[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Archiv für Oktober 2011

Kompression...

geschrieben von encbladexp am 22.10.2011 11:05:00.

Ich finde es immer wieder erstaunlich das auch 2011 noch viele Programme, Treiber & Co mit ZIP komprimiert werden. Der einzige Vorteil den dieses Format hat, das man es überall öffnen kann (kleinster gemeinsamer Nenner). Abgesehen davon wird nämlich nur Platz verschwendet, und natürlich die Downloadzeit verlängert!

Ich selbst packe ja für viele Leute meine Sachen immer mit 7-Zip unter Verwendung des 7z Formats, gerne baue ich hier auch Archive die sich selbst auspacken können (SFX, Selbstextrahierende Archive), so dass niemand auf dieses schöne Programm angewiesen ist. In einer reinen Linux Umgebung bin ich mittlerweile zu .tar.xz übergegangen.

Das ganze ist mir heute beim Intel Grafiktreiber aufgefallen, den dieser hat im ZIP Format 84,9 MByte, und unter Verwendung von 7z nur noch 37,6 MByte. Also ein gutes Stück weniger als die Hälfte der Größe! Und so lange nicht jeder eine 100 MBit/s FTTH Anbindung in den eigenen 4 Wänden hat, wäre es denke ich doch ganz sinnvoll auf eine gute Kompression zu setzen ;-)

TaskWarrior SSH Tuning

geschrieben von encbladexp am 17.10.2011 19:15:00.

Taskwarrior ist ja in der Lage über verschiedene Protokolle (SSH, rsync, ...) die Aufgaben abzugleichen. Ich verwende hierfür mein Lieblingsprotokoll, welches natürlich SSH ist.

Leider hat mich mein Internet Service Provider, die Bundesregierung und noch einige andere Organisationen nicht sonderlich lieb, und deshalb habe ich nur relativ wenig Bandbreite.

Dennoch möchte ich in der Firma, auf dem Server und auch am Desktop die gleichen Aufgaben haben. Ein reiner Online Zugang (einfach nur SSH zum Server) ist in der Firma ja nicht möglich, und auch sonst ist ein Offline Zugang sehr praktisch.

Aus diesem Grund darf Taskwarrior bei mir direkt mit dem Server abgleichen, von da aus hol ich das an alle möglichen (oder nötigen) Clients. Mit der Zeit wird aber die ~/.task/undo.data zunehmen größer, und genau diese ist ja für das Abgleichen mit task merge zwingend erforderlich.

Für diese Anwendung hilft daher die gute alte Kompression von SSH, welche in der Datei ~/.ssh/config wie folgt für den Zielrechner aktiviert werden kann:

Host yourhostname
 Compression yes
 ...

Optimal wäre natürlich eine Lösung bei der nur Taskwarrior die Kompression verwendet, aber mit dieser Überganglösung bis taskd kommt kann ich auch Leben. Die Nachteile der SSH Kompression stehen übrigens in der Manpage von SSH, ich werde also nicht darauf eingehen ;-)

Wenn die undo.data etwas länger wird sollte man diese aber ab und an kürzen, ein zuvor angelegtes Backup schützt nicht nur in diesem Fall vor Problemen.

Ubucon 2011

geschrieben von encbladexp am 14.10.2011 07:24:00.

Auch dieses Jahr gibt es ja wieder eine Ubucon welche ich natürlich wieder besuchen werden, auch wenn ich schon seit einiger Zeit kein Ubuntu mehr verwende. Wie auch letztes Jahr ist die Ubucon auch dieses Jahr in Leipzig an der Universität.

Übernachten werde ich zusammen mit meiner bezaubernden Freundin wieder im MotelOne, welches nur ca. 5 Minuten Fußweg von der Uni und damit der Ubucon entfernt ist.

Dieses Jahr stehen folgende Vorträge auf der Roadmap:

  • Samstag 09:00: Taskwarrior - Aufgabenverwaltung für die Shell
  • Samstag 14:00: Fragestunde für Serverthemen
  • Samstag 18:00: Serverkrams von Ubuntuusers & Co
  • Sonntag 10:00: LaTeX - Tipps & Tricks
Serverkrams ... ist dabei kein öffentlicher Vortrag, sondern eine interne Diskussion des Adminteams. Durch den ungünstigen Termin kann ich leider nicht am Keysigning Teilnehmen, ich nehme aber trotzdem ein paar Zettel mit meiner Key-ID mit, auch für CACert vergebe ich wieder Punkte wenn sich jemand bei mir meldet.

Taskwarrior verwende ich schon seit längerer Zeit, aber man lernt ja bekanntlich nie aus, und vielleicht zeigt Dirk ja noch ein paar Tricks die ich so noch nicht kannte.

Abenteuer Druckerkauf

geschrieben von encbladexp am 08.10.2011 22:35:00.

Heute habe ich für meine Schwester dringend einen Drucker kaufen müssen, eigentlich waren es nicht mal viele Anforderungen:

  • Linux Support, bevorzugt Treiber schon im Lieferumfang gängiger Distributionen
  • Netzwerkschnittstelle
  • Duplexeinheit
Das waren also die Wünsche mit denen ich ein Geschäft betreten habe welche ich normalerweise nicht aufsuche: Media Markt.

Eigentlich dachte ich das meine Wünsche heute Stand der Technik sind, die meisten Drucker sollten ja mit PostScript oder zumindest PCL ohne Probleme drucken. Doch da ging das Problem schon an: Bis auf einen Brother als Ausstellungsstück gab es keinen Drucker der eines dieser Protokolle verwenden konnte. In dem Zustand des Ausstellungsstücks wollte ich den aber auf keinen Fall für den ausgezeichneten Preis nehmen, und so ging die Suche mit dem Smartphone das ganze Regal durch.

Mittlerweile haben wir folgendes in Erfahrung bringen können:

  1. Auch 2011 wissen Mitarbeiter vom selbsternannten Fachhandel nichts von diesem Linux.
  2. PostScript oder zumindest PCL hat sich auch 2011 noch nicht durchgesetzt.
  3. Duplexeinheiten sind wohl ein Feature das die Zielgruppe von diesem sog. Fachhandel nicht benötigt.
Mit dieser Erfahrung haben wir uns halt für einen der vorhanden Drucker entscheiden müssen, denn das Gerät haben wir ja dringend benötigt. In jedem anderen Fall hätte ich den Laden auch schon wieder verlassen und ein Modell meiner Wahl und Ausstattung bei Amazon bestellt.

Die Wahl viel dann auf den HP Laserjet Professional P1102W welcher zumindest über WLAN Netzwerkfähig sein sollte, allerdings scheint laut der hplip Homepage mit dieser Schnittstelle unter Linux nicht viel machbar zu sein da der Treiber von HP nicht über WLAN Drucken kann (kein Witz!!!).

Daheim angekommen haben wir den guten also in Betrieb genommen, was unter Arch Linux auch kein Problem war da die hplip Pakete neu genug sind um dieses Modell zu unterstützen. Wie schon auf der Homepage angedroht war das WLAN nicht mit dem Treiber nutzbar, warum ist mir ein Rätsel. Mit einem alternativen Treiber sollte dies Problem aber nicht existieren, da meine Schwester aber weniger mit Technik am Hut hat habe ich auf derartige Experimente verzichtet.

Zusammengefasst haben wir also nicht das was wir wollten, aber zumindest einen Drucker der über USB zuverlässig seinen Dienst tut, mit etwas Glück liefert HP ja beim Treiber noch etwas nach und man kann die WLAN Schnittstelle trotzdem nutzen.

Für meinen eigenen Drucker werde ich in Zukunft wieder ganz "klassisch" im Online Handel ein Modell auswählen das auch meinen Anforderungen und Wünschen entspricht, der lokale sog. Fachhandel hat auch 2011 genauso versagt wie 2006. Leider gibt es keinen richtigen Fachhandel mehr in meiner Gegend, so dass mal wieder die Kunden auf der Stecke bleiben und man viel Auswahl an gleichartigen Geräten hat :-/

GDM das Powermanagement abgewöhnen

geschrieben von encbladexp am 07.10.2011 14:08:00.

Seit ein paar Tagen gibt es ja GNOME 3.2, mir ist dabei aufgefallen das der Rechner wenn er im GDM läuft einfach nach 30 Minuten in den Standby geht. Das ist eigentlich eine gute Idee, aber recht doof wenn man den Rechner z.B. für Updates nur via SSH verwendet.

Man kann das Verhalten aber ganz leicht ändern:

  1. xhost +
  2. sudo -u gdm gnome-control-center, und dann dort einfach wie gewohnt unter Leistung Einstellen
  3. xhost -

Natürlich benötigt man hierfür xhost (unter Arch nicht Standardmäßig installiert, unter Ubuntu schon) und einen Benutzer der auch via sudo die Rechte hat den aktiven User zu wechseln um Programme unter einem anderen Benutzer zu starten. Auf den gleichen Weg kann man übrigens auch viele andere Einstellungen des GDM Users ändern ;-)

Hetzner und die Passwörter

geschrieben von encbladexp am 07.10.2011 07:34:00.

Aus aktuellem Anlass ist es ja bei Hetzner erforderlich sein Passwort zu ändern, dabei ist mir etwas unschönes aufgefallen:

  • Das Passwort darf nur 16 Zeichen haben
  • Erlaubt sind nur diese Zeichen: A-Z 0-9 ! " § $ % & / ( ) - = +

Eigentlich dachte ich ja die Zeiten in denen man die Zeichen von Passwörter beschränkt wären schon lange vorbei, aber dem ist wohl nicht so. Die Länge des Passwords zu beschränken macht in der Regel, außer bei Klartextpasswörtern, auch keinen Sinn. Den aus dem Passwort wird eh immer ein Hash errechnet, und der hat eine fest definierte Länge.

Noch lustiger (oder dümmer) finde ich allerdings das die tatsächlich irgendwelche Passwörter in Klartext gespeichert haben, ich ging ja davon aus das Salted Hashs Stand der Technik wären, aber OK.

Icon einer Webapplikation in GNOME 3.2 ändern

geschrieben von encbladexp am 02.10.2011 23:52:00.

Ich selbst habe seit heute GNOME 3.2 (Arch machts möglich) auf meinem Desktop. Aktuell spiele ich etwas mit der neu eingeführten Integration von Webapplikationen.

Was mir allerdings dabei nicht gefällt ist der kleine Ausschnitt welcher als Icon für den Starter verwendet wird. Genau gesagt finde ich den richtig hässlich, den oft ist in der oberen linken Ecke nur selten etwas aussagekräftiges versteckt. Auf der anderen Seite habe ich für Starter generell lieber Tango Icons, es soll ja alles schön einheitlich sein.

Über das Menü kann man das Icon dieser Starter aber nicht verändern, daher folgender weg:

  1. Mit cd ~/.gnome2/epiphany/ in das Konfigurationsverzeichnis von Epiphany wechseln.
  2. Dann mal (z.B. mit ls) schauen welchen Ordner Epiphany für eine bestimmte Webapplikation verwendet hat, in der Regel ist es der Name des Starters klein geschrieben und dann noch eine Art Hash am Ende des Dateinamens.
  3. cd ordnername wechselt nun in den Ordner dieses starters.
  4. Und zum Schluss kann mit ln -f -s /pfad/zum/icon.png app-icon.png das Icon gegen das gewünschte ausgetauscht werden.
Ich verwende bewusst nur einen Link für das Icon, wer möchte kann natürlich auch einfach eine Kopie vom Icon erzeugen.

Das Icon muss im PNG Format vorliegen, und sollte eine Größe von 128x128 Pixeln haben. Wenn man das Icon getauscht hat muss man noch die GNOME Shell neu starten, das geht ganz einfach mit ALT-F2 und dem Befehl restart.

Nachtrag: Man kann das Icon auch in der .desktop Datei im jeweiligen Ordner ändern, das erzielt den gleichen Effekt.