[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Archiv für November 2011

Cluster SSH

geschrieben von encbladexp am 28.11.2011 18:08:00.

Ein sehr gutes Tool, für die Verwaltung mehrerer Server gleichzeitig ist übrigens Cluster SSH. Ich verwende dieses Tool schon seit ca. 2-3 Jahren zur Verwaltung einiger Server.

Heute ist mir erst aufgefallen wie oft ich dieses Tool eigentlich verwende, zwar nur ca. 1-2 mal pro Woche, dennoch spart es mir massig Zeit wenn mal wieder 15-20 Server mit Updates versorgt werden wollen!

Die Konfiguration ist kein großes Hexenwerk, man legt einfach eine Datei ~/.csshrc an und packt folgendes hinein:

clusters = clustername1 clustername2
clustername1 = rz1srv1 rz1srv2 rz1srv3
clustername2 = rz2srv1 rz2srv2 rz2srv3
ssh_args =
Das war es auch schon, mittels cssh clustername1 kann man sich nun zu allen Servern in diesem Cluster verbinden, man sieht dann pro Server ein eigenes Fenster, und eine Eingabezeile in der man Befehle / Tasten eingeben kann welche an alle Server gleichzeitig gesendet werden sollen.

Da ich meine Benutzernamen und viele weitere SSH Optionen über ~/.ssh/config vorgebe habe ich die Variable ssh_args bewusst auf nichts gesetzt.

Mehr Infos gibt es dazu natürlich in der Manpage!

Bandbreite im Netzwerk bestimmen

geschrieben von encbladexp am 04.11.2011 22:05:00.

Neulich habe ich ja einen Artikel über meine Einführung des WLAN Standards 802.11n verfasst. Kurz danach gab es Fragen mit welchem Tool ich den meine Bandbreiten eigentlich ermittelt habe, den Namen des Tools - iperf - habe ich zwar kurz erwähnt, wie es funktioniert habe ich aber nicht erklärt.

Das möchte ich natürlich mit diesem Artikel nachholen, zuvor muss iperf natürlich installiert werden, was über die Paketverwaltung der Distribution erfolgen sollte. Anschließend muss man sich entscheiden welcher der Rechner im Netzwerk den der Server sein sollte, ich nehme hierbei immer den Router, den die meisten IP Pakete müssen irgendwann an den Router ;-)

Gestartet wird der Server in einem Terminal mit folgendem Befehl:

iperf -s
Mehr ist auf dem Server auch nicht zu machen, jetzt geht es an den Client, was jeder PC im Netz sein kann, in der Regel wird man aber die Bandbreite von einem bestimmten PC messen wollen. Auf dem Client wird iperf wie folgt aufgerufen:
iperf -c server
Der Parameter server muss hierbei natürlich durch den Server ersetzt werden, entweder die IP Adresse oder aber der (auflösbare!!!) Hostname des Servers.

Ein normaler Test, also mit den Standard Parametern dauert pro Aufruf ca. 10 Sekunden und wird sowohl am Client als auch am Server geloggt. Das kann z.B. so aussehen:

------------------------------------------------------------
Client connecting to server, TCP port 5001
TCP window size: 16.0 KByte (default)
------------------------------------------------------------
[  3] local 192.168.1.8 port 59185 connected with 192.168.1.1 port 5001
[ ID] Interval       Transfer     Bandwidth
[  3]  0.0-10.0 sec   810 MBytes   680 Mbits/sec
Hier sieht man das mein installiertes Gigabit LAN ~680 MBit/s bei diesem Test überträgt. Die volle Bruttobandbreite wird man nur selten erreichen, zumindest SOHO-Komponenten wurden nur selten so gebaut das man auch alles bekommt was die Spezifikation verspricht ;-)

Mehr über iperf kann man in der entsprechenden Manpage nachlesen.

Symbolische Verknüpfungen unter Windows

geschrieben von encbladexp am 02.11.2011 16:30:00.

Bei uns im Unternehmen wir von der Firma Hager die Software Tebis Visualisierung verwendet. Mal abgesehen davon das die Usability grausam ist gibt es mir dieser Software auch noch 2-3 lustige Bugs bei denen man sich eigentlich an den Kopf fassen muss.

Heute durfte ich z.B. feststellen das Hager bzw. der Entwickler dieser "tollen" Software, wann immer es möglich ist absolute Pfadangaben verwendet. D.h. man verlinkt in einem Projekt eine Grafik, und diese wird mit dem Absoluten Pfad in einem proprietärem Format verlinkt.

So lange man das Projekt an dem Ort lässt wo es ist gibt es kein Problem, allerdings ist das Projekt nur ein Ordner mit einem Haufen .mdb und anderen Dateien drin, u.a. auch meine schönen Grafiken.

Die Konsequenz ist das beim verschieben des Projektordner von der Visualisierung keine Grafiken mehr gefunden werden, den diese wurden ja unter Verwendung der absoluten Pfadangabe gespeichert. Dieser Pfad passt jetzt aber nicht mehr, und somit kann auch die verlinkte Datei nicht geöffnet werden.

Selbst wenn man das Projekt im Installationsverzeichnis belässt hat man ein Problem sobald man auf dem einen System 64-Bit und auf dem anderen 32-Bit Windows verwendet. Den 32-Bit Windows verwendet für 32-Bit Anwendungen c:\Programme\ während aber ein 64-Bit Windows hierfür C:\Programme (x86)\ verwendet. Den Installationspfad kann man aber nur als Administrator ändern, keine gute Voraussetzung in großen Firmen.

Ich habe mich daher entschieden das Problem mit, auch unter Windows vorhandenen, symbolischen Verknüpfungen (Softlinks) zu lösen.

Folgendes genügt hierzu, man benötigt aber auch hier eine Shell mit Administratorrechten (cmd.exe und dann Als Administrator ausführen):

mklink /d "C:\Program Files\Hager Tehalit\" "C:\Program Files (x86)\Hager Tehalit"
Und schon können auch derart kaputte Programme ihre Daten an dem verlinkten Ort im System finden.

Schöner wäre es wenn die Software entweder relativ auf das Projektverzeichnis verlinkt, oder aber die verlinkten Grafiken direkt importiert und somit der Dateiname keine Rolle mehr spielt.

802.11n

geschrieben von encbladexp am 01.11.2011 21:14:00.

Schon seit einigen Jahren ist ja ein ein Netgear WG602v2 das Zentrum meines WLANs in den eigenen 4 Wänden. Leider macht dieser in letzter Zeit zunehmend Zicken (Packet Loss), so dass er durch ein neues Modell ersetzt werden möchte.

Ich selbst nutze WLAN nur relativ selten (Smartphone, Spielekonsole und ab und an mit dem Netbook) und hatte daher bisher noch keinen Bedarf was 802.11n angeht.

Gleichzeitig aber möchte ich ja die nächsten Jahre vielleicht doch etwas schnelleres, und so wäre die Anschaffung von neuer Hardware die auch nur 802.11g kann nur wenig sinnvoll.

Aus diesem Grund habe ich mich für einen TP-Link TL-WA901ND entschieden, u.a. da dieser den 802.11n Standard mit 300 MBit/s und auch Multi-SSID unterstützt.

An mein kleines Netzwerk war dieser Access Point schön schnell angebunden, so viel gibt es da ja auch nicht zu konfigurieren (ist und bleibt halt ein Access Point). Etwas aufwendiger wird es wenn man die VLAN (802.1q) Features von diesem Access Point nutzen möchte, doch darauf werde ich in einem anderen Artikel eingehen.

Das erste das ich nach der Grundlegenden Inbetriebnahme feststellen musste war leider das keines meiner Geräte im Haus auch den 300 MBit/s Standard nutzen kann, allesamt nur Geräte vorhanden bei denen ab 150 MBit/s Schluss ist.

Um Festzustellen was, in meiner Situation ein Upgrade von 802.11g auf 802.11n bringt habe ich mit dem Netbook und dem alten bzw. neuen Access Point ein paar „Messungen“ gemacht. Diese sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt, da es WLAN ist sind die Messungen eh nicht auf andere Gebäude übertragbar (Shared Medium ist und bleibt ein Shared Medium).

Raum802.11g802.11nSteigerung
Stefan17.565.4273%
Kerstin19.553.1172%
Gästezimmer24.385.3251%
Bad Oben24.280.5232%
Bügelzimmer9.123.8161%
Eltern17.647.5169%
Wohnzimmer23.384.5262%
Bad Unten22.549.1118%
Speiß12.924.186%
Küche4.312.8197%
Esszimmer0.42.3475%
Büro7.49.325%

Alle Angaben (in der Spalte welche mit dem WLAN Standard beschriftet ist) sind die Nettobandbreiten in MBit/s, welche in mehreren Durchläufen mit iperf gemessen wurden.

Im Durchschnitt hat der neue WLAN Standard als in meinen eigenen 4 Wänden ca. 200% mehr Datendurchsatz erreicht als der alte WLAN Standard. Zu beachten ist natürlich das eine derartige „Messung“ genau genommen nur eine sehr grobe Schätzung ist, auf einem anderen Endgeräte kann dies schon wieder ganz anders aussehen.

Unbestritten bleibt aber das der neue WLAN Standard einiges an Leistung bringt, von den 100 MBit/s einer Fast Ethernet Verbindung ist man dennoch in großen Teilen der Wohnung weit weg.