[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Goodbye Ubuntu

geschrieben von encbladexp am 26.06.2010 10:16:00.

Seit ca. 2006 habe ich statt Debian lieber Ubuntu auf den Desktops verwendet. Haupgrund war für mich damals, das viele Pakete einfach viel zu alt sind (in Stable versteht sich), oft waren selbst die Versionen von Testing nicht aktuell genug, um meine Wünsche und Anforderungen zu erfüllen.

Anfangs hat mir Ubuntu (bin ja erst seit Dapper dabei, vorher nur ab und an mal einen Blick drauf geworfen) sehr gut gefallen. Es war aktuell genug das auch der (damals neue) nVidia Treiber mit dem X.org richtig laufen wollte, und ich so meinen neuen 22er TFT richtig nutzen konnte. Unter Debian wollte dieser einfach nicht akzeptieren das meine GeForce mehr als 1280x960 kann.

Das letzte große Release von Ubuntu das ich auf vielen Systemen verwende war bisher Hardy Heron (8.04), auch dies lief, nach kleinen Problemen am Anfang, sehr stabil und zuverlässig. Leider sind 2 Jahre auf dem Desktop für ein Ubuntu LTS fast etwas viel. So musste im Laufe der Zeit ein PPA nach dem anderen die Pakete vom System aktualisieren, was natürlich ein dist-upgrade nach 2 Jahren unmöglich machte. Compiz funktionierte nach einem Wechsel der Grafikkarte (GeForce 9500GT auf GeForce 9600GT) auch nichtmehr zuverlässig, Schuld war wohl ein Bug im nVidia Treiber der nur mit alten X.org Versionen auftaucht. Da ich mir mein System nicht totpatchen wollte gab es halt ab da kein Compiz mehr (irgendwie vermisse ich das mittlerweile überhaupt nicht mehr).

So kam Lucid, dies wurde nicht via dist-upgrade auf mein System gebracht sondern mit einem debootstrap in ein neues LV. Leider durfte ich damit (nach weniger als einer Woche) schon wieder mit PPAs beginnen, den z.B. brauche ich eine neuere v4l-dvb Version damit meine DVB-S2 Karte richtig lief. Dann war gajim noch Broken (kein Weltwunder bei dieser Version) und einige andere Sachen liefen auch nicht so wie ich es erwartet habe. Zum Schluss hat GNOME ab und an einfach vergessen Compiz oder Metacity zu starten, was sicherlich an dem Userprofil liegen mag das ich schon seit Debian Woody immer wieder von einer Installation auf die nächste kopiere.

Nun war mir klar das eine Distribution mit Rolling Releases das einzige wäre das meinen Wunsch nach neuen Programmversionen und schnelleren Bugfixes stillen kann.

Hier gibt es, meiner Meinung nach, nur 4 Möglichkeiten:

  • LFS
  • Gentoo
  • Arch
  • Debian Sid
Sowohl bei LFS als auf bei Gentoo steckt mir einfach zu viel Arbeit dahinter, daher viel meine Wahl (nach einem doch recht kurzen Test) auf Arch. Debian Sid läuft außer Konkurenz, wird bei mir aber in einer VM als Testsystem bleiben müssen.

Natürlich werde ich noch weiterhin auf Ubuntuusers.de und anderen Plattformen Hilfe für Ubuntu Leisten, dennoch werde ich es in Zukunft nichtmehr auf neuen Systemen verwenden. Auf Servern wird in Zukunft wieder Debian Stable zum Einsatz kommen, auf den Clients in Zukunft Arch. Und nur bei Leuten die weniger IT KnowHow haben wird nach wie vor Ubuntu verwendung finden.

Kommentare

  • Interessanter Beitrag! Auch mich stören die langsamen/fehlendes Updates der Software bei Ubuntu mehr, als dass sie mir helfen (Stabilität, etc...). Aber noch konnte ich mich nicht für eine andere Distribution durchringen, da Ubuntu doch recht schick aussieht und einige gute Features hat. Jetzt werde ich aber sicher mal Arch antesten...

    Kommentar von Marco — 26.06.2010 10:58:30 | #

  • Mein Gedanken gingen in eine ähnliche Richtung. Ich nutze nun auch Archlinux und bin mehr als zufrieden.

    Viel Spaß :-)

    Kommentar von Schumbi — 26.06.2010 11:05:39 | #

  • Ich stand vor ca. einem Jahr vor dem selben Problem und habe (sehr interessant!) den selben Leidensweg hinter mir:

    (X)Ubuntu ist mir zu fett und zu kommerziell: Arbeite ich beispielsweise einen Tag mit meinem Layptop (Karmic), so habe ich 300MB im RAM, die ich auch nicht weg bekomme. Unter Debian Testing sind es in der selben Config 105MB, die sich auch nach 1 Woche ohne Neustart durch Schließen aller Programme wiederherstellen lassen. Die halbjährlichen Updates stören den Produktiveinsatz massiv und sehr neue Einrichtungen wie Upstart sind nur mit viel Aufwand konfigurierbar: Wie kann man Upstart sagen, der Apache-Server solle nicht beim Booten mit starten?

    Allerdings bin ich auch von Arch wieder weg. Vorneweg: Arch ist ein sehr schönes System! Dass ich wieder weg bin von Arch lag daran, dass mir Arch "zu aktuell" ist, d.h. Pakete sind meist schon 1 Tag nach der Veröffentlichung einer neuen Softwareversion durch die Entwickler verfügbar. Nach einiger Zeit hatte ich deshalb so häufig mit unstabiler Software gekämpft, dass ich es aufgegeben habe. Beispielsweise gab es eine X.org-Version, die auf meiner Readeon-Karte (4 Jahre alt) auch nach Löschen der xorg.conf nicht startete. Die angepriesene Spezialisierung auf x86 und x64 brachte bei mir (gefühlt) keine Geschwindigkeits-Vorteile und die Pakete aus dem AUR haben sehr häufig manuelle Anpassungen gebraucht.

    Ich bin inzwischen wieder bei Debian Testing angekommen. Das läuft bis auf ca. einen Bug im Monat stabil: Zuletzt lieferte der Gnome-Schlüsselbund keine Schlüssel mehr und ich musste den Networkmanager dadurch alle 10 Minuten neu einstellen. Alle Probleme konnte ich durch manuelle Installation der Pakete aus Debian Unstable oder Experimental beheben.

    Es ist nicht optimal, das stimmt. Aber es ist das geringste Übel!

    LG

    Kommentar von Paul — 26.06.2010 11:17:37 | #

    • Ich benutze schon lange Sidux (sidux.org) Bietet IMO alles was man von einer Rolling-Release Distribution erwartet und ist zudem Debianbasiert, was für mich besonders wichtig ist. Könntest du ja mal in einer VM ausprobieren, es lohnt sich :P

      Kommentar von Ximion — 26.06.2010 15:13:45 | #

  • Kann Arch die Ansprüche von gleichzeitig relativ stabil u. ziemlich aktuell (beides geg. Ubuntu) wirklich erfüllen? (Debian Sid ja eher nicht, selbst bei Sidux sollte man mit dist-upgrades vorsichtig sein, vorher nachschauen ob bekannte Fehler existieren usw...) Mehr als einmal in ner VM installiert hab ich's (Arch) nämlich noch nicht.. obwohl vor einiger Zeit vor ähnlichen Überlegungen stand. Allerdings habe ich mich für Debian testing entschieden, da ich mit mit den Debian-Tools schon recht gut auskenne, das Repo sehr groß ist, alles schön vorkonfiguriert usw. - u. bisher bin ich sehr zufrieden, das Bugreport-Tool vertaubte fast die ganze Zeit ungenutzt im Menü. Und - bis auf Iceweasel ;) - ist's von der Aktualität i.O., was sich natürlich in Freeze-Zeiten ändert..

    Kommentar von JonaWood — 26.06.2010 11:22:42 | #

    • Der Freeze ist bei Testing genau das was stört, da bin ich din ja wieder auf ne Version festgetackert und darf mit sid mischen. Natürlich werde ich bei großen Updates auch mit Arch ab und an mal ein Problem bekommen, aber ich denke das es Stressfreier wird als alle 6 Monate ein großes Update.

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 26.06.2010 12:34:51 | #

  • Sehr schön, das du UU.de treu bleibst. Ich Lese immer wieder über Arch und überlege auch, es mal zu Probieren. Allerdings fehlt mir der Mut und auch die Zeit dazu. Ich bin auch seit 2006 und Dapper bei Ubuntu. Seit ca. Anfang 2007 ganz Windows frei auf meinen Rechnern. Einzig in einer VM für mein TomTom läuft Win. XP ab und an mal.

    Linu74

    Kommentar von Linu74 — 26.06.2010 11:41:16 | #

  • Hmm, wie viele PPAs hast du denn benutzt? Ich benutz davon auch einige und hatte noch nie Probleme bei nem Dist-Upgrade. Du bist immer von einer LTS-Version zur nächsten gesprungen auf dem Desktop? Wieso das? Warum hast du nich immer auf die nächste Stable-Version aktualisiert?

    Kommentar von ubuntu-lover — 26.06.2010 12:14:47 | #

    • Ich hatte bis letzte Woche im Hardy ca. 24 PPAs, dazu noch ca. 20 Pakete die ich direkt aus den Sourcen gebaut habe (z.B. weechat).

      Alle 6 Monate eine Woche lang am System friemeln ist mir einfahc zu viel, daher habe ich LTS verwendet. Leider ist dies aber schon nach wenigen Monaten wieder viel zu alt.

      Bei Arch habe ich die Wahl wann ich updaten will (oder muss, wenn es was mit Security am Hut hat). Auch kann ich Lebenswichtiges auf eine bestimmte Version festtackern (klar, geht bei Ubuntu/Debian) auch. Zusätzlich mache ich einfach vor jedem großen Update einen LVM Snapshot, daher sehe ich Arch relativ Stressfrei an.

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 26.06.2010 12:33:26 | #

      • Es macht mir den Eindruck, dass du so auch sehr viel an deinem System rumfummeln musstest. Ich habe bei einigen den Eindruck, dass sie noch zu sehr an Windows haengen und die Eigenheiten von dort auch unter Linux anwenden. Ich betreue viele Rechner und dort laeuft das mit den Upgrades immer super. Wir machen sie, nur wenn sie auch gebraucht werden (wg neuer Software, bspw. wenn neue CIFS features benoetigt werden) und dann laeuft es auch gut.

        Upgrades laufen nicht, wenn man meint immer alles ganz aktuell haben zu muessen und viele Fremdquellen nutzt, die unsauber gepflegt werden. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wofuer man ueber 20 PPAs braucht. Ich nutze gerade PPAs fuer wine, docky, chromium und nautilus-elementary. Die einzigen, die ich davon wirklich benötige sind Wine und Chromium, der Rest ist nice-to-have.

        Kommentar von dakira — 26.06.2010 21:53:01 | #

        • Nun, die PPAs fangen schon bei vlc,mercurial und co an. Ich bin eigentlich nicht Versionsgeil, auf Server wird weiterhin Debian laufen. Meine Freundin wird auch bei Debian bleiben, alles was sie braucht funktioniert dort ja prima.

          Mfg Betz Stefan

          Kommentar von encbladexp — 27.06.2010 20:58:59 | #

  • Hey Enc, Glückwunsch das auch du zu Arch gefunden hast, mir ging es vor einiger Zeit ähnlich und ich nutze auf meinem Server Debian, auf Desktops neuerdings Arch: https://derhil.de/2010/06/36-arch-linux/

    Gruß derhil

    Kommentar von derhil — 26.06.2010 12:37:09 | #

  • Deine Erfahrungen mit Arch, insbesondere Umstieg von Ubuntu nach Arch, bis hin zu "deiner" stabilen Arbeitsumgebung (Produktivsystem), würde mich sehr interessieren. Vielleicht kannst du ab und zu darüber berichten.

    Kommentar von Henrikx — 26.06.2010 13:23:35 | #

    • So viel gab es da nicht. Ist eigentlich ne Arch Standardinstallation und dann halt vim,gnome,gnome-extra,screen,gnome-media-pulse,pulseaudio-alsa,firefox,gimp usw.. Nachinstalliert.

      Die X Konfiguration (habe ja TwinView am laufen) konnte ich 1:1 von Lucid oder Hardy übernehmen, hat nur ne Zeile gefehlt wegen dem Input Hotplugging damit mein Keyboard auch Deutsch ist.

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 26.06.2010 14:05:34 | #

  • Also so viel Arbeit ist das mit Gentoo nicht, und danach hat man einfach ein richtig gutes und individuelles System am Laufen. Ich habe aber auch aus ähnlichen Gründenzu RR-Distri gewechselt, denn eigentlich ist die PPA-Idee nicht schlecht, aber sie zerschießt mir jedes Mal das ganze System. Mein Hauptgrund war abereigentlich, das apt-get immer sonewig geladen hat. :-)

    Kommentar von Greesce — 26.06.2010 13:24:00 | #

  • Hi,

    compiz startet bei mir teilweise mit einer gewaltigen Verzögerung, liegt wohl an upstart. Archlinux läuft auch bei mir auf dem Laptop, für den Desktop-PC war ich einfach noch zu faul.

    Mit dem Release von Squeeze werde ich mir aber wohl Archlinux und Debian auf dem Desktop installieren und parallel laufen lassen. Wobei arch lustigerweise richtig viel Platz brauchen kann :)

    gute wahl!

    grüße

    Basti

    Kommentar von Basti — 26.06.2010 13:53:04 | #

  • Ich kann diesen Durst nach neuen Versionen einfach nicht verstehen. Was ist aus stabiler software geworden, die vernünftig getestet wurde und einfach läuft. Die Probleme die du hier beschreibst sind größtenteils darauf zurückzuführen, dass du unstable und experimental(!!!) Software verwendest. Ic hbenutze hier im moment Debian Lenny als Desktopsystem und was soll ich sagen... es läuft einfach.

    Gruß, Koptein

    Kommentar von koptein — 26.06.2010 14:11:22 | #

    • Ich brauche die neuen Versione oft für Bugfixes, den sowohl Debian als auch Ubuntu liefern ja idr nur Security Updates aus. Auf den Fehlern bleibt man also oft sitzen.

      Mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 27.06.2010 21:02:01 | #

  • Hi, aus meiner Sicht ein komplett nachvollziehbar Schritt... Allerdings bin ich bei Debian Sid gelandet ;) Ich häng einfach an den debs ...

    Was mir auffällt: denn bis dato habe ich noch auf einem Rechner ein Lucid wodurch mir nahezu jeden Tag vor Augen geführt wird, dass Ubuntu instabiler ist als sid. Das irritiert mich zunehmend, vor allem da meine Hardware insgesamt ziemlich Linuxtauglich sein sollte. Aber unter Lucid brauchte ich dann plötzlich ein Alsa-PPA ... weil der alsa-treiber in Lucid offensichtlich Pulseaudio abstürzen lässt :-? Was soll das? wieso wird dieses System als LTS rausgedrückt? Bei einem Bekannten (dem ich zwei Lucid-CDs KDE/Gnome) gebrannt habe (und überprüft mit md5) starten die CDs einfach gar nicht. Es tut mir wirklcih leid, dass diese Distribution so an Qualität verliert, denn eines ist Ubuntu nach wie vor: Es ist das bisher bequemste Linux das ich kenne. Gerade was proprietäre Treiber angeht. Schade drum.

    Kommentar von ben — 26.06.2010 15:23:29 | #

  • was ist denn mit sidux? ist doch auch ne RRD

    Kommentar von detru — 26.06.2010 15:29:54 | #

    • Sidux hat leider keine richtige Community, hier hat mir Arch neben den 3 großen (Ubuntu, Debian, Fedora) sehr gut gefallen.

      Mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 27.06.2010 21:04:53 | #

  • Kann ich nur verstehen... Mir gehen in letzter Zeit auch immer mehr die extrem schnell veraltenden Pakete auf die Nerven und bin schon seit Monaten kurz davor, mein Ubuntu mit irgendeiner RR-Distribution zu ersetzen, wobei ja wirklich fast nur Arch und Gentoo, oder eben Debian testing, in Frage kommen.

    Mal sehen, ob ich mich auch in minder ferner Zukunft von Ubuntu lösen kann und wünsch dir noch viel Glück mit deinem Arch. ;-)

    Kommentar von patlkli — 26.06.2010 16:03:52 | #

  • Wirf mal einen Blick auf Sabayon. Das wäre meine Entscheidung, wenn ich von Ubuntu wegwechseln würde.

    Kommentar von Dirk Deimeke — 26.06.2010 16:21:50 | #

  • Auch ich bin aus ähnlichen Gründen seid über einen Jahr zu Arch gewechselt dennoch verfolge ich Planeten weil dort viele Beiträge stehen die man auf andere Systeme einfach so übertragen kann.

    Am meisten an Ubuntu störte mich das ich meistens nie updaten konnte sondern immer nur neuinstallieren ging aus ähnlichen Gründen wie bei dir. Dieses Problem besteht bei Arch Linux einfach nicht mehr und ich bin mehr als zufrieden mit dieser Distribution.

    Das klingt vielleicht Ubuntu gegenüber etwas abwärtend aber ich sehe Ubuntu mittlerweile nur noch als Einsteiger Distribution und als diese kann ich sie auch empfehlen aber jeder der sich länger mit Linux beschäftigt wird früher oder später wechseln.

    Kommentar von Steff — 26.06.2010 23:43:52 | #

  • Ob man sich mit AUR oder PPAs herumplagt macht doch keinen großen Unterschied. Und Arch auf dem Desktop ohne AUR macht wirklich keine Freude.

    Mein Tipp: Installiere Squeeze und hol dir selektiv neuere Versionen aus Sid oder sogar experimental. Stabile Basis & aktuelle Anwendungssoftware in gewohnter Debian Qualität... :-)

    www.debian.org/doc/manuals/apt-howto/ch-apt-get.en.html#s-default-version

    Kommentar von drup — 26.06.2010 23:56:36 | #

    • Nun, via AUR habe ich bisher nur folgendes gebraucht: yaourt, virtualbox, t-prot

      Den rest konnt ich in den normalen Repositories finden.

      Mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 27.06.2010 21:08:24 | #

  • Du beschwerst dich, dass Gnome/Compiz dank vieler Updates (was ich aus eigener Erfahrung durchaus bestätigen kann, Abhilfe ist ja wohl klar: Config-Files löschen) nicht mehr richtig läuft und setzt auf eine Rolling Release, die das Problem vermutlich verstärkt? Das verstehe ich nicht...

    Ad Speicherverbrauch: Das kann täuschen, je nachdem, wo man nachsieht. Ubuntu zeigt bspw. in der Systemüberwachung seit 9.10 einen Teil (welchen, habe ich noch nicht herausgefunden) des Caches mit an, was nicht falsch ist, aber das Ergebnis ggü. älteren Versionen und möglicherweise anderen Distributionen nach oben drückt. Übrigens nimmt sich Ubuntu (zumindest in 9.10, nun ist es ja bereits manuell "korrigiert") bei viel RAM sowieso abenteuerliche große Caches (in steigendem [!] Prozentsatz, je größer das RAM; ergibt bei 4 GB ca. 1,3 GB Cache!), was die Performance auf langsamen Datenträgern (USB) beim Schreiben großer Dateien sogar gegen Null drücken kann! Das ist aber nichts, was man nicht mit sysctl korrigieren könnte...

    RAM für Xorg und Compiz mit ATI-Chips: War bei mir auch extrem hoch mit dem fglrx-Treiber. Mit radeon/mesa (ab 10.04 geht damit 3D und Composting) nur mehr rund ein Viertel! (Der fglrx-Treiber hat zudem einen Haufen nervige Bugs bis hin zu schlechter Performance bei bestimmten Composting-Aktionen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass die Opensource-Community Dinge besser hinbekommt als der Hersteller selbst...)

    Ich möchte aber jetzt niemanden Ubuntu wieder "schmackhaft" machen; das Schöne ist ja, dass es einen Haufen Distris für jeden Geschmack gibt. Der eine oder andere Hinweis könnte jedoch auch für andere Distributionen interessant sein.

    Kommentar von Gerald — 27.06.2010 08:56:11 | #

    • Speicherverbrauch mist man mit "free -m" ;-)

      Compiz läuft mit gleicher Konfiguration unter Arch, die Konfiguration ist eh recht trivial und sollte wenig Konfliktpotential haben.

      Mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 27.06.2010 21:11:31 | #

  • Das ist echt witzig. Genau vor einem Jahr habe ich genau das gleiche Spielchen einmal komplett durchgezogen. Doch dann habe ich Anfang des Jahres festgestellt, dass ich nun noch viel mehr Arbeit mit den Systemen habe. Ich bin dann reumütig wieder zurück und nun laufen meine 12 Server in der Firma und meine 4 Desktops alle mit Ubuntu 10.04

    Ich habe einfach mal richtig aufgeräumt und zum Beispiel bei den Desktops nur die mir wichtigen Einstellungen selektiv aus dem alten Homeverzeichnis übernommen. Die Server laufen stabiler und flotter mit Ubuntu als mit Lenny, da man manchmal doch ein paar proprietäre Kernelkomponenten benötigt. Die anderen von Hartwareherstellern zertifizierten Enterprise Linuxe machen es ja ähnlich. Da gehe ich lieber den pragmatischen Weg, als das ich mich bei meinem Chef mit einem komplett freien Debian blamiere.

    Kommentar von Arthur — 27.06.2010 14:35:16 | #

  • Hallo, wie sieht es mit Arch im Vergleich zu Fedora aus? Fedora ist ja auch recht aktuell, oder hat Arch vorzüge gegenüber Fedora? Grüße

    Kommentar von LeTux — 27.06.2010 15:44:01 | #

    • Sollte mir Arch mal nicht mehr gefallen wäre Fedora dann, jemand vom Ubuntuusers Team würde sich da freuen denke ich.

      Mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 27.06.2010 21:14:22 | #

  • Also das Gentoo zu viel Arbeit macht, halte ich für ein Gerücht! Bei Gentoo gibt es auch stabel, testing und unstable. Wenn man stable fährt, gibt es eignetlich keine Prboleme. Ok, die Software ist dann auch nicht immer 100% Top-aktuell. Aber immerhin aktueller als bei Ubuntu. Arch würde ich dir auf keinen Fall empfehlen. Da gibt es sowas wie Testing und unstable nicht. Arch ist immer Bleeding Edge...

    Kommentar von itfriend — 29.06.2010 17:58:56 | #

    • Nun, du solltest dich bei Arch vielleicht noch mal etwas einlesen. Den auch da gibt es testing und community-testing Repositories.

      Auch bei Ubuntu haben sich schon kaputte X-Server in eine LTS eingeschlichen, Debian hat mal eben den sshd geschrottet...

      Es kommt auf den Maintainer drauf an was dieser aus dem Paket macht, und halt darauf wann eben dieser Maintainer meint das ein Paket reif für ein upgrade wäre.

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 29.06.2010 18:45:53 | #

  • Hi,

    Ich bin vor eine Weile auch auf Arch umgestiegen und bin sehr zufrieden. Es läuft bei mir sehr stabil und schnell, was will man mehr :D

    Kommentar von dominusnoctae — 01.07.2010 07:04:54 | #

  • Also ich kenne diese Leiden alle und verwende nun OSX. Da funktioniert das Basissystem o.k. (Betriebsystem und Standard Progamme wie Mail, Itunes, usw.) und die Tools die ich brauche kann ich mir mit den macports nachladen. Muss mich nicht um Treiber usw. kuemmern, alles ist perfekt auf die Hardware angepasst, daher logischerweise keine Probleme. Den religioesen Aspekt lasse ich mal weg, dafuer bin ich schon zu alt. :) Ich habe auch kein Problem Geld fuer Software auszugeben, arbeite selber als Programmierer und daher ist es fuer mich kein Thema das Software auch was kosten kann. Was nicht heissen soll, dass alles was umsonst ist, schlechte Software ist. Arbeite nun seit 3 Monaten auf einem macbook und moechte im Moment echt nicht mehr auf irgendein Linux wechseln, schon gar nicht Ubuntu.

    Kommentar von echobla — 03.07.2010 12:20:47 | #

  • Nun, das Apple Betriebssystem ist schon aus dem Grund uninteressant weil das nur auf Geräten von Apple läuft. Was mache ich also mit Servern? Was mache ich mit meinen alten Rechnern?

    Was mache ich wenn mir die Useability nicht zusagt? Ich will kein Geschlossenes System haben. Ich will die Freiheit das zu nehmen was mir zusagt, und nicht das was ein Hersteller für mich meint.

    mfg Betz Stefan

    Kommentar von encbladexp — 04.07.2010 12:54:16 | #

  • Bei den Distributionen, die Du in Deine engere Auswahl gezogen hast, kannst Du mittlerweile auch noch Linux Mint Debian Edition aufnehmen. Verfolgt einen sehr interessanten Ansatz. Link: blog.linuxmint.com/?p=1527 Vielleicht findest Du ja damit Dein Wunschsystem, da es auch auf dem Rolling Release Prinzip beruht.

    Kommentar von Praetorius — 26.02.2011 22:23:35 | #

    • Ich hab mich mittlerweile an Arch gewöhnt, und werde wohl auch dort bleiben. Mint hat mir genauso wenig zugesagt wie Sabayon ;-)

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 27.02.2011 13:20:49 | #