Mein erster Homeserver ist endlich nach nur 3 Tagen Lieferzeit da. Hier mal ein paar Eindrücke, und ein paar Bilder die ich mit meiner Kamera geschossen haben.
Verpackung & Inhalt
Verpackung
Die Verpackung von dem Gerät ist sehr gut durchdacht, alles ist schön an seinem Platz und sollte auch wenn DPD mal liefert heil ankommen.
Inhalt
Viel wichtiger als die Verpackung ist ja der Inhalt, das wäre folgendes:
- Flepo Alpha
- Standfuss
- Externes Netzteil (Maximale Ausgangsleistung 36W)
- Dokumentation auf CD und als Print
Verarbeitung
Die Verarbeitung vom Gerät ist hervorragend, das Aluminium Gehäuse macht einen durchweg Soliden Eindruck. Die Anschlüsse sind sehr gut Positioniert. Das wären im Detail folgende:
- SPDIF Out (Optical)
- Line Out
- Mic In
- 2xUSB (Front)
- VGA
- 2 x RS232
- 1 x LPT
- 2 x LAN
- 2 x USB (Hinten)
- DC-IN => Für das externe Netzteil
- Kensington Lock
Was mir noch auffällt ist das hinten eine kleine Vorbereitung für eine Antenne ist (das entnehme ich mal so der Aufschrift Antenna).
Innenleben
Bevor ich das Gerät zum ersten mal einschalte kommt natürlich das obligatorische Aufschrauben, man will ja schließlich Wissen was drin ist. Desweitere muss ich ja noch die SATA Platte einbauen.
Das innere macht einen sehr aufgeräumten Eindruck, was mir aber sofort auffiel war der miniPCI Slot unterhalb vom Festplattenrahmen (sieht man nicht auf den Bildern)
Der Einbau der SATA Festplatte (2.5") war kein Problem, was mir aber negativ aufgefallen ist sind die fehlenden Schrauben um das Ding auch zu fixieren. Den die Halterung für die SATA Platte hat Löcher, aber in der Packung findet man keine Schrauben dazu. Auf die 50 Cent wäre es mir jetzt wirklich nicht angekommen, aber sowas hat man ja als alter Bastler eh Zuhause rumliegen :-P
Technik
Ich könnte jetzt natürlich genau Erkären was Flepo so alles verbaut hat, aber viel besser ist doch diese lspci Ausgabe:
00:01.0 Host bridge: Advanced Micro Devices [AMD] CS5536 [Geode companion] Host Bridge (rev 33)
00:01.1 VGA compatible controller: Advanced Micro Devices [AMD] Geode LX Video
00:01.2 Entertainment encryption device: Advanced Micro Devices [AMD] Geode LX AES Security Block
00:0c.0 Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL-8110SC/8169SC Gigabit Ethernet (rev 10)
00:0d.0 Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL-8110SC/8169SC Gigabit Ethernet (rev 10)
00:0f.0 ISA bridge: Advanced Micro Devices [AMD] CS5536 [Geode companion] ISA (rev 03)
00:0f.2 IDE interface: Advanced Micro Devices [AMD] CS5536 [Geode companion] IDE (rev 01)
00:0f.3 Multimedia audio controller: Advanced Micro Devices [AMD] CS5536 [Geode companion] Audio (rev 01)
00:0f.4 USB Controller: Advanced Micro Devices [AMD] CS5536 [Geode companion] OHC (rev 02)
00:0f.5 USB Controller: Advanced Micro Devices [AMD] CS5536 [Geode companion] EHC (rev 02)
Über den CPU bekommt man über /proc/cpuinfo dies hier raus:
processor : 0
vendor_id : AuthenticAMD
cpu family : 5
model : 10
model name : Geode(TM) Integrated Processor by AMD PCS
stepping : 2
cpu MHz : 498.057
cache size : 128 KB
fdiv_bug : no
hlt_bug : no
f00f_bug : no
coma_bug : no
fpu : yes
fpu_exception : yes
cpuid level : 1
wp : yes
flags : fpu de pse tsc msr cx8 sep pge cmov clflush mmx mmxext 3dnowext 3dnow up
bogomips : 997.68
clflush size : 32
Performance
Natürlich gibt es immer wieder Fragen zur Performance von solchen Low-Power Geräten, hierzu mal ein Vergleich mit einem AMD Athlon XP 1800+ (ein Vergleich gegen den Intel Core 2 Duo E6750 wäre ziemlich unfair gewesen!).
Für das Benchmark habe ich mir 7-Zip ausgesucht, dies hat ein eingebautes Benchmark welches man mit 7za b starten kann. Zuerst die Werte vom Flepo Alpha:
7-Zip (A) 4.57 Copyright (c) 1999-2007 Igor Pavlov 2007-12-06
p7zip Version 4.57 (locale=en_US.UTF-8,Utf16=on,HugeFiles=on,1 CPU)
RAM size: 1002 MB, # CPU hardware threads: 1
RAM usage: 419 MB, # Benchmark threads: 1
Dict Compressing | Decompressing
Speed Usage R/U Rating | Speed Usage R/U Rating
KB/s % MIPS MIPS | KB/s % MIPS MIPS
22: 214 100 208 208 | 2277 100 234 234
23: 212 100 216 216 | 2256 100 235 235
24: 209 100 225 225 | 2241 100 237 237
25: 207 100 236 236 | 2226 100 238 238
----------------------------------------------------------------
Avr: 100 221 221 100 236 236
Tot: 100 229 229
Natürlich noch die "Referenz", der Athlon CPU:
7-Zip (A) 4.57 Copyright (c) 1999-2007 Igor Pavlov 2007-12-06
p7zip Version 4.57 (locale=de_DE.UTF-8,Utf16=on,HugeFiles=on,1 CPU)
RAM size: 503 MB, # CPU hardware threads: 1
RAM usage: 419 MB, # Benchmark threads: 1
Dict Compressing | Decompressing
Speed Usage R/U Rating | Speed Usage R/U Rating
KB/s % MIPS MIPS | KB/s % MIPS MIPS
22: 784 100 763 763 | 11838 100 1220 1219
23: 727 98 756 740 | 11632 100 1215 1214
24: 685 99 746 737 | 11487 100 1216 1214
25: 632 98 737 722 | 11070 98 1210 1186
----------------------------------------------------------------
Avr: 99 750 740 99 1215 1208
Tot: 99 983 974
Der Bremsklotz beim Flepo ist also die CPU, die Leistung ist für Multimediaanwendungen natürlich viel zu wenig. Auch Internetseiten mit Flash usw. möchte ich damit nicht besuchen. Im Vergleich zu einem WRT54GL ist die Performance natürlich wieder Klasse, was aber kaum Vergleichbar ist.
Die Leistung vom Geode kann man also ca. da einordnen wo ein Pentium III mit 500 MHz lag, mehr ist das meiner Meinung nach kaum. Ein Intel Atom ist also dem Geode um längen überlegen, allerdings gibt es kaum Bezahlbare Boards die die Atom Architektur sinnvoll ausnutzen.
Energie
Natürlich spielt bei so einem Gerät gerade der Stromverbrauch bei der Kaufentscheidung eine große Rolle. Natürlich habe ich gemessen wie viel Strom der Flepo Alpha mit der von mir verwendeten Festplatte (Samsung HM250JI SATA 2.5" 250GB) benötigt. Bei Booten, oder allgemein unter Last benötigt er 12,2W, wenn mal nichts zu tun ist sind es 10,1W. Zu beachten ist das ich noch kein Powermanagment für die Festplatte aktiviert habe, was sicherlich einiges an Mehrverbrauch erzeugt!
Fazit
Für um die 300€ bekommt man mit dem Flepo Alpha ein solides Stück Hardware. Die Leistung der CPU kann natürlich nicht mit Brandneuer Atom Technik verglichen werden, erfüllt aber als Stromsparender Homeserver die Anforderungen besser, zumindest bis es endlich bezahlbare Atom Boards gibt die mit unter 10W auskommen.