[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Archiv für August 2009

Sony DCR-HC51E und Ubuntu

geschrieben von encbladexp am 25.08.2009 19:29:00.

Durch einen Zufall konnte ich heute endlich mal FireWire ausprobieren. Dies liegt daran das ein Arbeitskollege von mir eine Sony DCR-HC51E auf seiner Hochzeit dabei hatte. Leider wusste niemand so genau wie man da Videos runter bekommt :-(

Glücklicherweise verfügt die Kamera über einen Firewire Anschluss so das man mit Kino auch unter Linux ohne große Probleme die Videos von der Kamera bekommt.

Vorbereitung

Firewire

Vorbereiten muss man nicht viel, es genügt wenn die Kernelmodule raw1394 und dv1394 geladen sind:

sudo modprobe raw1394
sudo modprobe dv1394

Software

Als Software ist Kino sehr gut, bei der Fehlersuche ("Steckt die Kamera richtig?") ist gscanbus von Vorteil da man die Bustopologie damit sehen kann:

sudo aptitude install kino gscanbus

Action!

Das einzige was man jetzt noch beachten muss ist, das Kino ja Lese und Schreibrechte auf /dev/raw1394 benötigt. Immer wieder gibt es Anleitungen wie "Nimm einfach den Benutzer in die Gruppe disk mit auf."... Bitte, macht sowas nicht! Den nicht nur /dev/raw1394 hat als Gruppe disk, sondern vor allem auch Datenträger (Festplatten), wodurch es ermöglich wird das man ohne weitere Hürden direkt die Festplatte manipulieren kann, da man ja Schreibrechte direkt auf den Datenträger hat (vorbei am Dateisystem).

Es ist, zumindest wenn man Kino nicht oft braucht viel sinnvoller Kino Temporär als root (mit sudo) laufen zu lassen. Zwar hat Kino dadurch mehr Rechte, und könnte diese durch eine Sicherheitslücke in Kino missbrauchen, aber man öffnet nicht einem User (und somit vielen anderen Sicherheitslücken) die ganzen Datenträger.

Die Sicherheitstechnisch sinnvollste Lösung wäre eine Anpassung der udev Regeln, dies aber auch nur auf den ersten Blick. Den über das IEEE1394 Subsystem ist eh Zugriff auf das restliche System möglich.

Meiner Meinung nach sollte man daher Kino wirklich "einfach" als root (mit sudo) laufen lassen, was sicherlich einigen Administratoren nicht gefallen wird:

sudo kino

Die Videodateien, auch die Exportierten Videos, gehören so aber leider dem Benutzer root. Um das zu ändern kann man dies hier ausführen:

sudo chown benutzer:benutzer /pfad/zu/den/videos/*.dv

Nach diesem Befehl gehören die Dateien dem Benutzer benutzer, und man kann diese wie gewohnt bearbeiten.

Fazit

Video mit Kino von der Firewire tauglichen Kamera zu laden ist relativ einfach. Stolpersteine gibt es eigentlich nur beim Sicherheitsaspekt, was aber wenn man es nicht täglich brauch verschmerzlich ist.

Ich gehe in diesem Artikel nicht weiter auf Kino ein, da es hierfür schon mehr als genug Dokumentation (auch deutsche) im Netz gibt.

Getestet habe ich alles was in diesem Artikel steht unter Ubuntu Hardy Heron (64-Bit, 8.04 LTS), es sollte aber auch auf andere Distributionen übertragbar sein.

Inaktivität

geschrieben von encbladexp am 21.08.2009 19:39:00.

Ich wurde gestern angesprochen warum ich den in letzter Zeit so wenig für Ubuntuusers mache.

Der Grund ist ganz einfach: Ich habe im Moment einfach zu viel anderes um die Ohren (Firma, Nebengewerbe, usw...), daher habe ich auch (vorerst) mal mein Amt als Moderator bei Ubuntuusers abgelegt.

Ich hoffe aber das ich spätestens ab Januar/Februar mein Team wieder mit voller Leistung unterstützen kann!

Maximierungskrankheit

geschrieben von encbladexp am 21.08.2009 19:34:00.

Neulich ist mir mal aufgefallen unter welcher Krankheit viele Menschen leiden. Der Maximierungskrankheit!

Symptome

Am Anfang versucht man nur Fenster bei denen es sinnvoll ist zu Maximieren. Später werden fast alle Programme maximiert.

Doch das ist noch lange nichts gegen das Endstatium: Man fängt an Multi-Head Konfigurationen zu basteln, oder versucht selbst den Taschenrechner zu maximieren.

Abhilfe

Eine Behandlung durch Medikamente ist leider (noch) nicht möglich. Man braucht Eisernen willen um nicht zu vergessen das der Browser auch prima ohne 1680x1050 auskommt. So hat man noch Prima Platz für andere Programme/Fenster!

Mir ist aber aufgefallen das ich nicht der einzige mit dieser Krankheit bin, bis auf GIMP (und den Taschenrechner) mache ich leider auch alles groß. Dabei könnte man viel mehr gleichzeitig machen wenn man die vorhanden Fläche/Auflösung effektiver nutzen würde!

Das mit dem maximieren kommt aber wohl aus der Windows Welt, dort arbeitet man ja meistens so. Unter Linux wo sich ein durchschnittlicher Fenstermanager aber merken kann wo ein Fenster aufgehen soll ist das ganze relativ sinnfrei.

Daher: Nieder mit der Maximierungskrankheit!

Für Linux gibt es übrigens ein Window Resizer Addon, das einem dabei hilft den Firefox auch auf großen Schirmen "klein" zu bekommen.

Was KVM noch fehlt...

geschrieben von encbladexp am 15.08.2009 15:05:00.

Im laufe der Woche habe ich geprüft ob eine Umstellung von VirtualBox auf KVM für mich Sinn macht.

Was ich am meisten (noch) an KVM vermisse ist Transparentes Networking. So wie es VirtualBox jetzt auch kann, und VMWare es schon ewig tut. Natürlich kann man eine Bridge aufbauen, doch das ist umständlich und muss eigentlich auch garnicht sein!

Dank Virt-Manager gibt es zumindest schon mal eine gute UI für KVM. Dadurch wird die Sache nach und nach wirklich interessant. Das war ja vor einiger Zeit noch ein großes Problem, den KVM auf der Shell macht eher wenig Spaß. Vor allem da es ja eine Vielzahl von Parameter gibt!

An Virt-Manager fehlt aber (noch) der USB Support. Was auf Servern z.B. für USB Dongles für diverse Software ganz praktisch wäre.

Ich denke KVM wird in ca. einem Jahr auch für mich eine Alternative zu Virtualbox sein. In vielen Punkten ist KVM dank Virt-Manager jetzt schon VirtualBox vorraus.