[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

SheevaPlug: Kurztest

geschrieben von encbladexp am 07.12.2009 20:59:00.

Endlich ist er da, mein SheevaPlug! Nachfolgenden möchte ich einen kleinen Überblick über mein neues Gadget geben, ich hoffe es wird hierzu in Zukunft noch öfters mal den ein oder anderen Artikel geben!

Verpackung

Die Verpackung macht einen durchweg guten Eindruck. Klar, bei so einem kleinen Gerät ist nicht viel Verpackung dran: Da werden sich unsere Greenpeace Jungs also mal freuen!

Hardware

Dies Hardware misst gerade mal 11 x 7 x 5 Zentimeter, das wäre daher mein bis dato kleinster Rechenknecht der mehr kann als ein Taschenrechner. Folgendes liegt in der Packung als Zubehör:

  • SheevaPlug
  • Dokumentations-CD (sind auch Flashimages drauf wenn man was kaputtgemacht hat!)
  • Mini-USB Kabel
  • 2 Meter Ethernet Kabel
  • EU-Steckeraufsatz
  • EU-Anschlusskabel (wer es einfach so wohin legen will)
Nachteilig ist das die SD Karte ca. 1,5 cm aus dem Gehäuse ragt, eine Mechanik wie z.b. bei einer Digitalkamera (Drücken damit sie rausgeht) wäre sinnvoller gewesen, den so kann es schon passieren das man versehentlich die ein oder andere SD(HC) Card unfreiwillig opfert. Wenn man nicht das EU-Anschlusskabel verwenden sondern lieber den Steckeraufsatz so ist das Gerät 4 cm Tiefer (wobei dieser Teil dann natürlich in der Steckdose wäre).

Auch hierzu habe ich mal ein paar Bilder gemacht:

Software

Auf dem SheevaPlug läuft standardmäßig die ARM Variante von Ubuntu Jaunty Jackalope (Beta), welche meiner Meinung nach eher schlecht als recht installiert ist. Zum einen hat man bei jedem Bootvorgang Fehlermeldungen und auf der anderen Seite ist es natürlich keine LTS Variante!

Da es sich um Standard-ARM Hardware handelt kann man auch Debian oder eine andere Linux Distribution installieren. Man sollte nur beachten einen Kernel mit Version 2.6.30 oder höher zu verwenden!

Ich hab das lieblose Ubuntu welches auf dem Gerät ist (wirft viele Fehler beim booten, kein Support für Kernelmodule) gleich durch ein Debian ersetzt, dazu wird es hier aber demnächst noch einen Artikel geben.

Performance

Hier noch ein kleiner Überblick über die Leistungsfähigkeit der Hardware, natürlich wie immer mit dem eingebauten Benchmark von 7-zip: Die CPU hat also die Leistungsfähigkeit von ca. 2 Flepos, welcher aber auch nur einen 500 MHz AMD Geode hat. Klar sind die Werte kein Vergleich zu einem Intel Core 2 Duo, weshalb ich hier auf einen Vergleich verzichte.

Fazit

Der SheevaPlug ist ein schönes Stück Hardware zu einem sehr angenehmen preis (~100€), durch die gute Hardware kann man es locker als Nachfolger vom NSLU2 sehen. Der Stromverbrauch von weniger als 5 Watt unter Volllast (ohne USB Devices) ist auch mehr als OK.

Auf viele weitere Details (z.B. auch der Zugriff über die miniUSB Schnittstelle) werde ich demnächst noch eingehen.

Kommentare

  • Super Ding, überlege mir auch, das zu kaufen. Hast du schon konkrete Anwendungsideen? Und: Hast du das Ding auch hier bestellt? www.globalscaletechnologies.com/p-26-sheevaplug-dev-kit-europe.aspx

    Schöne Grüße,

    brb

    Kommentar von barabbas — 08.12.2009 13:19:18 | #

    • Nein, ich hab das Teil bei NewIT in England bestellt.

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 08.12.2009 13:51:40 | #

  • Was ist das? Was kann das? Was macht das?

    Kommentar von Thomas — 08.12.2009 16:13:26 | #

    • Das ist Computer auf ARM Basis der nur unwesentlich größer ist wie ein Steckernetzteil. Können tut er alles, zumindest so lange man dafür keinen Bildschirm oder Audioausgang braucht. Machen tut er immer das was du möchtest.

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 08.12.2009 16:15:08 | #

  • Hi. Freut mich für Dich das Du das Gerät erhalten hast.

    Wenn du weitere Berichte über dieses sehr nette "Spielzeug" folgen lässt wär super.

    Wie hoch fällt denn der Versand aus und kommt noch Steuer dazu?

    MfG Tobias

    Kommentar von Tobias — 08.12.2009 19:30:56 | #

    • Versandkosten waren ca. 15€ glaube ich (oder warens Pfund?). Da ich gleich 2 bestellt habe war es somit ganz akzeptabel.

      Normalerweise kommt da noch die Steuer drauf denke ich, aber für mich ist es das erste mal das ich was aus dem Ausland bestelle. Da ich es aber eh über mein Nebengewerbe bestellt habe ist das nicht so mein Problem ;-)

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 09.12.2009 00:48:40 | #

  • Hab mir den Sheevaplug auch schon mal angesehen, war aber nicht so recht überzeugt. Bin gespannt auf weitere Berichte von dir und wie sich das Teil z.B. als Print- oder Fileserver macht!

    Gruß
    Dieda

    Kommentar von Dieda — 08.12.2009 21:24:51 | #

    • Also erstmal kommen noch Artikel wie man u-boot (Bootloader) aktualisiert oder wie man Debian via debootstrap auf das Teil bekommt.

      Als Fileserver ist der finde ich weniger geeignet, da wäre ein eSATA Anschluss schöner gewesen. Wem natürlich USB 2.0 als Anschluss für die Festplatten reicht....

      Printserver ist ne gute Idee, genauso wie Scannerserver. Ich denke es gibt viele Anwendungen für das Teil!

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 09.12.2009 00:51:06 | #

  • Das Ding sieht nett aus, wär aber für mich wohl eher nichts. ;-) Außerdem hab ich mir erst vor kurzem einen DS209 von Synology gekauft, zusammen mit zwei 1,5 TB Platten.

    Das Teil ist zwar mit stolzen 240€ auch ein ganzes Stückchen teuerer wie so ein SheevaPlug, aber unterstützt auch eigentlich so gut wie alles, was man mit Daten machen kann.

    Zusammen mit dem SSH-Daemon, der Cross-Compile-Umgebung für die ARM-Architektur und den GPL-Sourcen der Firmware bin ich damit auch relativ zufrieden.

    Sollte vielleicht auch mal nen Artikel dazu schreiben. ;-)

    Grüße,
    patlkli

    Kommentar von patlkli — 08.12.2009 22:22:49 | #

  • Hey, meinen hab ich auch schon so gut wie (Sammelbestellung, you know) und bin gespannt, was du so damit anstellst :D

    Kommentar von Maxe — 09.12.2009 09:44:31 | #

  • Hoi Bei meinem Sheevaplug ist die Uptime derzeit bei ~40 Tagen. Ich hab das vorinstallierte System ein wenig aufgeräumt, den .31er kernel installiert für ext4 und es läuft derzeit eigentlich nur für Backups (ssh und nfs), und Torrentknecht (mit automatisierten RSS-Feeds). Das System selbst ist auf dem internen NAND geblieben, alle anderen Daten liegen auf einer externen Doppelplatte in Softwareraid1. Im Betrieb hab ich derzeit ~35MB Ram verbraucht und eine kontinuierlich niedrige Last. Macht überhaupt keine Probleme nachdem man sich mal 1-2 Tage Zeit zum Einrichten genommen hat.

    Ursprünglich wollte ich auch Debian aufsetzen, hab mich aber dann dagegen entschieden weil auch das installierte System alles bietet was ich habe und wunderbar läuft. Fehlermeldungen beim Booten hab ich keine (mehr) nachdem ich ein paar Sachen geändert hab. Ich musste auch einen kleinen Workaround für das Raid anwenden, weil in der Vorkonfig das Raid zu spät im Bootvorgang zusammengesetzt wurde.

    Generell bin ich mehr als zufrieden mit dem Teil, einmal eingerichtet und es läuft einfach.

    Kommentar von HoellP — 09.12.2009 10:52:53 | #

  • Danke für den tollen Artikel. Ich überlege mir schon länger einen Mini-Rechner zu kaufen, aber bisher war der Preis immer noch zu hoch. Hier scheint man endlich mal ein gutes Preisleistungsverhältnis zu haben. Besonders faszinierend finde ich auch die Größe von dem Teil.

    Ich möchte mir einen kleinen Mediaplayer basteln. Meinst du, man könnte eine 5.1-USB-Soundkarte und einen USB-IR-Empfänger anschließen oder gibt es da Probleme mit dem Strombedarf? Ich dachte da an einen Hub. Kann man da sowas anschließen?

    Leistungstechnisch sollte die CPU vollkommen ausreichend sein - selbst mein alter Pentium II schafft FLAC in MPlayer problemlos.

    Könnte mir auch gut vorstellen, das Teil als "VoIP-Station" zu nutzen. Fragt sich nur, wie man da einen Hörer anschließt. :)

    Eine Weckfunktion wäre auch ziemlich interessant.

    Was für andere Einsatzgebiete fallen euch sonst noch so ein? :)

    Wie erhälst du eigentlich die ganzen Bootmeldungen? Über eine serielle Schnittstelle? VGA-Anschluss gibt es ja nicht.

    Kommentar von tim — 25.12.2009 05:18:58 | #

    • Der miniUSB Anschluss von dem Teil dient als USB-to-RS232 Bridge. Man hat also eine serielle Schnittstelle als Console (auch für den Bootloader).

      Man kann alles über USB anschließen, wenn der Strom nicht reicht gibt es ja aktive USB Hubs mit eigener Stromversorgung. Man braucht halt einen ARM Treiber dafür, mehr nicht.

      mfg Betz Stefan

      Kommentar von encbladexp — 26.12.2009 10:43:36 | #