefon/Adressbuch oder die Suchfunktion offen ist.
Dann gibt es übrigens noch einen richtigen WTF im Adressbuch/Telefon bei Namen mit Umlauten. Mein Vater zum Beispiel heißt Günter. Also fang ich an zu tippen: [G][ü] – schon ist die Kontaktliste leer. [G][u] findet auch nichts. Mit der numerischen T9-Tastatur [4][8] für „GU“ funktioniert es aber.
Über die globale Suchfunktion funktioniert das natürlich, aber warum nicht direkt im Telefon? Ist doch ein Umweg: Globale Suche öffnen, Namen eintippen, Kontakt anklicken, Rufnummer anklicken.
Kürzer wäre: Telefon öffnen und Namen eintippen, funktioniert aber nicht wegen den Umlauten.
Hallo Google? Suche und UI könnt ihr doch sonst so gut.

Die Telefon-Applikation von Maemo ist relativ dumm, man merkt schon, dass das N900 ein Internet-Tablet ist, an das ein Telefon drangeflanscht wurde ;). Die Integration des Adressbuchs ist aber aufgrund des oben beschriebenen Bugs allerdings besser.

Ein weiteres Thema mit dem man sich definitiv auseinander setzen muss ist die Cloud. Mit Android führt praktisch kein Weg an Google vorbei. Ich muss zugeben, dass ich von der Idee alle Daten bei Google zu deponieren nicht wirklich begeistert bin … und was wollen die nicht alles wissen.

  • Adressbücher,
  • Mails (nutze ich tatsächlich für bestimmte Dinge aber niemals privat),
  • Kalender und Termine
  • sogar meinen aktuellen Aufenthaltsort.

Tut mir leid, aber das sind mir irgendwie zu viele Informationen und auch zu intime Details. Der Versuch auf diese Integration zu verzichten führt automatisch zu einer großen Einschränkung im Funktionsumfang, die man dann wieder durch Software von Drittanbietern ausgleichen muss.
Natürlich war mir das vorher schon bewusst, das ganze Ausmaß ist mir aber erst jetzt so richtig bewusst geworden.

Fazit

Tja, schwierig. :) Also das fällt mir wirklich schwer, weil beide Geräte ziemlich genial sind. Entscheidend ist wohl, was man damit machen will.

Beide Geräte gefallen mir, wobei das N900 etwas durchdachter scheint und mehr Möglichkeiten bietet (allein durch das Debian-Chroot). Natürlich stellt sich die Frage, was davon ich im täglichen Gebrauch wirklich vermisse. Eigentlich nichts, aber es ist halt schön, wenn solche Funktionen vorhanden sind, falls man sie irgendwann mal brauchen sollte.

Softwareseitig gibt es auch gewaltige Unterschiede. Und vieles ist sicher eine Frage der Gewohnheit. Irgendwie mag ich beide Systeme. Maemo für die Flexibilität, Integration und das Bedienkonzept. Android sieht einfach nur gut aus und ist momentan sehr spannend, weil es für mich natürlich „Neuland“ ist. Ob mir Android besser gefällt als Maemo? Tja, ich gebe zu, dass mir Android von Minute zu Minute besser gefällt, aber Maemo hat auch seine Vorzüge.

Android wirkt allerdings an vielen Stellen auf mich etwas unausgereift. Viele gute Ideen und Ansätze sind vorhanden, aber es gibt auch noch viel Potential für Verbesserungen.
Vielleicht liegen meine Probleme und die beschriebenen Bugs auch an Sense und gar nicht an Android selbst. Aber solche Dinge erwecken bei mir den Eindruck, dass zu viel Zeit in das Aussehen der Oberfläche gesteckt wurde und zu wenig in die Funktionen dahinter oder eine entsprechende Qualitätssicherung.

Es ist sehr deutlich erkennbar, dass beide Geräte eine komplett andere Zielgruppe haben. HTC und Android bedienen den Massenmarkt, das N900 wurde von Nokia als Gerät für Entwickler konzipiert. Für Bastler, Poweruser, Hacker … das Ziel von Nokia war es, Maemo weiter zu entwickeln, damit es bereit für den Massenmarkt wird.

Dummerweise ist Maemo so gut wie tot. Nokia wird es nicht weiterführen. Ob die Community das stemmen kann ist sehr fraglich. Die aktuelle Situation bei Nokia ist aus alles andere als positiv zu bewerten – viele setzen ihre Hoffnung auf MeeGo, es gibt aber auch Gerüchte, dass Nokia auf Windows Phone 7 oder Android setzen könnte. Es sieht momentan alles danach aus als würde sich Nokia mit den zahlreichen Betriebssystemen verzetteln. Schade, denn ich sehe in Maemo eigentlich eine tolle Basis von der vieles in MeeGo übernommen werden könnte.

Ein richtiges Fazit habe ich eigentlich gar nicht. Ich werde beide Entwicklungen weiter verfolgen. The End?

Dies ist mein erster Blogartikel ich hoffe er war interessant zu lesen, auch wenn er sehr lang geraten ist. Vielen Dank an Stefan für die Erlaubnis diesen hier als Gastbeitrag zu veröffentlichen.

HTC Desire Z

geschrieben von encbladexp am 28.01.2011 09:12:00.

Da mein altes Motorola Milestone wohl nie wieder ein Update auf Android 2.2 bekommen wird, und auch nicht mit Custom ROMs bespielt werden kann habe ich mich entschieden ein neues Smartphone zu kaufen. Nach reichlichen Überlegungen habe ich mich für ein HTC Desire Z entschieden, welche ich hier kurz getestet habe.

Verpackung

Die Verpackung vom Handy ist sehr funktional und zweckmäßig, Bilder davon gibt es wohl mehr als genug im Internet.

Folgendes findet man in dieser kleinen Schachtel:

  • Desire Z (welch Wunder)
  • Anleitung, Garantiebedingungen
  • Ladekabel (praktisch, sehr klein) & µUSB Kabel
  • Headset/Kopfhörer mit Kabel
Viel mehr kann man zu einer Verpackung auch nicht sagen, ich selbst finde es aber schön wenn eine Verpackung nur so groß ist wie unbedingt nötig, was hier definitiv der Fall ist.

Hardware

Das Desire Z macht einen sehr hochwertigen Eindruck, der Klappmechanismus macht ebenfalls einen guten Eindruck. Einziger Nachteil ist das man nicht Kopfüber damit klarkommt weil sich das Handy dann zuklappt.

In meinen Tests ist mir aufgefallen das dieser Mechanismus sehr leichtgängig ist, ich finde das weniger störend, jemand anders könnte davon aber schon genervt sein. Das Desire Z von einem Arbeitskollegen ist etwas schwergängiger weswegen ich von einer Serienstreuung ausgehe.

Die Tastatur hat schöne große Tasten (für ein Handy) welche auch gut verarbeitet sind, man hat die Tasten Shift und Fn in doppelter Ausführung. Umlaute erreicht man über die Fn Taste, was wesentlich schneller geht also noch beim Milestone mit dem langen Tastendruck.

Für einen Milestone Anwender ist dieses neue Keyboard ein wirklicher Segen, man muss sich aber natürlich etwas daran gewöhnen.

An den Seiten des Gerätes gibt es dann noch die klassischem Lautstärkereglerwippe (links) und eine Taste für die eingebaute Kamera (rechts). Die Qualität der Kamera möchte ich an dieser Stelle nicht beurteilen da ich hier zu DSLR-Verwöhnt bin. Die Videos haben eine brauchbare (aber nicht wirklich gute) Qualität und eine Auflösung von max. 720p, was schon mal deutlich besser ist als dieses VGA Geraffel was man oft angedreht bekommt.

Software

Beim ersten Start begrüßt einen so ein toller Assistent, damit sollten eigentlich auch Smartphone Einsteiger gut klarkommen. Auf das Anlegen eines HTC Sense Kontos habe ich verzichtet, mein Google Konto muss da reichen ;-)

Praktisch, man kann die Ersteinrichtung auch über WLAN machen wenn man z.b. keine SIM Karte übrig hat (meine Steckt noch im Milestone).

Nachdem man mit diesem Assistenten fertig geworden ist sieht man das erste mal seinen Desktop, welchen ich überladen finde. Es gibt insgesamt 7 Desktops welche in der Werkseinstellung mit lauter Widgets zugeballert sind (Wetter, Social Networks, Nachrichten, Unnötige Icons, Megagroßer Uhr, usw...).

Ich habe mir den Desktop erstmal aufgeräumt, die Sense Oberfläche ist für jemanden der bisher nur Stock Android verwendet hat auf jeden Fall eine kleine Umgewöhnung.

Sobald man das Hauptmenü aufmacht trifft einen der Schlag, es wurde nämlich ziemlich viel Bloatware von diversen Herstellern installiert, u.a. Twitter und Facebook. Mit selbst war das etwas zu viel des guten daher wurde das Gerät erstmal gerootet und überflüssige Software mit Titanium Backup deinstalliert.

Hat man als vorhergehendes Gerät auch ein Gerät das Android ab Version 2.2 einsetzt installieren sich die Applikationen vom alten Gerät wie von Geisterhand nach und nach. Da ich ein Milestone hatte konnte ich dieses Feature natürlich nicht verwenden und durfte ~50 Applikationen per Hand installieren. Zumindest konnte ich mit Titanium Backup einen großen Teil der Konfiguration übernehmen, aufpassen muss man lediglich bei den WLAN Daten, hier muss man noch eine kleine Modifikation an der wpa_supplicant.cfg machen da sonst der WLAN Stack nicht mehr funktioniert!

Das liegt aber lediglich daran das auf dem Milestone das WLAN-Interface den Namen tiwlan0 hat und auf dem Desire Z einfach eth0.

Fazit

Das HTC Desire Z ist ein wirklich schönes Gerät, mit welchem ich wohl mindestens ein Jahr lang meine Freude haben dürfte. Wer nicht unbedingt ein Hardwarekeyboard benötigt wird aber mit einem normalen HTC Desire genauso glücklich werden. Ein HTC Desire HD ist nur was für wirklich große Taschen!

Wer sich an der Sense Oberfläche stört findet im Internet schon 2-3 Custom ROMs wo kein Sense dabei ist und die Standardoberfläche von Android verwendet wird.

Erwartungen an das neue Jahr

geschrieben von encbladexp am 01.01.2011 12:45:00.

Hier mal eine kleine Liste von Sachen die ich für dieses Jahr erwarte, vorhabe, oder mir zumindest Wünsche:

  • Android Tablets
  • Behebung einiger Android unzulänglichkeiten (OpenVPN Support, Certificate Manager, GPG Support im Standard Mailclient)
  • Günstigere Tarife im Mobilfunk
  • Filme auf DVD/BluRay die ohne Kopierschutz auskommen und nicht 50 nervige Trailer und Banner haben bevor der Film endlich losgeht. Auch auf diese sinnlosen Menüs kann ich gut verzichten wenn der Film dafür 1€ weniger kosten würde.
  • Mehr Zeit für OpenSource Projekte, vor allem für Arch Linux und OpenStreetMap. Für Ubuntu werde ich dieses Jahr wesentlich weniger tun, vor allem da ich definitiv bei Ubuntuusers.de aufhören werde.
  • Weiterbildung, lange habe ich mir den LPIC-1 vorgenommen, dieses Jahr soll dies auch endlich mal erledigt werden.
Das waren alle "wichtigen" Sachen die mir gerade mal so eingefallen sind, kommt bestimmt noch was dazu im laufe des Jahres.

IMAP sicher über Android

geschrieben von encbladexp am 01.01.2011 12:32:00.

Bei Android ist ja Standardmäßig kein CACert im Zertifikatsmanager als Root-CA hinterlegt.

Bei vielen Webdiensten ist ein Verzicht auf ordentliche HTTPS-Sicherheit vielleicht noch akzeptabel, spätestens bei Mails auf dem eigenen Server aber vollkommen inakzeptabel!

Man hat nun verschiedene Möglichkeiten das Problem zu lösen:

  • CACert Root Certificate in den Zertifikatsmanager importieren: Umständlich
  • VPN verwenden: Möglich
  • IMAP über SSH mit ConnectBot tunneln: Einfach
Das Tunneln über ConnectBot geht natürlich nur wenn man Shellzugriff auf den Server hat, was bei einem eigenen Rootserver ja der Fall ist.

Man richtet sich ConnectBot ganz normal, wie jeden anderen SSH Clienten ein. Ich selbst bevorzuge ein Passwortloses Login über das integriert Public Key Verfahren welche mit einer Passphrase geschützt sind.

Im nächsten Schritt baut man den Tunnel auf, hierzu einfach auf die Verbindung im ConnectBot gehen (langer Druck mit dem Finger) und dann die Portforwardings bearbeiten, folgende benötigen wir für IMAP und SSH:

  • SMTP von 1125 auf 127.0.0.1:25
  • IMAP von 1143 auf 127.0.0.1:143

Sobald man jetzt eine Verbindung zu diesem Host aufbaut wird automatisch auch die Portweiterleitung aktiviert. Im Mailclient wird jetzt immer 127.0.0.1 (alternativ auch gerne localhost) als Server verwendet, der Port für IMAP ist dann die 1143 und für SMTP nimmt man 1125. Die Verbindung zum Server ist aber nicht Verschlüsselt, das übernimmt ja der gute alte ConnectBot für uns. Ob man für den Postausgangssserver (SMTP) ein Passwort benötigt kommt auf die Konfiguration des Mailservers an, oft benötigt man kein Login wenn man über SSH zugreift, da es sich dann um eine lokale Verbindung hat die meistens in der my_networks vom Postfix schon erlaubt ist.

Abgesehen davon kann man den Mailclient wie gewohnt verwenden und konfigurieren, einen Nachteil möchte ich aber nicht verschweigen: Automatische Mailchecks oder Aktionen die ausgeführt werden wenn kein ConnectBot im Hintergrund läuft funktionieren mit dieser Lösung natürlich nicht. Wird dies benötigt muss man also auf den umständlichen Weg das CACert Certificate importieren.

Schöner fände ich es wenn man Root-CAs einfacher importieren könnte, und nicht dieses umständlichen Weg gehen müsste, der noch dazu Root Rechte erfordert! Leider kann Android auch kein OpenVPN ohne Root, so macht das mit einem VPN natürlich auch keinen Spaß :-(

Gingerbread für das Motorola Milestone

geschrieben von encbladexp am 04.12.2010 23:15:00.

Nachdem Motorola ja schon bei Froyo für das Milestone geschlampt hat, haben die wenigstens die Sache mit Gingerbread richtig gemacht: Link

Was mir an Android noch fehlt...

geschrieben von encbladexp am 09.06.2010 10:58:00.

Es gibt leider nach wie vor einige Sachen die mir an Android fehlen, die ich noch nicht machen kann weil ich es nicht rooten möchte:

  • Google - Es wäre wirklich schön wenn man Calendar, Contacts & Co auch mit Diensten jenseits von Google syncen könnte.
  • OpenVPN - Damit ich auch in mein VPN reinkomme.
  • Zertifikats Manager - Damit ich auch das CACert Root Certificate importieren kann.
  • AdBlock - Damit mir die Werbung auch unterwegs nicht auf die nerven geht.
  • IPSec - Die Konfiguration von IPSec ist aktuell leider noch nicht so flexibel wie ich es vom PC gewohnt bin.
  • Contacts - Es wäre toll wenn man Einstellen kann ob nach Vorname oder Nachname sortiert werden soll.

Ich hoffe das zumindest mal ein Zertifikatsmanager in Android kommt, den aktuell ist es schon leicht nervig das man so extrem rumfummeln muss damit man CACert richtig verwenden kann.

Habt ihr auch Sachen die euch an Android momentan am meisten stören?

Motorola Milestone

geschrieben von encbladexp am 27.01.2010 16:22:00.

Ich hab mir mal wieder (wie fast jedes Jahr) ein neues Handy gegönnt. Diesmal wollte ich unbedingt ein Handy mit einer ordentlichen Plattform die es auch in Zukunft noch geben wird, mein gutes altes PalmOS (Treo 680) ist ja leider eher auf den absteigenden Ast.

Für WebOS gibt es für meinen Geschmack noch nicht genug Applikationen, auch mag ich lieber ein Handy das eine Querformat-QWERTZ-Tastatur hat, die vom Palm Pre ist mit definitiv zu fummelig. Auch ist dort der Bildschirm etwas arg klein für meinen Geschmack (wenn schon, dann richtig).

Da ich Maemo als Plattform nicht wirklich viel zutraue, und mir ein iPhone auf keinen Fall ins Haus kommt blieb ja nur noch Android übrig. Auch wenn ich zugeben muss das Multitasking bei WebOS absolut perfekt gelöst wurde.

Hardware

Ich verzichte hier einfach mal auf die obligatorischen Bilder, davon gibt es schon mehr als genug im Internet.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang von meinem Milestone (gekauft beim O2 Shop in Bayreuth):

  • Milestone
  • Akku
  • Kopfhörer (3.5mm Klinke)
  • Ladegerät (mit einem verdammt kurzen Kabel)
  • Homestation (Dockingstation fürs Handy)
  • Anleitung, Garantiehinweis, Verpackungsmaterial, ...

Verarbeitung

Die Hardware fühlt sich verdammt gut an, da klappert nichts und auch der Slider macht einen sehr soliden Eindruck. Das Einzige was den Gesamteindruck der Hardware etwas stört ist der doch etwas wackelige Akkudeckel. Ich glaube nicht das dieser besonders gut hält wenn er so einfach auf und ab geht.

Die in manchen Tests kritisieren Touchbuttons an der Unterseite vom Display finde ich klasse, besser wie so ein fummeliges Wabbelteil mancher Billighandies.

Die Tastatur vom Gerät macht einen sehr guten Eindruck, man muss aber Bedenken das es eine Folientastatur ist und diese natürlich nicht mit dem (sehr gutem) Keyboard von einem N900 vergleichbar ist. Dennoch ist das schreiben darauf wesentlich angenehmer wie auf einer Software Tastatur (so was gehört eh verboten), der Druckpunkt ist ganz ok und es klappert nichts. Einen neuen Harry Potter möchte ich damit allerdings nicht unbedingt verfassen.

Das Design könnte man wohl als zeitlos bezeichnen, es ist ein einfaches schwarzes Handy das sehr kantig wirkt. Es sieht auf den ersten Blick aber wesentlich größer aus, als es tatsächlich ist!

Technische Daten

Die Technischen Daten sprechen für sich, das Milestone ist das (aktuell) schnellste Android Handy welches man kaufen kann (das Nexus One gibt es in Europa ja noch nicht). WLAN,Bluetooth,HSPA,Kamera & Co gehören bei dieser Preisklasse (~450€) natürlich dazu und müssen nicht besonders erwähnt werden. Der Akku hat eine Leistung von 1400 mAh, was für ein Handy recht viel ist.

Der Empfang vom WLAN ist durch die Bank gut, vergleichbar mit einem Notebook. Andere Handies (div. Nokias) hatten eher schlechten WLAN Empfang in den Gebäuden wo ich mich oft aufhalte. Das WLAN hat aber "nur" 802.11g, was aber für ein Handy mehr als ausreichend ist.

Das mit Abstand Beste vom Milestone ist aber sein Display, mit 854x480 Pixel Auflösung bei 3.7" und einer Leuchtkraft die an manchen Tagen die Sonne alt aussehen lässt, kann sich der Milestone auch bei gutem Wetter noch von seiner Schokoladenseite zeigen. Gleichzeitig ist das Display aber auch der größte Energiefresser an dem Gerät (welch ein Wunder), in meinen Tests hat es laut dem Android-Onboard-Schätzeisen ca. 35% der Energie verbraucht.

Der Akku ist für ein Gerät dieser Klasse auch OK, er hält wenn man normal damit arbeitet locker einen Tag durch. Dabei definiere ich Folgendes als normal:

  • Google Sync aktiviert
  • GTalk aktiviert
  • GPS deaktiviert, das muss nun wirklich nicht laufend aktiv sein
  • WLAN wenn möglich, aber sonst aus (d.h. bei mir ~5h am Tag aktiv)
  • Push Mail via GMail aktiviert, ich verwende aber GMail eh nur als Mobilmail ;-)
  • ~1h Telefonie
  • ~1h Spielerei (ShootGunn,AK47,2-Spieler-Reaktor,usw...)
  • ~1h Surfen (Internet, you know?)

Die Kamera habe ich selbst nicht getestet, das liegt daran, dass ich ein Handy nie als Kamera verwende. Die Einzige sinnvolle Anwendung, die ich für eine Kamera im Handy finden kann, ist z.B. ein Barcode Scanner (z.B. für Shop Savy).

Software

Das Milestone hat das Neueste vom Neuesten aus der Android Welt: Android 2.0

Für mich als Android Neuling sieht es auf den ersten Blick natürlich genauso aus wie jedes andere Android Handy das ich bisher mal in der Hand halten durfte (G1,Galaxy,...). Viele Neuerungen sind erstmal unter der Haube, vor allem der Multitouch Support ist natürlich prima.

Leider wird genau dieser aber noch nicht von jeder App (z.b. Google Maps) verwendet. Der Android Browser ist die einzige Anwendung die davon aktuell gebraucht macht. AFAIR hat aber auch die amerikanische Version vom Milestone (Droid) kein Multitouch wegen irgendwelcher Patentprobleme, die mich jetzt aber auch irgendwie nicht wirklich interessieren wollen ;-)

Die komplette Software läuft sehr schnell, man muss selten länger als 1-2 Sekunden warten. Die Standardprogramme welche vorinstalliert sind tun alle ihren Dienst. Das Einzige was etwas unschön ist wäre Motonav, das mag mir als TomTom User einfach nicht gefallen. Da ich mein Milestone eh nicht als Navi verwenden will, werde ich es aber wohl einfach nicht benutzen.

Motonav lässt sich, zumindest ohne rumfummeln, nicht vom Milestone löschen. Das finde ich sehr ärgerlich, erinnert es mich doch an Medion PCs bei denen man auch erstmal 200 Programme deinstallieren darf damit man wieder das Wallpaper sieht.

Erster Start

Beim ersten Start gibt es gleich mal eine richtig schöne Einsteigerfalle: Datum und Uhrzeit vom Gerät passen natürlich nicht, so dass man sich nicht beim Google Konto anmelden kann. Man kann dies einfach überspringen und nach dem Aktualisieren von Datum und Uhrzeit nachholen, dann klappt es auch mit dem Login der Google Services.

Abgesehen vom (optionalen) Google Login fragt Android beim ersten Start nichts ab, was man nicht auch von anderen Handies schon kennt. Es ist dabei egal, ob der erste Start mit WLAN oder EDGE/UMTS/HSPA erfolgt. Beim Palm Pre war es ja wichtig das man den ersten Start an einem Ort macht wo auch das jeweilige Handynetz funktioniert (Hinweis am Rande: Da wo ich wohne geht nicht mal D1, von E+ & Co kann man sowieso nur träumen).

Google Contacts (Kontakte)

Hierzu muss man eigentlich nicht viel sagen, man kann alles machen, was man in einer Kontaktverwaltung halt so machen können sollte. Was schön ist, ist dass z.B. Adresse einen Button habe, der einen direkt zu Google Maps (oder einem anderen Kartendienst) führt. Das Einzige was mich störte war, dass man bei Google Online nur ein Feld Name hat, im Android gerät wird daraus automatisch Vorname Name gemacht, was natürlich für meine Zwecke falsch ist. Beispiel:

  • Google (Onlinedienst): Betz Stefan
  • Android Vorname: Betz
  • Android Nachname: Stefan
Das ist natürlich komplett falsch. Leider kann man dieses Verhalten auch nicht abstellen, auch ist es nicht vorgesehen das man statt nach dem Vornamen auch nach dem Nachnamen sortieren kann. Das finde ich sehr ärgerlich (mein altes Nokia konnte das).

Google Calendar (Kalender)

Hier das für mich (nach Kontakten) Wichtigste: Der Kalender!

Häufiges Problem ist, dass der Abgleich nicht immer ohne Probleme funktioniert. Das musste ich leider auch beim Milestone feststellen, denn ab und an war ein Termin, der auf dem Handy nur einfach angezeigt wurde, im Webinterface von Google 3 oder 4 mal drin (wobei wirklich alle Daten gleich waren). Vielleicht bin ich auch einfach nur Palm verwöhnt, mein gutes altes jPilot hat das immer sehr gut hin bekommen.

Von PalmOS war ich es auch gewöhnt Kategorien zu haben, dieses Konzept kennen die Google Dienste so leider (noch) nicht. Aber man kann sich behelfen, indem man einfach zusätzliche Kalender (im Webinterface) anlegt, das Milestone holt sich diese automatisch ab. Auch kann man für jeden Kalender der dem Milestone bekannt ist auch Termine anlegen usw...

Bisher noch nicht getestet habe ich die Kalenderfreigabe, das wäre sehr praktisch, da so meine Freundin z.B. sehen könnte wann bei mir schon geblockt ist.

Google Mail

Zu jedem Android Gerät (also auch zum Milestone) gehört natürlich auch der für viele wichtigste Google Dienst: Google Mail.

Ich verwende Google Mail nur als mobiles Mailkonto, da diese Adresse kaum jemand hat und ich schon aus Prinzip nicht meine ganzen Mails bei Google haben möchte. Der Abgleich mit Google funktioniert natürlich auch hier vorbildlich, was bei einem Dienst aus dem eigenen Haus nicht wirklich wundert.

Das Einzige was bei mir Probleme machte war das Versenden von Mails wenn man schlechten Empfang hat (Stahlbeton machts möglich), sobald der Empfang wieder besser ist klappt das aber auf Anhieb!

Noch erwähnen möchte ich das Google Mail mit diesem Client auch prima Push Mail bietet (IMAP IDLE) womit man hier einen Prima SMS/MMS Ersatz geschaffen hat.

E-Mail

Dieses Programm macht auf den ersten Blick einen recht guten Eindruck, hat mich dann aber doch enttäuscht. Es stürzte bei mir relativ häufig ab und war nicht in der Lage über einen CRAM-MD5 Login gesicherten Server Mails zu verschicken. Auch das Importieren von X509 Zertifikaten (CACert in meinem Fall) war mir nicht möglich. Das ist sehr schade, da ich schon erwartet hätte, dass Google CACert unterstützt.

Wenn es mal funktionierte war die Usability eigentlich sehr brauchbar. Einzig dass man alle Konten in einer Ansicht hat, finde ich etwas ungewohnt. Auch ein Support für Push Mail fehlt dem Programm, was sehr schade ist da mein Mailserver IMAP IDLE ja unterstützt. Ich vermute aber, dass E-Mail aus Absicht kein IMAP IDLE unterstützt, so dass nur die GMail-Anwendung mit Push Mail bedient (und damit bevorzugt) wird.

Ich denke das viele dieser Probleme, vor allem aber die Abstürze und das Problem mit den Zertifikaten in naher Zukunft gelöst werden, bis dahin werde ich wohl auf meinen stefan-betz.net Account erstmal auf dem Handy verzichten müssen.

Browser

Genau so habe ich mir mobiles Browsing vorgestellt, das Laden der Seiten geht schnell und ohne große Bedenkzeit. Schade das ich keinen Adblock dafür finden konnte, aber wenn es "demnächst" Fennec für Android gibt, sollte sich das Problem von alleine lösen.

Da ich für meine Passwörter gerne Password Hasher verwende habe ich mir gleich die Hash It! App installiert, diese erzeugt auf genau die gleiche Art und Weise Passwörter wie die bekannte Firefox Erweiterung.

Google Maps

Ein weiter wichtiger Google Dienst ist auch auf dem Milestone mit von der Partie: Google Maps.

Hier gibt es eigentlich wenig zu sagen, es funktioniert genau so, wie man es erwartet. Das Einzige was ich doch vermisst habe war Multitouch, das Vergrößern und Verkleinern mit den +/- Buttons nervt einfach nur und ist nicht gerade genau.

Dafür hat Google Maps eine sehr gute Latitude-Integration und ist ziemlich schnell was das Erfassen meiner Position (sowohl mit als auch ohne GPS) angeht. Die meisten Navigationssysteme die ich kenne benötigen hierfür wesentlich mehr Zeit.

Android Market

Apple nennt es AppStore, Google sagt einfach Android Market dazu.

Der Market ist bis auf ein paar Kleinigkeiten (Sortierfunktionen?) ganz brauchbar. Damit man auch in den Genuss kostenpflichtiger Downloads (Apps) kommen kann, benötigt man allerdings einen Account auf Checkout. Ich selbst habe mir gleich so einen besorgt, da es doch viele gute Spiele, oft für einen kleinen Beitrag (1-3$), in einer Version gibt, die deutlich mehr Funktionen hat.

Die Downloads aus dem Market haben bei mir ohne Probleme funktioniert, das Bewertungssystem scheint seine Funktion gut zu erfüllen, so dass es auch für einen Android-Neuling ersichtlich ist was eine App taugt und was nicht. Schade ist das es bei den Bewertungen einen Deutsch/Englisch Gemisch gibt, was aber wohl die wenigsten wirklich stören dürfte.

Fazit

So, nun habt ihr es endlich Geschafft. Hier am Schluss für alle (die vielleicht auch nicht alles gelesen haben) nochmal eine kurze Zusammenfassung.

Positiv finde ich, dass Android ein sehr schnelles und stabiles Betriebssystem für Handies (oder Smartphones, wie auch immer) ist. Alles was man von Android erwartet, funktioniert auch ohne Probleme. Das Milestone selbst ist ein Gerät mit guter Verarbeitung und einem Akku, der vielleicht einen Tick mehr Power vertragen könnte. Die Erweiterbarkeit durch den Android Market ist sehr gut, so dass man das Gerät ohne Probleme auch mehrere Jahre einsetzen können sollte. Dies spielt für mich natürlich weniger eine Rolle ;-)

Negativ finde ich aber, dass wirklich für jeden Mist wo Android bietet, ein Google Account mehr als nur sinnvoll ist. Viele Dienste (Market, Mail, Kalender, Kontakte, ...) machen ohne die (wirklich sehr gute!!!) Integration in die Google Dienste einfach keinen Sinn. Was Google noch verbessern muss sind Sachen, die auf Fremddienste (vor allem der Mailclient!) zugreifen können. Hier könnten die Entwickler ruhig etwas mehr Mühe rein stecken. An dem Gerät selbst gibt es nichts zu meckern, die Verarbeitung und das Handling ist Top!

Ich hoffe dieser Test hat euch genug Details über das Milestone (und damit auch Android 2.0) geliefert.