Ubuntu für jedermann?
Immer wieder liest man ja das Ubuntu das Linux für jedermann ist. Irgendwie sehe ich hier aber der Entwicklung sehr skeptisch entgegen!
Fängt doch schon beim Hans-Peter (Name von der Redaktion geändert) an: Dieser hat ein Problem mit Windows. Jetzt ist Windows ja doof und Linux muss her, denn auch der Nachbar hat Linux und die kleine Lisa (11, Name geändert) kann damit Counter Strike oder Nexuiz zocken.
Auf den ersten Blick könnte sich die Community (egal ob jetzt Ubuntu, SuSE oder ....) ja über einen neuen Benutzer freuen, aber leider nur auf den ersten Blick!
Was macht der neue Benutzer (Kunde, wenn man Kundenorientiert denken möchte) erstmal? Ich selbst würde erstmal gucken was Linux ist, woher ich Informationen bekomme, usw...
Das macht aber unser Benutzer nicht, denn dieser will ja einfach nur Linux haben. Also zack rein mit der CD von der Profizeitung (PC Welt, Computer Bild, Noob Magazine, ..) welche mit Ubuntu Linux beschriftet ist und schön brav immer auf Weiter klicken (klappt ja mit setup.exe auch). Nun wird auf einmal der Rechner neu gestartet und man ist drin, jetzt hat man Linux.
Aber sobald auch nur ein Problem auftaucht, wird gleich an jeder nur denkbaren Stelle gelästert, was das Zeug hält. Benutzerunfreundlich und viele anderen Sachen darf man sich anhören, auch der Hardware-Support ist ja so schlecht. Und was macht man im 21. Jahrhundert mit einem Terminal?
Liegt das Problem wirklich am System? Oder nicht eher beim Anwender? Denn dieser erwartet, dass alles einfach so geht (was es ja auch unter Windows nie getan hat), aber das es doch irgendwie besser ist als Windows (bei gleicher Bedienung, Softwareauswahl, ...). Eine Suchfunktion zu verwenden, oder mal im Forum (freundlich, mit nötigen Infos) nachzufragen kommt nicht in die Tüte.
Können solche Leute jemals Teil einer Community werden? Bei den wenigsten dieser Sorte kann ich mir vorstellen wirklich Linux zu wollen. Die wollen nur einfach ein fehlerfreies Windows, was Linux aber hald nicht ist.
In dem Sinne: Wenn man nicht die Vorteile von Linux kennt, und kapiert hat das es ein anderes Betriebssystem ist sollte man einfach die Finger davon lassen. So spart man sich, und vor allem anderen den Ärger!
Passend zu deinem Blogmotto: Ein Eintrag von dir, den die Welt nicht braucht.
Computer und ihre Betriebssysteme MÜSSEN einfach sein. Und man MUSS sich nur durchklicken dürfen. Das sollte auf jeden Fall das Ziel sein. Nicht jeder will Teil einer Community werden, manche möchten auch einfach nur ein BS benutzen. Das geht schon in vielen Fällen mit Ubuntu. Auch mit "immer auf weiter klicken"-Strategien.
Kommentar von Adrian — 17.06.2009 19:57:55 | #
Gegen klicken habe ich ja überhaupt nix, wer das gerne tut darf auch gerne seine Maus behalten und verwenden!
Aber würde der Benutzer sich einfach mal Gedanken machen bevor er rumklickt wäre auch schon vielen geholfen. Den auch unter Windows ist nicht alles so einfach wie immer alle sagen/behaupten.
Damit man ein Auto fahren darf braucht man nen Führerschein, einen PC darf aber jeder verwenden der das Geld dafür hat. Vielleicht wäre ein "Computerführerschein" manchmal garnicht so verkehrt und könnte das Problem auch lösen.
mfg Betz Stefan
Kommentar von encbladexp — 17.06.2009 21:15:36 | #
Das mit dem "Computerführeschein" find ich gut :-D. Nein, mal im Ernst, ein bisschen nachdenken muss man schon, dann funktionierts auch unabhängig vom BS. Einfach so durchklicken kann meiner Meinung nach nicht funktionieren, dafür gibt es zu viele Variablen.
Kommentar von Phyrex — 17.06.2009 22:25:54 | #
Hey,
also im Moment finde ich den Artikel echt gut. Es stimmt schon. Klar interessiert sich nicht jeder für alles, aber man sollte doch wenigstens etwas interesse zeigen wenn man es benutzt. So wie man beim Auto als Minimum nen platten Reifen wieder flott machen können sollte.
Kommentar von inubu — 17.06.2009 22:41:11 | #
Das Problem sind für mich nicht die unbedarften User, auch wenn die ein äußerst nerviges Symptom sind. Das Problem ist die Art und Weise wie für die Betriebssysteme geworben wird. Das ist in meinen Augen schon Prophaganda. Wenn der durchschnittliche Linuxnutzer sein geliebtes System preist, dass nur Vorzüge und keine Nachteile hat, solange nicht auch ein Wort der Warnung, und ein Hinweis auf mögliche Probleme auftaucht, solange wird es Nutzer geben, die spontan wechseln, und sich eben wundern, dass die Spiele nicht mehr (trivial) funktionieren, dass das ein oder andere Office-Dokument zerschossen ist, dass die Hardware unter Linux klemmt. Und so weiter und so fort.
Kommentar von greebo — 17.06.2009 23:10:09 | #
Immer wieder kann man nur auf den Artikel "Linux ist nicht Windows" von Felix Schwarz verweisen.
Linux will Anwender, die Linux wollen und nicht nur ein besseres Windows suchen.
Kommentar von Arthur — 18.06.2009 22:37:09 | #
solchen leuten empfehle ich dann immer einen mac. da bekommen sie ein system, mit dem ihnen zwar die hände gebunden sind, aber es funktioniert einfach und sieht auch noch schön aus. darüber freuen sie sich und fangen dann auf einmal auch an, freiwillig geld für software auszugeben.
Kommentar von mcnesium — 19.06.2009 09:41:24 | #