Mein Plan für Lucid
Wie vielen bekannt ist wird Ubuntu 10.04 "Lucid Lynx" ja eine LTS Version. Das bedeutet man bekommt damit länger Support als für ein normales Ubuntu.
Viele achten auf so etwas nicht und haben immer die neueste Version von Ubuntu, oder verwenden eine Distribution mit Rolling-Releases wie z.b. Arch. Ich selbst lege aber großen Wert auf ein System das ich möglichst lange ohne große Änderungen verwenden kann.
Dies liegt zum einen daran das ich einige Kundenserver betreue, diese laufen jetzt alle noch auf Ubuntu Hardy und werden auch bestimmt noch mind. 1 Jahr lang bei Hardy bleiben. Das gleiche gilt für meinen Homeserver, auch wenn hier die Dienste natürlich keine so hohen Anforderungen an Verfügbarkeit haben.
Meine Rootserver laufen eh schon (aus historischen Gründen) mit Debian, was ich auf absehbare Zeit auch nicht ändern werde.
Die Clients werde ich alle von 8.04/9.10 auf 10.04 aktualisieren sobald es 10.04.1 gibt, da hiermit wohl die gröbsten Fehler gefixt sein dürften. In einer VM werde ich natürlich (wie auch jetzt schon) testen wie sich Lucid so macht.
Ich denke mit diesen Upgrades geht jeder anders um, ich selbst werde das Upgrade aber noch etwas verschieben. Schon allein weil ich so die ohnehin schon überlasteten Server etwas schonen kann. Gleichzeitig werde ich wie jedes Jahr auf den Rootservern die ich betreue die Torrents seeden!
Danke, Stefan, dem ist nichts hinzuzufügen! Jetzt können wir nur hoffen, dass die User es genauso machen :D
Kommentar von UbuntuFlo — 20.04.2010 17:47:54 | #
Jeder sollte bis 10.04.1 warten. Dann haben ja genug Leute lange genug getestet. Ja wer denn eigentlich, wenn alle auf das Pointrelease warten? Also lieber bis 10.04.2 warten. Aber wenn wieder alle warten? Dann könnten wir uns Ubuntu nicht mehr leisten, wegen zu konservativen Risikobetrachtungen. Aber irgendwer wird sich schon trauen, 10.04 zu installieren. Sehr beruhigend…
Kommentar von Thomas Kramps — 21.04.2010 01:34:23 | #
Was soll den das jetzt sein? Meinst du das viele Firmen einfach mal von XP auf Windows 7 upgraden? Die schauen auch erstmal ob alles so läuft und ob die Early Adopters größere Probleme haben.
Auch muss man je nach Anforderung vieles erstmal in Ruhe in einer VM testen. Von 8.04 nach 10.04 hat sich nämlich einiges getan. Und zwar nicht nur an der Oberfläche (welche man auf nem Server eh nicht sehen wird).
mfg Betz Stefan
Kommentar von encbladexp — 21.04.2010 14:52:13 | #
Bei deinen Anforderungen würde ich grundsätzlich eher zu Debian (stable) raten. Denn LTS bedeutet ich unbedingt stabil - sondern eben nur eine längere Wartung. Meine Erfahrung diesbezüglich -gerade bei 8.04- ist, dass diese zu Beginn noch recht buggy sind .. und dann mit der Zeit reifen. Debian ist zwar auch nicht perfekt, aber zumindest länger getestet - und zur Not (wenn's aktuell sein soll) gibt es ja auch noch Backports. Natürlich ist Ubuntu v.a. für den Desktop besser angepasst (Konfigurationshilfen usw.) und besser dokumentiert (für Anfänger), aber wir sprechen hier ja vom professionellen Betrieb, wo über einen längeren Zeitraum einfach laufen soll.
Kommentar von JonaWood — 20.04.2010 18:10:37 | #
Nun, ich habe weder mit Ubuntu noch mit Debian auf dem Server Probleme. Vorteil für mich auf dem Server ist das ich bei Ubuntu Planen kann wann ein neues Release kommt.
Sowas ist bei Debian halt immer so eine Sache. Diese Konfigurationshilfen wo du meinst verwende ich eh nicht, da ich neulich sogar gemerkt habe das Arch einfach ist ;-)
Desweiteren verwende ich Debian schon seit Potato, kann also recht gut einschätzen was ich wann wo am besten verwenden kann. Auf dem Server fällt der Unterschied nicht so extrem auf wie auf einem Desktop.
mfg Betz Stefan
Kommentar von encbladexp — 20.04.2010 19:15:30 | #
Ich benutze auch immer noch Hardy auf meinem Desktop, bin mir aber nicht mehr sicher, ob das so sinnvoll ist. Der LTS bezieht sich ja leider nur auf sicherheitsrelevante bugs. Mit allen anderen muss ich mich abfinden, obwohl sie in neueren releases schon lange gefixt sind. Das nervt. Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass es so kritisch für die Stabilität sein soll, die gefixten Programmversionen zu verwenden. Kannst Du mir das vllt kurz an einem Bsp erklären?
Gruß Pacey
Kommentar von Pacey — 22.04.2010 12:18:27 | #
Ja, das finde ich auch sehr schade das nur grobe Fehler und Security Sachen gefixt werden. Zumindest das ein oder andere Minor Release könnten die schon mit aufnehmen.
Was ich in wesentlich neueren Versionen brauche hole ich mir aus PPAs oder baue es mir notfalls selbst.
Bei den Kunden läuft fast nur Software die auch bei LTS prima läuft: Samba, OpenLDAP, NFS, Postfix, Cyrus, usw...
Mein Desktop ist nur immer auf Hardy geblieben weil ich zu faul für ein Upgrade war oder keine Lust auf die dadurch entstehenden Probleme habe. Bei einem Kunden will ich mir schon sicher sein das er durch ein Upgrade keine Probleme bekommt.
mfg Betz Stefan
Kommentar von encbladexp — 23.04.2010 14:26:57 | #
Für mich bedeutet die LTS erstmal, dass ich diese für Neu-Installation vorbereiten muss, damit der Kunde auch sein Wunsch OS bekommt.
Es gibt übrigens kaum etwas was nerviger ist als dieses vorbereiten.
Kommentar von Py — 22.04.2010 16:34:00 | #