[ENC]BladeXP's Blog

Was die Welt nicht alles braucht!

Archiv für April 2009

Postfix und SpamPD

geschrieben von encbladexp am 28.04.2009 16:35:00.

Ich überlege ja schon ein paar Tage wie ich Postfix mit SpamAssassin verkuppeln kann.

Die meisten Lösungen die ich kenne verwenden dafür ein mehr oder weniger fragwürdiges Script, was mir ehrlich gesagt überhaupt nicht gefällt. Nach ein wenig Recherche im Internet bin ich auf SpamPD gestoßen.

SpamPD läuft als mehr oder weniger Transparenter Mailproxy (SMTP/LMTP) was natürlich Ideal für einen Post-Queue Filter bei Postfix ist. Hier beschreibe ich wie man sowas Debian/Ubuntu Konform in sein Postfix Setup einbinden kann. Bitte beachte das ich nicht darauf eingehen wie ein Mailserver funktioniert und was der tut usw...

Installation

Viel braucht man ja nicht, ein einfaches

sudo apt-get install spampd spamc
genügt vollkommen. Wer will kann natürlich noch zusätzliche Filter für SpamAssassin installieren.

Konfiguration

SpamPD

In der Datei /etc/default/spampd muss nicht viel gemacht werden. Was ich aber machen würde ist das Ändern der letzten beiden Zeilen, so das der ADDOPTS Block mit der separaten Config (/etc/spampd.conf) der ohne Kommentarzeichen davor ist.

Jetzt sollte man dem SpamPD noch neu starten, dies macht man am besten via

sudo /etc/init.d/spampd restart

Postfix

Bei Postfix wird es ein wenig komplexer, den Postfix soll ja alle Mails durch SpamPD jagen. Ich gehe davon aus das man die Defaults aus der /etc/default/spampd nicht weiter verändert hat.

Wenn man seine /etc/postfix/main.cf nicht total versaut hat genügt eine Änderung in der Datei /etc/postfix/master.cf. Zum einen muss natürlich der vorhandene smtpd alle Mails über den SpamPD jagen, dafür muss man diesen Eintrag

smtp      inet  n       -       -       -       -       smtpd
so ändern:
smtp      inet  n       -       -       -       -       smtpd
  -o content_filter=smtp:[127.0.0.1]:10025

Wer Postfix kennt kann dies natürlich auch direkt über die /etc/postfix/main.cf erledigen.

Jetzt sind die Mails zwar im SpamPD, aber dieser will die Mails ja auch wieder an den Postfix bringen (der kümmert sich ja um die Auslieferung an das Ziel). Dafür braucht man folgende Regel in der /etc/postfix/master.cf:

localhost:10026 inet n - n - - smtpd
  -o content_filter=
  -o myhostname=nospam.stefan-betz.net
  -o smtpd_recipient_restrictions=permit_mynetworks,reject
  -o mynetworks=127.0.0.0/8
  -o smtpd_client_restrictions=
  -o smtpd_sender_restrictions=
  -o smtpd_helo_restrictions=
  -o smtpd_client_restrictions=
  -o local_recipient_maps=
Dann noch ein kleiner Neustart von Postfix mit
sudo /etc/init.d/postfix restart
und alles wird gut.

Die Konfiguration von SpamAssassin kann man dann über die /etc/spampd.conf machen welche bei mir so aussieht:

use_bayes 1
bayes_path /var/cache/spampd/bayes
bayes_auto_learn 0
report_safe 0
Natürlich gibt es hier noch jede Menge Raum für Optimierungen ;-)

Asus EEE 1000HE: Test

geschrieben von encbladexp am 22.04.2009 16:15:00.

So, nachdem ich ihn am Montag bestellt habe ist er auch heute schon da!

Zur Verpackung werde ich einfach mal nichts weiter sagen, die ist nämlich vorbildlich. D.h. man hat sogar ne faire Chance es wieder in die Verpackung zu bekommen!

Windows

Ich hatte den Vorteil das ich gleich 2 Stück bestellen konnte, so hatte ich auch mal das Vergnügen mit Windows auf dem Teil. Natürlich wurde unter Windows gleich jede Menge OEM Software (welche in der Regel sinnlos ist) installiert:

  • WinDVD 8 (sehr sinnvoll in Verbindung mit einem nicht vorhandenen DVD Drive)
  • Microsoft Works (besser bekannt als OEM Büropest)
  • Adobe Reader 8.1.0 (wie immer veraltet)
  • Skype (wers braucht)
  • EEE Storage (so ein Tool um sich für nen begrenzten Zeitraum 10GB Online Speicher zu gönnen, sinnlos)
  • Microsoft Office Home & Stundent 2007 (natürlich ne 60 Tage Demoversion)
  • Microsoft SQL Server 2005 Compact Edition (für Poweruser)
  • Symatec Internet Security (schade das kein ZoneAlarm dabei ist)
  • Windows Live * (ja, die haben wirklich alles davon installiert!)
Positiv war aber das zumindest schon Service Pack 3 auf dem System war. Natürlich fehlten noch einige Sicherheitsupdates, aber das ist ja normal so oft wie Microsoft Updates rausbringt (also halt einmal pro Monat).

So aber jetzt mal Schluss mit Windows, ist ja nicht meine Kiste!

Ubuntu

Natürlich kommt auf meinen EEE nur ein ordentliches System, d.h. Ubuntu oder halt Debian. Da die Pakete in Ubuntu etwas neuer sind habe ich mich natürlich für Ubuntu (9.04 Jaunty Jackalope) entschieden.

Natürlich habe ich wie immer eine Netinstall gemacht (was ja nahe liegt wenn man nen apt-proxy daheim hat). Viel besonderes gibt es an dieser Stelle nicht zu sagen, außer das mit Jaunty alles ohne Probleme geht (WLAN, LAN usw...).

Was Features angeht habe ich gleich mal alles genutzt (Netbook Remix, ext4 als Dateisystem, grub2 als Bootloader). Die Performance vom System ist echt gut aber eine genaue Messung habe ich noch nicht gemacht, davon gibt es wohl auch schon genug im Internet.

Hardware

Die Hardware macht einen sehr guten Eindruck und hat nicht mehr viel mit einem 701er am Hut. Der EEE ist jetzt groß geworden was man auch an der Verarbeitung usw.. merkt. Das Display ist (Danke Asus!!!) Matt und nicht mit einem Schminkspiegel ausgestattet.

Die Tastatur liegt sehr gut in der Hand, nur Shift und Fn hätte man wohl tauschen sollen, den mein kleiner Finger will immer auf Fn statt Shift drücken.

Den Akku konnte ich in der kurzen Zeit leider noch nicht richtig testen (laut der GNOME Statusanzeige ca. 6 Stunden, aber der Akku wurde auch noch nicht trainiert), dafür gibt es aber natürlich noch Nachschub von meiner Seite...

Oracle kauft Sun...

geschrieben von encbladexp am 20.04.2009 22:03:00.

... und ich hab Angst!

Warum? Nun weil ich mir unsicher bin was Oracle mit MySQL, Java, OpenOffice und VirtualBox will!

VirtualBox

Sun hat in letzter Zeit sehr viel Energie in VirtualBox gesteckt. Aber was will Oracle damit?

MySQL

Tja, MySQL ist Oracle ja in einigen punkten ein Dorn im Auge. Den Oracle ist und bleibt ein Hersteller von Datenbanken. Daran wird auch der Zukauf von Sun wenig ändern. Gerade für den Massenmarkt (auch hier ist Geld wo man verdienen kann) hat MySQL einen schönen Marktanteil. Klar ist Oracle ne andere Liga was die Datenbank angeht, aber es gibt genug Software die eben MySQL verwendet weil es zumindest in einer Kastrierten Version nichts kostet.

Hier sehe ich ein Positionierungsproblem, den wesentlich verbessern wird Oracle MySQL wohl kaum... wer baut sich schon seine eigene Konkurrenz?

OpenOffice

OpenOffice hätte wirklich gut zu IBM gepasst, auch hier passen die Produkte von Oracle nicht wirklich zu OpenOffice...

Java

Das dürfte wohl das einzige sein was Oracle wirklich will. Den Oracle verwendet in vielen Bereichen gerne Java, und da direkt am Ruder sitzen hat natürlich Vorteile!

Fazit

Bis auf Solaris (habe ich nicht weiter erwähnt) und Java sehe ich keine größeren Sachen von Sun wo Oracle wirklich brauchen würde. Es ist sehr fraglich was aus den OpenSource Projekten wird in welche Sun viel Energie gesteckt hat!

Schön beschrieben hat das Problem auch das EDV Blog wie ich finde.

Asus EEE 1000HE

geschrieben von encbladexp am 20.04.2009 16:37:00.

So, jetzt geht mein guter 701er EEE PC (Schwarz) in Rente. Der Nachfolger ist ein 1000HE der gleichen Firma, auch in Schwarz.

Das gute Stück sollte am Mittwoch kommen meint der Händler. Was aber mit dem Alten? Er hat keine Kratzer und alle Aufkleber wurden schön sauber entfernt, Technisch gibt es keine Mängel (auch Akku noch wie Neu!!!) nur ich weis halt nicht wohin mit dem Teil! Den der nächstbeste auf eBay soll das gute Stück ja nun wirklich nicht bekommen!

Achja, hiermit habe ich Offiziell die Verkaufscharts der Firma Microsoft verfälscht. Ich habe zwar ein XP Home dabei, welches aber wohl kaum ein mke2fs -j überstehen wird!

90% Windows auf Netbooks?

geschrieben von encbladexp am 07.04.2009 19:52:00.

Hier steht es Schwarz auf Weiss: Windows hat 90% Marktanteil auf Netbooks. Angefangen haben die mal mit 10%...

Auf den ersten blick liest sich das als ob Linux auf Netbooks versagt hätte, tja ganz so einfach ist es dann aber doch nicht!

Zum einen ist es aktuell Schwer noch ein Linux Netbook zu bekommen, der größte Teil wird ja nur noch mit XP Home (wo bleibt das Innovative Vista???) und Kastriertem Arbeitsspeicher ausgeliefert. Auf der anderen Seite haben natürlich auch die Hersteller bewiesen das man ein gutes Konzept durch eine dämliche Vorkonfiguration versauen kann.

Das geht schon bei der Wahl der Distribution an, den niemand will Linpus, Xandros usw...: Die Leute wollen ein richtiges System haben wo man nachträglich auch anpassen kann! D.h. es kommt aktuell nur noch Fedora oder Ubuntu in Frage (Geeks nehmen eh Debian, aber das läuft eh überall und zählt daher nicht).

Stattdessen bekommt man aber ein Kastriertes Linux, mit beschränkten Support, noch beschränkterem Update-Managment und an jeder nur denkbaren Stelle fehlt was!

Auf der anderen Seite werden Linux Netbooks oft zwar für weniger Geld verkauft, dann aber auch gleich mit einer (wenn auch nur Minimal) schlechteren Hardwareausstattung. Was haben sich die Hersteller den dabei gedacht?

Fassen wir also mal zusammen (angenommen Microsoft hätte wirklich mal Zahlen die auch der Wahrheit entsprechen, was ich sehr stark bezweifle): Linux auf Netbooks wäre kein Problem, wenn bis auf wenige (z.B. Dell) die Hersteller endlich mal was richtig machen würden. Gleichzeitig hinkt wohl der Vergleich mit einem mittlerweile 8 Jahre alten Betriebssystem welches nur (weil das neue ja nix taugt) für diese Gerätesparte herhalten muss.

Imapbiff Update

geschrieben von encbladexp am 06.04.2009 20:08:00.

Heute habe ich mal Imapbiff wieder etwas aktualisiert, u.a. gibt es jetzt auch Support für Server die kein CRAM-MD5 können (wie z.B. GMX). Hat man eine ältere Version von Imapbiff drauf muss man natürlich seine ~/.imapbiffrc etwas anpassen.

Es genügt pro Profil diese Zeile hier einzufügen:

plain = no
Wenn dieser Schalter auf no steht wird ein sicheres Login über das CRAM-MD5 Verfahren versucht, steht er auf yes wird ein Klartext Login verwendet, was man natürlich nur über eine SSL gesicherte Verbindung tun sollte!

Wie immer kann man Imapbiff via

svn co http://svn.stefan-betz.net/imapbiff/trunk imapbiff
aus dem SVN ziehen

In einer späteren Version werde ich natürlich eine Migration der Konfigurationsdatei beim Upgrade implementieren.

KnipexWall

geschrieben von encbladexp am 06.04.2009 19:38:00.

Die Wirtschaftskrise zieht immer engere Kreise, und so müssen Hersteller auch Produkte fertigen die eigentlich nicht ihr Spezialgebiet sind.

Auch der Hersteller Knipex bietet jetzt z.B. Sicherheitslösungen für Netzwerke an. Das erste Produkt aus dieser neuen Sparte nennt sich KnipexWall.

Ich selbst verwende seit einigen Tagen diese Hardware-Firewall, und muss zugeben das diese um längen besser Skaliert als mein bisheriger Favorit Zone Alarm Extended Linux Ultimate Edtition 3.6.5.2.7.8.9.256b9-rc1.

Gerade die Installationroutine dieser Firewall ist genial, da keine Speichermedien gebraucht werden. Gemäß der Herstellerangaben ist selbst ein Betrieb unter CP/M auf einem 486DX2 garantiert.

Ab sofort ist diese Firewall z.b. bei den großen IT-Distributoren OBI, Praktiker oder auch Hagebaumarkt verfügbar.

Umzug abgeschlossen!

geschrieben von encbladexp am 01.04.2009 17:37:00.

So, mein Umzug von Strato zu Hetzner ist jetzt endlich fertig. Alle Services laufen wieder wie gewohnt, neue kommen im laufe der nächsten Wochen dazu!

Abwrackprämie?

geschrieben von encbladexp am 01.04.2009 17:19:00.

Findest ihr nicht auch das eine Abwrackprämie für Alt-PCs sinnvoll wäre?

Müssen ja keine 2500€ sein, es würde ja reichen wenn man für einen 4 Jahre alten PC 100€ bekommt wenn man ihn richtig verschrottet und die Windows Seriennummer unbrauchbar macht! Natürlich gibt es für diese Abwrackprämie auch Bedingungen:

  • Der neue PC darf kein, oder nur ein freies Betriebssystem dabei haben
  • Das Formular für die Abwrackprämie kann nur mit Mozilla Firefox oder Konqueror ausgefüllt werden (Alternativ auch anderen Gecko oder WebKit basierenden OpenSource Browser)
  • Man muss auf YouTube ein Video veröffentlichen wo man seine Windows Lizenz verbrennt, ein Alternativer Upload in einem offenen Format ist natürlich obligatorisch
  • Der Antrag muss mit einem GnuPG Key signiert werden, und natürlich muss dieser Key von mind. 5 anderen Leuten aus dem WoT signiert sein

Gut, es gibt natürlich auch eine Staffelung damit nicht Leute mit sehr alten PCs benachteiligt werden:

  • PC ist 4 Jahre oder Älter und hat Windows XP als Betriebssystem: 100€
  • PC ist 6 Jahre oder Älter und hat Windows XP als Betriebssystem: 150€
  • PC ist 8 Jahre oder Älter und hat Windows XP oder 2000 als Betriebssystem: 200€
  • PCs deren Betriebssystem nicht auf Basis von Windows NT 5.0 (Windows 2000) oder höher ist: 500€
  • Computersysteme die noch über ein 5.25" Diskettenlaufwerk Verfügungen bringen den Jackpot (1000€)

Gut, über den ein oder anderen Punkt müsste man ggf. noch Diskutieren :-P